Nudeln selber machen: Einfaches Teig-Rezept & Pasta-Tricks

Nudeln selber machen: Einfaches Teig-Rezept & Pasta-Tricks

Sie müssen weder Italiener noch Sternekoch sein, um leckere Pasta selber zu machen. Mit meinem einfachen Nudelteigrezept gelingt es auch Ihnen!

Laut einer Umfrage kochen lieber Männer als Frauen, zumindest wenn es um Pasta geht. Das mag daran liegen, dass die Nudelzubereitung wenig Aufwand macht. Zumindest, wenn man die Supermarktvariante wählt: Raus aus der Verpackung, rein ins heiße Wasser, 12 Minuten warten, fertig.

Ich will nicht behaupten, dass diese Nudeln nicht schmecken. Aber wer schon einmal selbst Nudeln hergestellt hat, der wird den Unterschied merken und lieben. Ich gebe zu, bis ich mich das erste Mal an die „Nudelproduktion“ gewagt habe, ist eine gewisse Zeit vergangen. Ich habe, so wie viele andere auch, gedacht, dass es viel zu umständlich ist. Ich darf Sie hier und heute vom Gegenteil überzeugen.

Nudeln selber machen – was brauchen Sie?

Ganz pauschal lässt sich diese Frage eigentlich nicht beantworten, denn es kommt darauf an, welche Nudeln Sie selber machen wollen. Hier die Grundzutaten:

  • Mehl
  • Eier
  • Salz
  • Wasser

Für Bandnudeln, Lasagne oder Tagliolini empfehle ich eine Nudelmaschine (den Amazon-Bestseller gibt’s schon für rund 60 Euro). Wer es sich zutraut, kann natürlich auch ein gewöhnliches Nudelholz benutzen. Die schwäbische Nudelvariante lässt sich am besten mit einem Spätzlehobel herstellen oder einem Maultaschenformer und für die berühmten Teigtaschen gibt es spezielle Ravioliausstecher.

Schritt 1: Die Teigherstellung

Für die Zubereitung benötigen Sie etwa eine Stunde. Keine Angst, das zieht sich zeitlich nur in die Länge, weil der Nudelteig zwischendurch noch ruhen muss. Ist eine gewisse Portion erst einmal vorbereitet, zaubern Sie ruckzuck ein leckeres Mahl. Und wenn es mal richtig schnell gehen soll passt auch eine fix angerührte Soße dazu. Jetzt aber zum Nudelteig, bei dem man sich eine Faustregel ganz leicht merken kann: Pro 100 Gramm Mehl nimmt man ein Ei.

» Grundrezept für Nudelteig

  • 300 g Mehl Typ 550 auf die Arbeitsfläche geben
  • In der Mitte eine Mulde formen.
  • Dort drei Eier einschlagen.
  • Eine Prise Salz dazu.
  • Alles zu einem geschmeidigen Teig verkneten.
  • Wenn der zu trocken ist, etwas Wasser dazugeben.

Gelungen ist der selbst gemachte Nudelteig, wenn er nicht mehr an den Händen klebt. Den zu einer Kugel geformten Teig in Klarsichtfolie wickeln und bei Zimmertemperatur mindestens 30 Minuten ruhen lassen.

Schritt 2: Nudelteig ausrollen

Da nicht jeder eine Nudelmaschine sein Eigen nennen kann, erkläre ich hier, wie Sie mit dem Nudelholz verfahren.

  1. Die Arbeitsfläche mit Mehl bestäuben.
  2. Darauf den Teig gleichmäßig ausrollen, mittig beginnen.
  3. Teigplatten nicht dicker als 2 mm werden lassen.

Schritt 3: Nudeln schneiden

Theoretisch können Sie sich nun jede erdenkliche Form aus der Teigplatte schneiden. Der Einfachheit halber empfehle ich Bandnudeln. Dazu feine dünne Streifen schneiden und immer versuchen möglichst gleichmäßig zu verfahren. Sonst kann es passieren, dass die Nudeln unterschiedlich gar werden.

Schritt 4: Selbst gemachte Nudeln kochen

Das Finale steht bevor und das geht wirklich ruckzuck. Setzen Sie einen Topf mit Salzwasser (10g Salz pro 1 Liter Wasser) auf. Sobald es kocht, die Nudeln vorsichtig hinein geben. Die Kochzeit beträgt gerade einmal 1 bis 2 Minuten. Wenn Sie die Nudeln vorbereitet haben und diese schon einige Zeit trocknen konnten, verlängert sich die Garzeit auf 3 – 4 Minuten. Bitte nicht mit kaltem Wasser abschrecken, es sei denn die Nudeln sollen als Salat weiter verarbeitet werden. Guten Appetit!

Übrigens: Pro Portion rechnet man etwa 100 g Mehl!

Selbst gemachte Nudeln haltbar machen

Wer sich nicht jedes Mal einen frischen Teig zubereiten will, kann seine selbst gemachten Nudeln auch haltbar machen. Dazu gibt es zwei Möglichkeiten:

Nudeln trocknen

Ich gebe zu, diese Variante ist etwas Sisyphusarbeit. Jede einzelne Nudel muss, wie ein Handtuch, aufgehängt werden. Im Handel gibt es zum Nudeln trocknen extra Nudelständer, manche nehmen aber auch einfach den Schmuckständer der Frau oder hängen die Teigstücke über Kleiderbügel. Ausgebreitet, auf einem Geschirrtuch, geht es auch, dann muss man aber aufpassen, dass die Nudeln nicht zusammen kleben.

Pastateig einfrieren

Der selbst gemachte Pastateig kann durchaus 1 bis maximal 2 Tage im Kühlschrank gelagert werden. Länger sollte man dies, wegen der Eier, nicht tun. Um den Teig länger haltbar zu machen, kann er eingefroren werden. Zur späteren Verarbeitung bitte langsam auftauen lassen.


Bildnachweise: © gioiak2 - Fotolia.com

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