Kaltschaummatratzen im Test – Welche ist die beste?

Wenn Sie nachts nicht richtig schlafen können, dann liegt das vielleicht an der falschen Matratze. Stiftung Warentest hat 11 Kaltschaummatratzen getestet und herausgefunden, dass ein hoher Preis nicht gleich eine hohe Qualität bedeutet. Erfahren Sie hier, welche Kaltschaummatratzen im Test am besten abgeschnitten haben.

Matratzen können zu hart oder zu weich sein
Wenn wir abends ins Bett gehen, dann möchten wir uns in unsere Decke kuscheln und sanft einschlafen. Vielen Menschen gelingt das aber nicht immer so wirklich gut, weil sie auf der falschen Matratze schlafen. Sie ist entweder zu hart oder zu weich. Wer sich entschlossen hat, eine neue Matratze zu kaufen, der weiß meist nicht, für welche er sich entscheiden soll, da die Auswahl wirklich riesig ist. So gibt es Kaltschaummatratzen, Federkernmatratzen, Taschenfederkernmatratzen und Latexmatratzen. Stiftung Warentest hat 11 Kaltschaummatratzen einmal genauer unter die Lupe genommen und den Vergleichssieger unter ihnen ermittelt.

Liegeeigenschaft und Haltbarkeit
Getestet wurden Modelle aus dem Preissegment zwischen 320 und 500 Euro in der Größe 90 x 200 Zentimeter. Stiftung Warentest hatte im Test ein besonders Augenmerk auf die Liegeeigenschaft und die Haltbarkeit der Matratzen gelegt. Da eine Matratze nach circa zehn Jahren durchgelegen ist, wurde diese Abnutzung simuliert, indem eine Walze mit einem Gewicht von 140 Kilogramm 60.000 Mal über die Liegefläche rollte. Die Liegeeigenschaft ist besonders wichtig, da die Wirbelsäule in der Seitenlage immer eine gerade Linie bilden soll. Aus diesem Grund sind die meisten Matratzen im Schulterbereich und im Hüftbereich weicher. Ist die Matratze abgenutzt, dann sind auch die anderen Bereiche eventuell zu weich. Die Folge: Die Wirbelsäule ist beim Liegen nicht mehr gerade, was meist Rückenschmerzen verursacht.

Viscoschaumauflagen bieten keinen Vorteil
Angeblich sollen Matratzen mit einer Viscoschaumauflage für eine bessere Anpassung der Liegefläche an die Körperkonturen sorgen. Wie Stiftung Warentest berichtet, ist bei den meisten Matratzen die Liegefläche jedoch zu groß, was die Bewegungsfreiheit einschränkt. Viscoschaumauflagen erfüllen also nicht ihren Zweck und daher sollten Sie sich beim Kauf doch lieber für eine normale Kaltschaummatratze entscheiden.

Matratze kaufen – 5 wichtige Tipps
Wenn Sie sich entschieden haben eine neue Matratze zu kaufen, dann sollten Sie nicht irgendein Modell kaufen. Schließlich soll die Matratze ja auch viele Jahre ihren Zweck erfüllen. Stiftung Warentest rät, dass man eine Matratze alle zehn Jahre austauschen soll, auch, wenn sie noch nicht durchgelegen ist. Da man nachts bis zu einem halben Liter ausschwitzt sollte man eine neue Matratze aus hygienischen Gründen kaufen. Außerdem sind in den Matratzen nach zehn Jahren auch eine Menge Milben.

  1. Da Sie einen Großteil Ihrer Zeit auf der Matratze verbringen werden, sollten Sie sich nicht unbedingt für das günstigste Modell entscheiden. Zwar gilt nicht immer Preis gleich Qualität, aber investieren Sie lieber mal etwas mehr Geld in solch eine wichtige Anschaffung. Wenn Sie eine günstige Matratze kaufen, auf der Sie nicht gut schlafen können, dann werden Sie auch tagsüber mit den Folgen des Schlechtschlafens zu kämpfen haben.
  2. Kaufen Sie sich immer eine Matratze, bei der Sie den Bezug abnehmen und waschen können. Wie schon erwähnt, schwitzen wir nachts. Daher ist es aus hygienischen Gründen ratsam, dass Sie den Bezug der Matratze abziehen und waschen können.
  3. Die neue Matratze sollte genauso bequem sein, wie Ihre Schlafkleidung, d.h. sie sollte sich ihren Körperkonturen anpassen. Grundsätzlich sollten Sie sich beim Kauf auch mal auf die Matratze legen um zu überprüfen, ob ihre Schultern und Ihre Taille auch in die Matratze einsinken, damit ihre Wirbelsäule eine gerade Linie bildet.
  4. Wenn Sie sich unsicher sind, welche Matratze die richtige für Sie ist, dann lassen Sie sich doch einfach beraten. Ein Berater kann Ihnen sagen, welche Matratze für Sie am besten geeignet ist. Außerdem schaut er auch gleich nach, ob Ihre Wirbelsäule beim Probeliegen auch wirklich eine gerade Linie bildet.
  5. Matratzen kann man in unterschiedlichen Härtegraden kaufen. Für welchen Härtegrad Sie sich entscheiden sollten, müssen Sie abhängig von Ihrer eigenen Vorliebe und Ihrem Gewicht machen. Aber auch da kann Ihnen eigentlich nur ein Fachmann weiterhelfen.

Vergleichssieger kommen von Badenia und Schlaraffia
Unter den getesteten Kaltschaummatratzen haben die Badenia irisette Lotus und die Schlaraffia Bultex active care AC 400 am besten abgeschnitten. Beide erhielten das Qualitätsurteil GUT (2,2). Dabei ist anzumerken, dass die Schlaraffia Bultex active care AC 400 auch unter der Bezeichnung Schlaraffia bodyline Arte angeboten wird. Sowohl in der Kategorie Liegeeigenschaft als auch in der Kategorie Schlafklima konnten die Matratzen jeweils das Testurteil gut (2,4) erhalten. Unter den Matratzen mit Viscoschaumauflage hat die Sultan Flokenes von Ikea am besten abgeschnitten. Sie erhielt als einzige Matratze mit Viscoschaumauflage das Qualitätsurteil GUT (2,4).

Fazit:
Wer nachts gut schlafen möchte, der ist mit den Kaltschaummatratzen Badenia irisette Lotus und Schlaraffia Bultex active care AC 400 wirklich gut beraten. Mit einem Preis von 350 bzw. 500 Euro liegen sie noch im mittleren Preissegment. Denken Sie also immer daran, dass Sie sich beim Kauf nicht für die erstbeste Matratze entscheiden. Nur mit der richtigen Matratze können Sie morgens ausgeruht und entspannt erwachen.


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