Steuererklärung: Wer muss sie abgeben und was wird benötigt?

Steuererklärung: Wer muss sie abgeben und was wird benötigt?

Viele scheuen sich davor eine Steuererklärung zu machen, da dies immer wieder ein ziemlicher Aufwand ist. Aber wer muss sie eigentlich abgeben und was wird benötigt?
Für die meisten Menschen ist die Steuererklärung eine lästige Pflicht. Bis zum 31. Mai müssen die Unterlagen beim zuständigen Finanzamt eingereicht werden – zumindest von jenen, die kein Wahlrecht haben. Obwohl der Aufwand in mehr als 90 Prozent aller Fälle mit einer Erstattung belohnt wird, verzichten fast zwei Drittel der Steuerpflichtigen auf die Abgabe. Sie fürchten den Papierkrieg, sehen sich mit unverständlichen Regelungen konfrontiert und verlieren angesichts der ständigen Gesetzesänderungen (Steuer­änderungen 2013) den Überblick. Dabei geht es eigentlich ganz einfach.

Wir zeigen Ihnen hier, wer eine Steuererklärung machen muss, worauf es beim Zusammenstellen der Unterlagen ankommt und stellen Möglichkeiten einer hilfreichen Unterstützung mit noch mehr Steuertipps dar.

Wer ist zur Abgabe der Steuererklärung verpflichtet?

Sie empfinden die Steuererklärung als Qual? Dann halten Sie sich eines vor Augen: Die Höhe Ihrer steuerlichen Abzüge basiert lediglich auf einer Schätzung. In deren Rahmen finden steuerrelevante Ausgaben kaum Berücksichtigung. Mit der Steuererklärung haben Sie nun die Möglichkeit, die steuerliche Belastung an Ihre individuelle Arbeitssituation und Lebenssituation anzupassen – und können sich sehr wahrscheinlich über eine Rückzahlung freuen.

Zur Abgabe der Steuererklärung ist jedoch nicht jeder Arbeitnehmer verpflichtet. Grundsätzlich gilt: Durch die Formulare muss sich beispielsweise wühlen, wer:

  • von verschiedenen Arbeitgebern gleichzeitig Lohn bezogen hat.
  • Einkünfte erzielt, die nicht dem Lohnsteuerabzug unterliegen – sofern diese größer sind als 410 Euro.
  • mit dem Ehepartner gemeinsam veranlagt wird.
  • einen Freibetrag auf seiner Lohnsteuerkarte respektiv in der elektronischen Datenbank eingetragen hat.
  • Da auch Altersbezüge steuerpflichtig sind, müssen auch Rentner eine Steuererklärung abgeben, sofern der steuerfreie Betrag von monatlich 1250 Euro überschritten wird.

Welche Unterlagen werden benötigt?

Jede Steuererklärung besteht aus zwei wesentlichen Posten: Einreichen müssen Sie nicht nur die zum Ausfüllen bereitgestellten Formulare, sondern auch wichtige Bescheinigungen Ihres Arbeitgebers, der Banken und Versicherungen sowie auch Nachweise über getätigte Ausgaben. Zu den Formularen zählen neben dem Mantelbogen, in welchen Sie Sonderausgaben und außergewöhnliche Belastungen eintragen können, auch zahlreiche Anlagen. Hier können Sie zum Beispiel Beiträge für Ihre:

  • Krankenversicherung/Pflegeversicherung/Rentenversicherung angeben
  • Betreuungskosten abrechnen
  • Werbungskosten geltend machen
  • Angaben zu etwaigen Unterhaltszahlungen machen

Alle benötigten Formulare können Sie über das zuständige Finanzamt oder über die Homepage des Bundesfinanzministerium (hier) beziehen.

Was kann abgesetzt werden?

Von Bedeutung sind im Grunde genommen nur vier Gruppen von steuerrelevanten Ausgaben: Werbungskosten, Sonderausgaben, außergewöhnliche Belastungen und Ausgaben für Handwerker oder Hilfen im Haushalt. Was zu den einzelnen Gruppen gezählt wird, hier einmal etwas genauer:

» Werbungskosten:

Zu den Werbungskosten zählen sämtliche Ausgaben, die im Zusammenhang mit Ihrem Beruf stehen. Berücksichtigt werden dabei nicht nur Pendlerpauschale, Ausgaben für den Arbeitscomputer, Fachliteratur oder Kosten für die Betreuung von Kindern, sondern auch die im Zusammenhang mit einer Bewerbung entstehende Kosten.

» Sonderausgaben:

Als Sonderausgaben lassen sich hingegen sämtliche Ausgaben anführen, die im Rahmen der Altersvorsorge entstehen. Absetzen lassen sich darüber hinaus auch Spenden und Kirchensteuern.

» außergewöhnliche Belastungen:

Als außergewöhnliche Belastungen kommen wiederum Ausgaben für eine Scheidung oder aus einer Krankheit heraus entstehende Kosten infrage.

» Ausgaben für Handwerker oder Hilfen im Haushalt:

Diese Gruppe spricht im Prinzip für sich selbst. Viele haushaltsnahe Dienstleistungen lassen sich von der Steuer absetzen etwa für Haushaltshilfen, Pflegeleistungen oder Gartenarbeiten und Handwerksarbeiten.

Nehmen Sie Hilfe in Anspruch!

Sie trauen sich die Steuererklärung nicht alleine zu? Dann nutzen Sie die Möglichkeiten, die sich Ihnen bieten. Die Beratung durch einen Profi ist dabei nur eine Option. Denkbar ist auch die Nutzung einer speziellen Software, die Sie schnell und einfach durch die Steuererklärung führt und die erforderlichen Berechnungen sehr zuverlässig ausführt. Sie eignet sich auch für unerfahrene Anwender und hält den Aufwand so gering wie nur möglich.

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Bildnachweise: © Matthias Buehner - Fotolia.com

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