Fisch am Lagerfeuer grillen – Köstlicher Genuss unter freiem Himmel

Fisch am Lagerfeuer grillen – Köstlicher Genuss unter freiem Himmel

Am Lagerfeuer grillen ist nicht nur was für echte Survival-Fans. Neben Fleisch können Sie auch Fisch ohne großen Aufwand grillen. Wir zeigen, wie es geht.

Gemeinsames Beisammensitzen, knisterndes Feuer und laue Sommernächte – Gerade für Kinder ist dies ein großes Abenteuer. Bei uns gibt es kein Lagerfeuer ohne Stockbrot (auch Knüppelteig genannt). Gerade für die Jüngsten ist das immer etwas ganz Besonderes. Sie dürfen mit einem großen Stock, geschnitzt von Papa, am Feuer sitzen und sich das Essen selbst zubereiten. Aufregend! (Hier unser Lieblings-Stockbrot-Rezept)

Und wir Erwachsenen? Immer nur Stockbrot wollen wir nicht. Deshalb haben wir vor zwei Jahren angefangen unser Abendessen direkt an das Lagerfeuer zu verschieben. Wer eh ein Feuer macht, kann sich den Grill im vornherein sparen. Fisch, Fleisch und Gemüse schmecken am Lagenfeuer mindestens genauso lecker, wenn nicht sogar noch besser. Ein besonderes Highlight für uns ist Fisch vom Lagerfeuer. Er ist eine willkommene Abwechslung zum Grillwürstchen und Steak.

➤ MEIN TIPP FÜR SCHLECKERMÄULER
Desserts können am Lagerfeuer genauso gut zubereitet werden. Verschiedene Ideen für Süßes habe ich mir bei den Grilltipps von THOMY abgeguckt. Sie sind schnell zubereitet und das i-Tüpfelchen an einem gemütlichen Lagerfeuer-Abend.

➤ Den richtigen Fisch kaufen

Wer keinen See in der Nähe hat und sich sein Abendbrot selbst fangen kann, der muss wohl oder übel auf den Handel zurückgreifen. Ganz wichtig ist, dass der Fisch frisch ist. Nur so erhalten Sie einen optimalen Geschmack. Frischer Fisch ist erkennbar am Meer- und Wassergeruch. Er sollte blanke Augen, hellrote Kiemen und feste, glänzende Schuppen haben. (Hier mehr Erkennungsmerkmale)

Am besten sind Sie beraten, wenn Sie Fisch direkt vom Fischer kaufen oder zum Bioladen gehen. Siegel wie das von “Bioland”, “Naturland”, Aquaculture Stewardship Council oder das MSC Siegel geben einen Hinweis auf eine nachhaltige Fischerei. (Mehr Informationen dazu finden Sie in dem Artikel “Siegel: Verantwortungsvoll Fisch kaufen” von Stiftung Warentest)

➤ Allgemeine Vorbereitungen

Wenn Sie den Fisch frisch gefangen haben, müssen Sie ihn an dieser Stelle erst einmal ausnehmen und sauber machen. Mit dieser Video-Anleitung klappt das ganz einfach.

» Mein Tipp: Am besten draußen erledigen. Den Dreck in der Küche möchte sicherlich niemand haben.

Jetzt ist es an der Zeit das Lagerfeuer einzuheizen. Der Fisch wird später nämlich nicht in der Flamme gegart, sondern in der Gluthitze darüber. Bei zu viel Hitze wird Fisch sehr schnell trocken.

➤ Fisch grillen – 3 verschiedene Möglichkeiten

Je nach Fisch haben Sie unterschiedliche Möglichkeiten den Fisch am Lagerfeuer zuzubereiten.

Fisch grillen in Alufolie

Die Zubereitung in Folie bietet sich vor allem dann an, wenn Sie sich für einen weichen Fisch entschieden haben. Dazu gehören vor allem Kabeljau, Heilbutt und Rotbarbe. Dieses Filet einfach mit Salz und Pfeffer würzen, eventuell etwas Zitronensaft zugeben und in Alufolie einwickeln. Wer mag, kann auch noch ein paar Kräuter dazugeben – je nach Geschmack.

Diese Alufolie können Sie anschließend in die heiße Glut liegen. Nach 10 bis 15 Minuten sollte der Fisch gar und somit die Haut weiß sein.

Der Vorteil an Alufolie ist, dass der Fisch hier drin schön saftig bleibt und nicht austrocknet.

Fisch grillen am Stock

Jetzt kommt richtiges Lagerfeuer-Feeling auf. Statt Knüppelteig können Sie auch Fische wie Dorade, Loup de mer, Forelle und Makrele auf den Stock spießen. Diese sind fest genug und fallen im Garzustand garantiert nicht ab.

Am besten schmeckt der Fisch, wenn er direkt in den Rauch gehalten wird. So bekommt der Fisch noch einen leicht rauchigen Geschmack. Zu dem urigen Lagerfeuer-Feeling noch der letzte kleine Feinschliff. Beim Aufspießen größerer Fische müssen Sie darauf achten, dass der untere Teil des Fisches durch einen Stock mit Astgabel ein wenig gespreizt wird. So wird das Fleisch auch von innen schnell gar. Wer keinen Stock mit Astgabel zur Hand hat, kann auch an einen normalen Stock mithilfe eines zweiten Stockes eine Querstrebung einbauen. Anschließend am Fisch fixieren und fertig.

Beim Grillprozess muss der Fisch hin und wieder leicht gedreht werden, sodass er von allen Seiten gut durchgegart ist. Achten Sie auf eine gleich bleibende Hitze. Legen Sie einfach zwischendurch ein zwei Scheite Holz nach.

Fisch grillen im Fischbräter

Deutlich einfacher, aber auch unspektakulärer ist die Zubereitung mit einem Fischbräter. Im 4er Set sind diese sogar schon für 10 Euro erhältlich.

Den Fisch können Sie auch hier ganz nach Ihren Wünschen würzen. Wichtig ist aber, dass Sie den Fisch, sowie auch den Bräter gut einölen. Der Vorteil am Bräter ist, dass der Fisch beim Wenden nicht zerfällt. Der Nachteil ist jedoch, wenn man ihn nicht einölt, bleibt die leckere knusprige Haut am Grillrost hängen.

Den Fischbräter können Sie nun auf zwei Steinen in der Glut legen. Sie haben auch die Möglichkeit ein Dreibein aufzustellen. Das hat zwar dann nicht mehr den gleichen Charme, den rauchigen Geschmack bekommen Sie aber dennoch. Befestigen Sie am Dreibein ein Grillrost, auf dem Sie die Bräter legen können.


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