Energieeffizienz beim Kühlschrank – Warum A+++ nicht immer die beste Wahl ist

Energieeffizienz beim Kühlschrank – Warum A+++ nicht immer die beste Wahl ist

Die Energieeffizienzklasse beim Kühlschrank sagt schon viel über den Stromverbrauch aus. Allerdings muss A+++ nicht zwingend die Beste sein. Worauf Sie noch achten müssen, hier lesen.

Bei der Anschaffung neuer Haushaltsgeräte steht die Energieeffizienzklasse ganz vorne auf der Entscheidungsliste. Besonders ein Kühlschrank verbraucht dauerhaft Strom und angesichts der Energiepreise lässt sich mit einem stromsparenden Modell viel Geld sparen. Doch was bedeuten die einzelnen Energieeffizienzklassen eigentlich und schützen sie generell vor hohen Verbrauchskosten?

Einteilung der Energieeffizienzklassen

Die Energieeffizienzklassen lassen sich relativ leicht erklären. Hier gilt schlechthin der Merksatz, dass das ausgewählte Modell umso sparsamer ist, desto grüner der Balken auf dem Hinweisschild abgedruckt ist. Hinzu kommt eine Kennzeichnung aus Buchstaben und Zeichen:

A+++ nicht immer sinnvoll

Nach dieser Erklärung kann man davon ausgehen, dass A+++ die beste Energieeffizient bedeutet. Dennoch kann ein besonders energiesparendes Modell mit A+++ im Einzelfall deutlich mehr Strom verbrauchen, als ein Modell, das vielleicht nur die Klasse A+ besitzt. Grund hierfür ist, dass der Kühlschrank für den eigenen Bedarf zu groß bemessen ist oder schlichtweg falsch genutzt wird. Ein Singlehaushalt oder ein Haushalt mit zwei Personen benötigt in der Regel keinen Kühlschrank nach US-Standard. Meist reicht ein Gerät mit einem Fassungsvermögen von bis zu 140 Litern vollkommen aus. Experten raten, für jede weitere Person 50 Liter Fassungsvermögen hinzuzurechnen (siehe Hinweise der Verbraucherzentrale).

Geldsparende Kaufkriterien

Worauf beim Kauf des Kühlschranks möglichst verzichtet werden sollte, ist ein innen liegendes Gefrierfach. Zum einen nimmt es maßgeblich Stauraum im Kühlschrank weg, zum anderen sind die integrierten Kühlfächer nicht geeignet, um längerfristig Gefriergut zu lagern. Sinnvoller sind Kombi-Geräte, deren Gefrierfach eine gesonderte Tür besitzt. Wer nun noch darauf achtet, dass das Gefrierfach eigenständig steuerbar ist, kann den Stromverbrauch deutlich senken. Energieeffiziente Kühlschränke richten sich somit also nicht nur nach der Energieeffizienzklasse.

Fehlerhafte Füllung macht Effizienz zunichte

! WICHTIG !

Im normalen Innenraum genügt eine Kühltemperatur von 7 Grad Celsius, im Gefrierfach sollte die Temperatur bei -18 Grad liegen.

Um in den Genuss eines geringen Stromverbrauchs zu kommen, muss nicht nur beim Kauf des Gerätes auf das richtige Kühlschrankmodell und dessen Energieeffizienzklasse geachtet werden. Auch bei der späteren Benutzung gibt es diverse Bedienungsfehler, die den Stromverbrauch erhöhen. So ist die Kühltemperatur in vielen Kühlschränken wesentlich zu niedrig.

Jede Eisschicht im Kühlschrank kostet Strom

Ebenfalls gilt es, die Vereisung des Gerätes zu minimieren. Jede Eisschicht unterbricht den reibungslosen Kühlprozess, sodass der Kühlschrank viel effektiver kühlen muss, um die geforderte Temperatur zu erreichen. Übrigens bedeutet ein leerer Kühlschrank oder ein leeres Eisfach nicht gleich, dass Strom gespart wird. Ganz im Gegenteil: Wenig befüllte Kühlschränke enthalten mehr Luft und die entweicht beim Öffnen der Tür. Im gefüllten Kühlschrank hingegen befindet sich wenig Luft, dafür jedoch Lebensmittel, die durch ihre Kühle die Temperatur halten.

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (58 Bewertungen, Durchschnitt: 4,50 von 5)
Loading...


Bildnachweise: © JackF - Fotolia.com

Weitere interessante Artikel

Kommentiere diesen Haushaltstipp

Bitte füllen Sie alle Felder aus