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Entspannungsübungen für Kinder: So lindern Sie Stress und Unbehagen

Entspannungsübungen für Kinder: So lindern Sie Stress und Unbehagen

Nicht nur Erwachsene leiden unter Stress. Auch Kinder benötigen hin und wieder Momente der Ruhe und Entspannung. Der Schulalltag fordert den Nachwuchs, dazu kommen Hausaufgaben und private Termine. Schnell entsteht eine permanente Reizüberflutung, die Kindern zu schaffen macht. Mit Hilfe von Entspannungsübungen für Kinder können Sie Ihrem Nachwuchs dabei helfen, mit dem zunehmenden Stress besser umzugehen. Wir zeigen Ihnen, wie es geht.

1. Kinder leiden zunehmend unter Stress: Was Eltern tun können

Viele Erwachsene sind gestresst, überarbeitet und überfordert. Doch diese Tendenz ist mehr und mehr auch bei Kindern zu beobachten. Studien belegen, dass beinahe jedes sechste Kind unter dem Stress im Alltag leidet. Die Gründe dafür sind vielfältig.

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Meistens ist der schulische Leistungsdruck eine Belastung. Aber auch die mediale Reizüberflutung macht es Kindern nicht einfach. Gesellen sich dann auch noch hohe Erwartungen der Eltern sowie Termindruck dazu, kann das sehr großen Stress verursachen.

Als Eltern sollten Sie dringend auf die ersten Anzeichen von Stress achten und umgehend reagieren. Nur so können Sie Ihrem Nachwuchs dabei helfen, sich zu entspannen und Stress abzubauen.

Sie müssen aber nicht sofort einen Entspannungstrainer aufsuchen. Als erster Schritt bietet es sich an, Entspannung für Kinder in Form von speziellen Konzentrationsübungen sowie Entspannungsübungen zu trainieren. Die gezielten Übungen sind ideal dazu geeignet, dem Kind ein Werkzeug an die Hand zu geben, sodass es sich selbst helfen kann, wenn es sich gestresst fühlt.

2. Wann sind Entspannungsübungen für Kinder sinnvoll?

Mutter und Tochter machen gemeinsam eine Entspannungsübung

Entspannungsübungen können wunderbar in den Familienalltag integriert werden.

Experten gehen davon aus, dass rund 87 Prozent der Eltern zu spät erkennen, dass ihr Kind unter Stress steht. Wichtig ist allerdings, dass Sie die Symptome frühzeitig deuten, denn zu viel Stress wirkt sich sehr negativ auf die Entwicklung aus.

Die Folgen können sich in Form von gesundheitlichen Einschränkungen bemerkbar machen. Die Symptome für Stress bei Kindern sind vielfältig:

  • Schlaflosigkeit
  • Magenschmerzen
  • Kopfschmerzen
  • Zähneknirschen
  • Hochgezogene Schultern
  • Aggressionen
  • Versagensängste
  • Appetitlosigkeit

3. Entspannungsübungen und Konzentrationsübungen für Kinder

Es gibt viele verschiedene Entspannungsübungen für Kinder. Wichtig ist, dass Sie Entspannungstechniken für Kinder auswählen, die auf Ihren Nachwuchs zugeschnitten sind.

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Kontinuität ist bei Entspannungsübungen für Kinder das A und O. Versuchen Sie, Entspannung in den Alltag zu integrieren und dafür täglich ein Zeitfenster einzubauen. Es ist wesentlich, dass Ihr Kind die Konzentrationsübungen sowie Entspannungsübungen möglichst oft durchführt und Routine erlangt. Dann kann in stressigen Situationen das Wissen entsprechend abgerufen und genutzt werden.

3.1. Autogenes Training

Experten bezeichnen Autogenes Training auch gerne als „Königsdisziplin der Entspannungstechniken“. Entwickelt wurden diese Entspannungsübungen von Johannes Heinrich Schultz. Der Psychiater hat ein Training erarbeitet, bei dem es darum geht, von innen nach außen Entspannung zu erzeugen. Vereinfacht gesagt handelt es sich um eine Form der Selbsthypnose.

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Wahlweise kann das Entspannungstraining im Sitzen oder im Liegen erfolgen. Das Kind sollte gleichmäßig ein- und ausatmen und sich vorstellen, wie der Körper warm und schwer wird. Nach und nach wird so ein Zustand von tiefer Entspannung erreicht. Generell sollten 10 Minuten Training ausreichen, um Stress abbauen zu können.

3.2. Progressive Muskelentspannung

Es gibt sicherlich viele Entspannungsübungen für Kinder, doch die progressive Muskelrelaxation wird von Experten gerne empfohlen. Diese Konzentrationsübungen wurden von Edmund Jacobsen entwickelt. Er hat herausgefunden, dass eine körperliche Entspannung unweigerlich auch eine seelische Entspannung erzeugt.

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Deshalb geht es bei diesen Entspannungsübungen vorwiegend darum, einzelne Muskelgruppen für jeweils ein paar Sekunden anzuspannen und anschließend zu entspannen. Geeignet sind die Entspannungstechniken für Kinder ab 7 Jahren. Jüngere Kinder könnten sich mit den Übungen schwer tun.

3.3. Yoga

Yoga ist hervorragend geeignet, den Körper intensiv zu spüren und Stress abbauen zu können. Spezielles Yoga für Kinder zielt genau darauf ab. Das Kind lernt, den Körper wahrzunehmen und herauszufinden, was sich gut anfühlt.

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Beim Yoga für Kinder geht es primär um den Spaßfaktor. Hier darf gelacht und gescherzt werden. Die Körperhaltungen sind weitestgehend von der Natur abgeschaut und nicht allzu anspruchsvoll. Das wiederum hilft Kindern dabei, Erfolgserlebnisse zu feiern.

Auch eine Massage bietet sich an, um dem Kind zur Entspannung zu verhelfen. Eine Anleitung für eine Massagegeschichte finden Sie hier.

3.4. Fantasiereisen

Die Fantasie von Kindern ist bekanntlich grenzenlos. Das können Sie sich zunutze machen, wenn Sie Ihrem Kind dabei helfen möchten, sich zu entspannen. Fantasiereisen oder auch Traumreisen ermöglichen dem Kind, eine Welt nach ganz eigenen Wünschen sowie Vorstellungen zu erschaffen und einfach den Alltag hinter sich zu lassen.

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Für die Fantasiereisen ist eine entspannte Atmosphäre wichtig. Legen Sie Entspannungsmusik auf und sorgen Sie dafür, dass es sich das Kind bequem macht. Dann lesen Sie Ihrem Nachwuchs eine Geschichte vor – oder Sie spielen ein Hörspiel ab. Es gibt ganz spezielle Entspannungsgeschichten, die sich hierfür eignen.

Die Geschichte sollte so gestaltet sein, dass es genügend Spielraum für die eigene Fantasie gibt. So hat das Kind die Möglichkeit, sich eine eigene Fantasiewelt zu erschaffen und für einen gewissen Zeitraum der Realität zu entfliehen.

Ein gutes Beispiel für eine Fantasiereise finden Sie im nachfolgenden Video:

3.5. Atemübungen

Kind entspannt bei einer Atemübung

Atemübungen für Kinder sind eine gute Möglichkeit, dem Nachwuchs beizubringen, mit Stress effektiv umzugehen.

Entspannung für Kinder kann auch durch Atemübungen erlangt werden. Atemübungen können  vor allem aufgedrehte Kinder zur Ruhe bringen.

Das Ziel liegt darin, tief in den Bauch zu atmen und die ganze Luft in einem Schwung aus der Lunge heraufzubefördern. Die Atmung wird sehr bewusst durchgeführt, was wiederum zu einer Form der Entspannung führt.

Wichtig ist am Anfang, dass die Atemübung in einer ruhigen und angenehmen Atmosphäre geübt wird. Nehmen Sie sich viel Zeit und zeigen Sie Ihrem Kind, wie es richtig geht.

Mit dieser Übung lernen Kinder, sich in stressigen Situationen zu beruhigen. Vorteilhaft bei dieser Übung ist, dass sie nicht viel Zeit in Anspruch nimmt und eigentlich überall durchführbar ist.

Bei kleineren Kindern kann die Übung mit einem Kuscheltier durchgeführt werden. Platzieren Sie das Plüschtier auf dem Bauch des Kindes. Nun muss der Nachwuchs versuchen, durch seine Atmung das Kuscheltier auf dem Bauch in Bewegung zu bringen.

Etwas geübtere Kinder können beginnend bei den Atemübungen auch eine Meditation vollführen und in den Alltag eingliedern.

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