Honig als heilendes Wundermittel – Das macht den Honig so besonders

Honig als heilendes Wundermittel – Das macht den Honig so besonders

Honig ist längst nicht nur ein Süßungsmittel. Im Gegenteil! Er ist schon seit Jahrtausenden als Allheilmittel bekannt. Auch heute gilt der Honig noch als Wunderwaffe bei inneren und äußeren Erkrankungen.

Honig hat eine lange Geschichte

Die Geschichte des Honigs reicht bis in die Steinzeit zurück. Schon hier wurde der süße Aufstrich als Nahrungsmittel verwendet. Im Alten Ägypten hingegen galt der Honig als „Speise der Götter“ und als „Quelle der Unsterblichkeit“. Erst der berühmte griechische Arzt Hippokrates entdeckte im Honig ein Universalheilmittel. Er nutzte es, um Fieber zu senken und die Leistung der Athleten bei den antiken olympischen Spielen zu verbessern. Doch hat Honig wirklich eine heilende Wirkung oder ist alles nur Hokuspokus?

Wie wirkt Honig?

Wenn man sich die Inhaltsstoffe von Honig genau ansieht, kann man sich kaum vorstellen, dass er eine heilende Wirkung besitzt. Honig besteht zu 80 Prozent aus Zucker und zu 15 Prozent aus Wasser. Vitamine und Nährstoffe sind nur in ganz geringen Maßen vorhanden. Aber genau die übrigen 5 Prozent machen es aus. Hier haben Forscher entzündungshemmende Enzyme, organische Säuren und wichtige Eiweiße entdeckt.

Tipp
Mit Honig behandelte Wunden neigen zu geringerer Narbenbildung.

Honig entzieht Bakterien lebensnotwendiges Wasser, sodass sie schrumpfen und schließlich absterben. Offene Wunden, die mit Honig eingerieben werden, verheilen also schneller und klingen ohne Infektionen ab. Aus diesem Grund werden in vielen Krankenhäusern und Einrichtungen Menschen, die sich wund gelegen haben, mit Honigwickeln behandelt.

Eine besonders ausgeprägte antibakterielle Wirkung hat hier der aus Neuseeland bekannte Manuka Honig. Schon im 18. Jahrhundert wurde der Honig von den Maoris zur Behandlung chronischer Wunden und Hautinfektionen eingesetzt. Ein weiterer wichtiger Hauptbestand von Honig ist Wasserstoffperoxyd. Bei der Honigproduktion geben die Bienen ein Enzym namens Glukose-Oxydase dazu, dass permanent zu desinfizierendem Wasserstoffperoxid umgewandelt wird. Daraus entsteht ein wirksames Antiseptikum (ein keimtötendes Mittel).

Honig in der Erkältungszeit

Das wohl bekannteste Rezept bei Erkältungen und Halsschmerzen ist ein warmes Glas Milch mit Honig. Besonders Kinder lieben das süße Getränk und so ist es auch kaum verwunderlich, dass dieses Rezept von Generationen zu Generationen weitergegeben wird. Aber Vorsicht! Wenn Honig bei über 40 Grad erhitzt wird, verliert er seine heilende Wirkung. Also am besten zuerst die Milch in einer Tasse erwärmen und anschließend den Honig unterrühren. Warme Milch mit Honig hilft übrigens nicht nur bei Halsschmerzen, sondern auch bei Magen-Darm-Problemen. Statt Milch können Sie ruhig auch Tee verwenden.

Honig-Sorten und ihre Eigenschaften

Honig gibt es in vielen verschiedenen Sorten. Dabei haben nicht alle eine heilende Wirkung auf den Körper. Ich möchte Ihnen hier einmal die wichtigsten Sorten und deren Eigenschaften genauer vorstellen.

Honig-Sorten Aussehen, Konsistenz und Wirkung
Akazienhonig Akazienhonig ist ein heller bis leicht gelber Honig, der besonders mild im Geschmack ist. Er bleibt sehr lange flüssig und kristallisiert nicht so schnell aus. Akazienhonig hilft bei Husten und Erkältung, kann Sodbrennen lindern und hat ebenfalls eine positive Wirkung auf das Verdauungssystem.
Apfelblütenhonig Apfelblütenhonig ist erkennbar an dem stark blumig und fruchtig duftenden Apfelaroma. Er hat eine cremige Konsistenz und kommt relativ selten vor. Apfelblütenhonig fördert die Aufnahme von Vitaminen und Mineralstoffen.
Buchweizenhonig Buchweizenhonig ist ein sehr dunkelbrauner, fast schwarzer Honig, der einen sehr kräftigen Geschmack hat und weniger süß ist. Buchweizenhonig wird gern bei Erkältungen eingesetzt.
Eukalyptushonig Eukalyptushonig hat eine dunkle Farbe und eine cremige Konsistenz. Er ist sehr fein-würzig im Geschmack, da er die ätherischen Öle des Eukaplytus enthält. Eukalyptushonig wirkt infektionshemmend und eignet sich besonders gut für zur Einnahme bei leichten Erkältungen. (Quelle: aerztezeitung.de)
Fenchelhonig Ebenfalls sehr selten ist Fenchelhonig, der eine cremige Konsistenz aufweist und ein fein würziges Aroma hat. Fenchelhonig wirkt krampf- und schleimlösend und fördert die Magen-Darm-Tätigkeit.
Kleehonig Kleehonig ist besonders bei Kindern sehr beliebt, da er sehr feincremig und zudem mild-süß im Geschmack ist. Durch den hohen Traubenzuckeranteil wird er auch von Sportlern sehr geliebt, da er ein schneller Energielieferant ist. Kleehonig hat eine krampf- und schleimlösende Wirkung.
Lavendelhonig Lavendelhonig ist sehr klar und schmeckt mild und fruchtig. Lavendel wird häufig bei Kopfschmerzen und Nervosität eingesetzt und so ist es auch nicht verwunderlich, dass der Honig die gleichen Eigenschaften aufweist. Lavendelhonig hat also eine schmerzhemmende Wirkung.
Löwenzahnhonig Löwenzahnhonig besticht besonders durch seine gold-gelbe Farbe und sein natürliches Aroma. Löwenzahnhonig eignet sich optimal bei Leber- und Gallenbeschwerden. Er regt den Stoffwechsel und die Durchblutung an und dient der Blutreinigung.
Manuka Honig Wie oben schon erwähnt, ist der Manuka Honig besonders für seine stark antibakterielle Wirkung bekannt. Grund dafür ist der hohe Anteil an dem Wirkstoff Methylglyoxal. Mit diesem Honig lassen sich Wunden desinfizieren und sogar heilen.Der Manuka Honig ist ein gelb-brauner streichzarter Honig, der einen kräftig würzig aromatischen Geschmack hat. (Quelle: manuka-neuseeland.info)
Tannenhonig Der Tannenhonig enthält sein kräftig würziges Aroma von den Nadelbäumen. Die darin enthaltenen ätherischen Öle wirken besonders gut bei Erkältungen und Bronchitis. Tannenhonig hat eine grünlich dunkle Farbe und flüssige Konsistenz.

Honig nur in Maßen genießen

Honig ist wirklich lecker und mag auch bei verschiedenen Erkrankungen helfen. Was Sie allerdings nicht vergessen sollten ist, dass Honig auch unheimlich viel Zucker enthält. Besonders Diabetiker sollten aufpassen. Die Zuckerstoffe von Honig sind fast identisch mit denen von Kristallzucker – sie werden also auch ähnlich verstoffwechselt. Diabetiker sollten Honig also genauso sparsam verwenden wie Zucker. Was für Diabetiker gilt, gilt auch für Abnehmwillige. Zucker und Honig enthalten ungefähr gleich viele Kalorien. Der Nachteil am Honig ist hier aber jedoch, dass er öfter in größerer Menge als Süßungsmittel dazu gegeben wird, da er als nicht ganz so süß empfunden wird. Vorsicht! Honig kann auch ein Dickmacher sein.

Kinder unter 12 Monaten dürfen gar kein Honig verzehren. Honig kann Sporen vom Bakterium Clostridium bolutinum enthalten, was bei Kleinkindern zu lebensgefährlichen Vergiftungen mit Lähmungserscheinungen führen kann. Vorsichtig sollten auch Pollenallergiker sein, da Honig Blütenpollen enthalten kann. Diese können Überempfindlichkeitsreaktionen auslösen. Es wird jedoch oft darüber berichtet, dass beim regelmäßigen Genuss von Honig aus der Heimat eine Desensibilisierung stattfinden kann. Wichtig dabei ist, dass Sie den richtigen Honig wählen. Es gibt nämlich Frühtrachthonige und Sommertrachthonige. Frühtrachthonige werden aus dem Nektar der Frühjahrsblüten hergestellt. Er eignet sich daher für Frühlingsallergiker (Birke, Haselnuss, etc.). Sommertrachthonige werden hingegen aus dem Nektar bzw. Honigtau der Sommerblüher zubereitet. Diese Honigsorten können sich dann bei Sommerallergien, wie beispielsweise dem klassischen Heuschnupfen, positiv auswirken. Der Honig sollte aber bei beiden Varianten nicht erhitzt worden sein.


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