Mückenstiche – Was tun, wenns juckt?

Mückenstiche – Was tun, wenns juckt?

Es ist Sommer, die Sonne scheint und Sie liegen nach dem Feierabend gemütlich am Strand oder auf der Terrasse. Plötzlich merken Sie ein fieses Jucken an der unerreichbarsten Stelle Ihres Körpers. Ein Mückenstich! So schlagen Sie zurück.

Warum Mücken stechen

Während sich die Männchen an Nektar laben, gehen einem die Weibchen unter die Haut. Für die Entwicklung ihrer Eier benötigen sie Blut und stechen aus mütterlichem Instinkt erbarmungslos zu. Besonders eifrig zwischen Abenddämmerung und Morgengrauen, an feuchtwarmen Tagen schon nachmittags. Dazu benutzen Sie keinen Stachel, sondern eine Art Saugrüssel, der kein Gift enthält. Im Speichel, der dabei übertragen wird, stecken jedoch Proteine, die beim Menschen eine Allergie auslösen können.

Warum es nur manchmal juckt

Die Mückenstichreaktionen können in fünf Stadien eingeteilt werden. Das ersten Stadium bleibt der Stich ohne Folgen. Im Stadium zwei tritt nur eine Spätreaktion auf: eine juckende Papel, sechs bis zwölf Stunden nach dem Stich. In Stadium drei juckt es sofort, aber auch noch nach einigen Stunden. Einstichstellen, die eine Woche zurück liegen, können durch frische Stiche reaktiviert werden. In Stadium vier gibt es nur noch Sofortreaktionen. Nach spätestens zehn Minuten fängt es an zu jucken. Nur wer längere Zeit mückenexponiert war, gelangt ins Stadium fünf: keine allergische Reaktion mehr, keine Symptome. Daher kratzen auf Safaris nur Touristen, nie Einheimische an Bläschen und Quaddeln. Jeder Mensch befindet sich bei verschiedenen Mückenarten in unterschiedlichen allergologischen Stadien. Auch wenn man zu Hause immun ist, kann ein Stich beim Landausflug Juck-Attacken auslösen.

Tipp
Für draußen eignen sich auch natürliche Repellent-Duftstoffe wie Citronella in Öllampen und Kerzen

Wie entsteht der Juckreiz?

Für den Juckreiz sind Substanzen verantwortlich, die mit dem Mückenspeichel in die Wunde gelangen. Sie sorgen für eine Art Entzündung, die das Gewebshormon Histamin aktiv werden lässt. Dieses lässt das Gewebe rund um den Stich anschwellen und erröten. Dabei werden die umliegenden Nerven gereizt – was sie dann schließlich in Form von Juckreiz anzeigen.

Wie man Mücken bekämpfen kann

Alternativ zur Jagd mit der Fliegenklatsche gibt es Insekten-Abwehrmittel (Repellents). Das Tropeninstitut in Basel hat die gängigsten Produkte getestet. Klarer Sieger ist der Klassiker Autan Active gewesen. Acht Stunden lang lang hält die Chemie Blutsauger in Schach. Als bestes Bioprodukt wirkt das Zanzarin Bio-Hautschutz-Öl fünf Stunden lang.

Ultraschall & Elektrofallen

Die Wirkung von akkustischen Abwehrmitteln, die mit ultrahohen Frequenzen den Mücken tierisch auf die Nerven gehen sollen, ist umstritten. Gefährlich ist die elektrische Kriegsführung. Werden angelockte Mücken durch elektrische Spannung getötet, explodieren sie mitsamt Millionen Bakterien, die es sich auf dem Insekt gemütlich gemacht haben. Diese fliegen bis zu zwei Meter weit durch die Luft und können Infektionen auslösen. Elektrofallen schaden also mehr, als sie nutzen.

Welche Hausmittel gibt es gegen Mückenstiche?

Gegen den Juckreiz nach Mückenstichen hilft Kühlung. Wer dafür Eiswürfel oder so genannte Cool-Bags aus dem Gefrierfach verwendet, sollte diese allerdings nicht direkt auf die Haut drücken, um keine Erfrierung zu riskieren. Auch Hitze kann bei juckenden Mückenstichen helfen. Sie zerstört ab einer Wärme 45 Grad das Protein im Mückenspeichel, welches die Hauptursache für den Juckreiz auf unser Haut ist.

Moskitonetz aufhängen

Ein Moskitonetz verhindert erfolgreich Mückenstiche. Wer oft im Freien sitzt oder einfach mal ruhig schlafen möchte, sollte daher ein Moskitonetz über Sitzgruppe oder Bett hängen. Günstige Produkte gibt es in diversen Online Shops im Internet bereits ab 12 Euro.

Mythen über Mücken

Es gibt zwei Mythen über Mücken, die sich hartnäckig in den Köpfen der Leute halten. Eines davon ist das Gerücht, dass die kleinen Tierchen bevorzugt Menschen mit süßem Blut stechen. Das ist allerdings Unfug. Süßes Blut gibt es nämlich gar nicht. Mücken richten sich stattdessen nach dem Co2-Ausstoß, also noch dem Atem oder auch Schweißgeruch.

Vereinfacht gesagt: Wer mieft, wird eher gestochen!

Der zweite Mythos ist fast noch verbreiteter. Ihm zur Folge werden Mücken vom Licht angezogen. Auch das ist nur ein Gerücht. Stechmücken interessieren sich nämlich nicht für Licht. Anders sieht das zum Beispiel bei Schnaken oder Zuckmücken aus. Die werden zwar vom Licht angezogen, gehen dafür aber nicht auf den Menschen. Stattdessen ernähren sie sich von Nektar und Wasser.


Bildnachweise: © Adiano - Fotolia.com

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