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Work-Life-Balance
Selbstreflexion als erster Schritt für privates und berufliches Glück
Im Beruf sind gerade Überstunden nötig, zu Hause brauchen die Kinder Unterstützung bei den Schulaufgaben und fürs Wochenende haben sich die eigenen Eltern angekündigt. Zeit, zu sich selbst zu finden oder mit dem Partner etwas zu unternehmen, fehlt schon seit Monaten. Die Folge: chronische Unzufriedenheit, denn die Balance zwischen Berufs- und Privatleben ist nicht mehr im Gleichgewicht.
"Es gibt vier Lebensbereiche. Geraten sie dauerhaft aus der Balance, entsteht Unzufriedenheit, die gesundheitliche und psychische Folgen haben kann", sagt die Autorin Hannelore Fritz. Neben der beruflichen Karriere und den privaten Beziehungen zur eigenen Familie und zu Freunden zählt sie dazu auch die Bereiche Gesundheit und Lebensgestaltung.
"Die Balance kann nicht immer da sein, sie muß permanent erarbeitet werden", weiß Fritz. Wer eine neue Stelle antrete, müsse zunächst meist viel in den Job investieren, um sich einzuarbeiten und zu etablieren. "In so einer Situation ist es sinnvoll, sich eine Frist von einem Jahr zu setzen, danach muß es wieder möglich sein, die persönliche Balance herzustellen", empfiehlt die Autorin.
Um das zu erreichen, sei es nötig, das eigene Leben immer wieder zu reflektieren und sich zu fragen, welche Gestaltungsmöglichkeiten derzeit offen stünden. "Durch äußere und innere Zwänge findet bei vielen Berufstätigen eine Entfremdung von den eigentlichen Wünschen, Zielen und Bedürfnissen statt", weiß Autorin Tania Rolus. Träume, Werte und Ideale änderten sich mit der Zeit. Um ihnen im Alltag gerecht zu werden, gelte es, sie immer wieder zu überdenken.
Dies dauerhaft zu verwirklichen, falle vielen Menschen schwer. "Sie geraten in ein Hamsterrad und arbeiten mehr und mehr, bis sich sogar die eigene Familie zurückzieht", sagt Fritz. So entstehe permanente Unzufriedenheit, auch wenn diese nicht sofort bewusst wahrgenommen werde.
Um aus einem solchen Teufelskreis auszubrechen, sei es entscheidend, sich über die derzeitige Lebenssituation im Klaren zu sein. Fragen wie "Wo stehe ich? Was beschäftigt mich? Ist dies der ideale Job? Was kann ich tun, um mein Leben mehr in meine Wunschrichtung zu lenken?" stellen sich die wenigsten regelmäßig, monieren beide Expertinnen.
Doch nur wenn Reflexion ein permanenter Prozess werde, ändere sich etwas. "Aus Sylvestervorsätzen wird meist nichts", ist Fritz überzeugt. Ein fester Terminplan könne bei der Umsetzung eines neuen Lebensstils helfen. Außerdem rät sie, sich Gesinnungsgenossen zu suchen, die Ähnliches wollen und mit denen man Erfolge und Misserfolge bespricht.
Buchtipps zum Thema:
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