Kinderzimmer sicher machen – diese 3 Tipps sollten Eltern beherzigen

Kinderzimmer sicher machen – diese 3 Tipps sollten Eltern beherzigen

Wir können leider nicht jede Gefahr von unseren Kindern abwenden. Das ganz persönliche Reich lässt sich aber mit wenigen Handgriffen an der Kinderzimmer Einrichtung deutlich sicherer machen.

Das Kinderzimmer sicher machen

Wer Kinder hat, trägt eine extrem hohe Verantwortung. Die meisten Eltern sind sich dessen zum Glück bewusst und treffen schon beim Kinderwunsch vor der Geburt Maßnahmen, die das Leben der Kleinen sicherer machen. Hier gilt es das richtige Maß zu finden, denn in Watte packen darf man seinen Nachwuchs natürlich nicht. Leider ist es aber eine Tatsache, dass der häufigste Grund für ärztliche Behandlungen Unfälle sind. Geschätzt verunglücken jährlich etwa 1,7 Millionen Kinder, am häufigsten betroffen sind dabei Babys und Kleinkinder. Unfallquelle Nummer 1 ist das Kinderzimmer mit seinen Steckdosen und Lichtschaltern, Fenstern und Möbeln. Doch alleine Steckdosen mit Kindersicherung reichen nicht aus. Gefahren sind auf den ersten Blick nicht immer zu erkennen, wer sich aber damit befasst, kann das Reich der Knirpse um einiges sicherer machen.

Tipp
Ganz besonders zu empfehlen sind Holzfußböden, also Dielen oder Massivholzparkett, die allerdings auch ihren Preis haben.

Tipp 1: Natürlichen Fußbodenbelag verwenden

Zugegeben, wer in eine Mietwohnugn zieht, hat selten Einfluss auf den Fußbodenbelag oder Kinderteppich. Manche Vermieter lassen beim Thema ‘Teppich Kinderzimmer’ allerdings mit sich reden, sprechen Sie das Thema also ruhig an, wenn Ihnen der Belag im Kinderzimmer nicht zusagt und Sie anstatt von Teppich kinderzimmergerechten Holzboden oder Korkboden bevorzugen. Hausbesitzer sollten schon bei der Planung darann denken, dass die Kleinen die meiste Zeit im Kinderzimmer verbringen und vor allem auf dem Boden spielen. Im Idealfall wird eine Fußbodenheizung verlegt und beim Bodenbelag auf natürliche Materialien geachtet. Sicherheit im Kinderzimmer ist nicht nur Sturzprävention, sondern auch eine chemische Frage. Vor allem Bodenbeläge Vinyl und PVC-Böden ist nämlich häufig mit Weichmachern versehen, aber auch der Schaumrücken an Teppichen kann Schadstoffe enthalten. Diverse Prüfsiegel und Umweltzeichen machen es Eltern leichter, beim Kauf einen „gesunden“ Fußbodenbelag oder speziellen Kinderteppich zu finden, denn sie gewährleisten, dass der Teppich schadstofffrei ist. Die beste Lösung sind anstatt eines optisch ansprechenden Design Bodenbelags aber immer noch Bodenbeläge aus Kork und anderen natürlichen Materialien.

Tipp 2: Wickeltisch und Möbel kindersicher machen

Der Sturz von der Wickelkommode zählt zu den häufigsten Unfallursachen im Babyalter. Die wichtigste Sicherheitsmaßnahme, die Eltern deshalb beherzigen sollten ist: Lassen Sie ihr Kind niemals unbeaufsichtigt auf Wickelkommode oder Kinder Schrank liegen! Beim Kauf der Kinderzimmermöbel gehen Sie genau so sorgsam vor, wie beim Fußbodenbelag. Achten Sie auf geprüfte Qualität, erkennbar am TÜV-Siegel und GS-Zeichen. Im besten Fall werden Schrank und Wickeltisch wandseitig  angeschraubt, das verhindert plötzliches Umkippen. Außerdem sollte zum Wickeln ein „echter“ Baby Wickeltisch mit erhöhtem und gepolsterten Rand verwendet werden. Alternativkonstruktionen bergen die Gefahr, dass das Baby seitlich hinunter fallen kann.

Beim Kinderbett geht Sicherheit vor Schönheit, auch wenn die Kleinen sich ein Ferraribett oder einen Prinzessin-Lillifee-Schlafplatz wünschen. Kleinkinder schlafen immer noch am besten im Gitterbettchen. Beim Bettgitter ist auf einen schmalen Abstand der einzelnen Stäbe zu achten, so dass weder der Kopf durch das Babygitter hindurch gesteckt werden kann, noch die kleinen Händchen stecken bleiben. Kommt der Kinderwunsch nach einem Hochbett mit Rutsche, dass einem halben Spielplatz gleicht, auf, ist besondere Vorsicht geboten.

  • Beim Spielbett auf festen Stand achten, gerade auf glattem Laminatboden kann es leicht verrutschen.
  • Bei einem Hochbett mit Rutsche müssen integrierte Rutschen und Leitern fest am Bett montiert sein.
  • Der Freiraum hinter der Bettrutsche muss groß genug sein, so dass sich das Kind beim Abrutschen nicht an Möbeln oder Türen stoßen kann.
  • Das Bett immer weit genug vom Fenster entfernt aufstellen und eine Kindersicherung Fenster anbauen, damit das Kind beim Toben nicht gegen oder durch die Scheibe fallen kann.

Tipp 3: So vermeiden Sie blaue Flecken und eingequetsche Finger

Kinder sind ständig in Bewegung, probieren sich aus und vergessen dabei oft, welche Gefahren um sie herum lauern. Als Eltern können Sie zumindest die Unfallquellen im Kinderzimmer reduzieren und so das Kinderzimmer sicher machen.

  • Bringen Sie Ecken- und Kantenschützer vor allem überall dort an, wo sich ihr Kind den Kopf stoßen könnte.
  • Kindersicherung Steckdosen verhindern Unfälle durch einen Stromschlag, der ohne Steckdosenschutz möglich ist.
  • Verzichten Sie auf lange Gardinen und schwere Vorhänge.
  • Türstopper und eine Fenstersicherung Kind verhindern, dass sich das Kind die Finger verletzt.
  • Mit einem Treppengitter oder Baby Schutzgitter können Sie verhindern, dass Ihr Kleinkind die Treppen herunterfällt.
  • Beim schwedischen Möbelhaus gibt es spezielle Sperren, die verhindern, dass mit einer solchen Kindersicherung Schranktüren komplett geöffnet werden können.
  • Beim Schrank kaufen sollten die Schubladen mit einem Softauszug versehen sein, so dass sie nur sehr langsam schließen und auch nicht ganz raus gezogen werden können.
  • Stromkabel für Fernseher oder Lampen immer gut hinter Möbeln verstauen oder besser noch hinter der Fußbodenleiste.
  • Krabbelkinder stecken alles in dem Mund, Kleinteile von Spielzeug haben deswegen im Kinderzimmer nichts zu suchen.
  • Liegt zu viel Spielzeug herum, können Kinder darüber stolpern. Halten Sie also Ordnung im Reich der Kleinen!

Wie Sie sehen, ist das Kinderzimmer sicher machen gar nicht so schwer. In der Wohnung lauern für die Kleinen viele Gefahren, angefangen bei den Bodenbelägen über einen Schrank mit Schubladen bis hin zum Hochbett. Damit Ihre Kinder an keiner Kante hängen bleiben oder sich möglicherweise an Steckdosen verletzten können, gibt es mittlerweile eine Vielzahl an Möglichkeiten zur Kindersicherung, speziell zur Fenstersicherung und Steckdosensicherung. Dennoch sollte das Thema Sicherheit bei Kindern niemals auf die leichte Schulter genommen werden. Als Erwachsener kann man manchmal gar nicht um so viele Ecken denken, als dass man sich ausmalen könnte, wo überall Gefahr für die kleinen Bewohner droht. Helfen können allerdings unsere Tipps. Denken Sie aber auch daran, dass auch außerhalb des Kinderzimmers Gefahren möglichst zu beseitigen sind, vor allem in der Küche sollten Sie mit einem Herdschutzgitter sowie einer Schranksicherung und Schubladensicherung vorsorgen und schon beim Schranktüren kaufen an den Nachwuchs denken. Wenn Sie dies beachten, sollte zukünftig nichts mehr schief gehen.


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