Schimmel im Rasen

Schimmel im Rasen

Algen und Schimmel im Rasen sind unangenehm und unschön auf dem sonst so gepflegten Rasenfläche. Wie Sie dem Schimmel Einhalten gebieten können, verraten wir Ihnen mit unseren Tipps.

Wichtige Werkzeuge für die Schimmelbekämpfung im Rasen

Sowohl der Rasenmäher als auch der Vertikutierer sind unerlässliche Werkzeuge, um den Rasen schimmel- und algenfrei zu halten. Die Häufigkeit des Rasenschnitts ist von vielen Faktoren abhängig. Hier beeinflusst die Jahreszeit beispielsweise ebenso wie die Sorte des Rasens, welche Schnitthäufigkeit empfehlenswert ist. Wichtig ist, dass der Rasen in durchschnittlicher Höhe gehalten wird. Zu niedrige Rasenpflanzen haben eine geringe Abwehr gegen Schädlinge wie Algen und Schimmel, während zu hohe Gräser sehr feucht sind und somit auch dem Schimmelwachstum beitragen.

Lieber einmal mehr mähen, als den Rasen sozusagen auf Vorrat kurz zu halten, um die Mährhythmen auseinander zu ziehen.

Der Vertikutierer hat seinen Einsatz regelmäßig mindestens einmal jährlich zum Frühjahr. Hier wird mittels kleiner Haken, über die der Vertikutierer verfügt, eine gründliche Belüftung der Rasenfläche bewirkt. Nur ein gut belüfteter Rasen ist widerstandsfähig. Zudem wird durch das Vertikutieren die Durchlässigkeit der Erde erhöht. Stauwasser, das wiederum die Schimmelbildung auf der Rasenfläche begünstigt, kann so besser abfließen. Der Vertikutierer sorgt außerdem für eine Entfernung von Verfilzungen und abgestorbenen Rasenteilen, die gemeinsam mit Regen- oder Gießwasser eine Schimmelbildung begünstigen.

Tipp
Als Ersatz kann an den abgetragenen Stellen Rollrasen aufgebracht werden.

Starken Schimmelbefall entfernen

Die Vorbeugung vor Schimmelbefall ist die eine Aufgabe. Anders sieht es bei der Rasenfläche aus, die bereits von Schimmel befallen ist. Hier kann es oftmals nur noch helfen, die befallene Rasenfläche großflächig abzutragen. Die Abtragung sollte mindestens in einer Tiefe von 20 Zentimetern erfolgen und auch großzügig über die befallenen Ränder hinaus erfolgen. Der entfernte und von Schimmel befallene Rasen sollte aber keinesfalls auf den Komposter oder in der Biotonne entsorgt werden. Der Schimmel könnte sich hier nämlich weiter ausbreiten. Abgetragene schimmelige Rasenstücke sollten umfassend entfernt und entsorgt werden. Die Fläche sollte nach dem Abtragen der Schimmelpartien zunächst gründlich abtrocknen.

Gründe für kurzfristigen Schimmelbefall

Auch ein gut gepflegter und regelmäßig vertikutierter Rasen kann von Schimmel befallen werden. Ist die Grünfläche aber ansonsten gesund, kann sich der Rasen selbst erholen. Hintergrund kann beispielsweise eine Düngung sein, die dann nicht nur den Rasen, sondern auch die in ihm lebenden Mikroorganismen mit Nährstoffen versorgt. Ein Schimmelpilz, der im Rasen wie auch in allen anderen unserer Lebensräume ständig präsent ist, kann sich mit dieser Düngung besser ernähren, somit auch gedeihen und damit eben optisch hervortreten.
Ist der Rasen aber gut belüftet und besteht keine Staunässe, ist übermäßige Sorge unangebracht. Der Rasen erholt sich nämlich von allein wieder vom Schimmelbefall, der in geringer Menge ja völlig natürlich ist. Eine leicht graue Schicht für kurze Zeit direkt nach dem Düngen kann also im Regelfall allein wieder verschwinden. Dieser ungefährliche Schimmel zeigt lediglich an, dass der Boden biologisch aktiv ist und dass der durch eine breite Anzahl von wichtigen Mikroorganismen besiedelt ist. Diese sind dem Rasenwachstum dienlich – auch der kurzfristig sichtbare Schimmel. Um übermäßige Schimmelbildung durch die Düngung zu vermeiden, sollte der Dünger kaliumhaltig sein.

Schneeschimmel

Eine besondere Art von Schimmel auf dem Rasen ist der sogenannte Schneeschimmel. Dieser tritt, wie der Name bereits vermuten lässt, nach den Wintermonaten auf. Die Nässe der Wintermonate begünstigt die Bildung des Schneeschimmels auf dem Rasen. Hier hilft die vorbeugende Kalidüngung im Herbst, die den Rasen für den Winter vorbereiten soll. Wichtig ist im Herbst auch die regelmäßige Laubentfernung, damit sich Staufeuchtigkeit unter dem Laub nicht erst bilden kann. Sinnvoll kann es auch sein, einen lehmhaltigen Boden mit Sand einzustreuen, der für einen Feuchtigkeitsausgleich sorgt. Staunässe sollte gerade vor den Wintermonaten, die eine Herausforderung für jede Rasenfläche sind, vermieden werden. Im Regelfall verschwindet der Schneeschimmel bei guter Rasenpflege, wenn die Sonne häufiger scheint.

Wenn Vorsichtsmaßnahmen dauerhaften Befall nicht verhindern konnten, kann großzügiges Abtragen der Rasenflächen helfen.

In der Regel ist ein gut gepflegter Rasen, der in seinen Bedürfnissen sinnvoll unterstützt wird, gegen Mikroorganismen geschützt ist. Staunässe ist eines der größten Probleme, das der Rasen hat und das ihn in seiner Abwehr gegenüber Erkrankungen und Schimmelbefall am meisten beeinträchtigt. Mäßige, aber regelmäßige Pflege kann die Gesunderhaltung des Rasens bewirken und auch Schimmelbildung weitgehend verhindern.


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