Wasserkocher aus Edelstahl reinigen – 4 Hausmittel im Test

Wasserkocher aus Edelstahl reinigen – 4 Hausmittel im Test

Kalk, Fett und Fingerabdrücke auf einem Edelstahlwasserkocher sind unansehnlich und unhygienisch. Mein Test verrät, womit alles wieder glänzt.

Als sich meine letzte Kaffeemaschine verabschiedet hat, habe ich beschlossen, die Elektrogeräte in meiner Küche einheitlich aussehen zu lassen – zumindest die kleinen. Also wurde kurzerhand ein neues Set aus Toaster, Kaffeemaschine und Wasserkocher gekauft und zwar aus Edelstahl. Das sah richtig schick aus, glänzte und passte wunderbar zu den restlichen Küchenutensilien.

Leider währte die Freude nicht lange, denn Edelstahl hat den Nachteil, dass man jeden Fingerabdruck und Fettspritzer sofort sieht und diese auch lange haften bleiben. Entsorgen kam natürlich nicht in Frage, denn das Teil funktionierte einwandfrei und zur Kunststoffvariante wollte ich auch nicht wieder zurück.

Tipps-Recherche on- und offline

Also fing ich an, mich durch diverse Mittel zu probieren. Tipps, wie ich den Wasserkocher aus Edelstahl reinigen könnte, bekam ich von Freunden und Kollegen reichlich. Auch im Internet fand ich massenhaft weise Ratschläge und Hausmittel, die dann nach und nach getestet wurden. Damit wir uns nicht falsch verstehen, ich meine in diesem Fall den äußeren, also blanken Bereich. Das Reinigen von innen, sprich das Entkalken des Wasserkochers, ist ein anderes Problem, auf das ich hier aber nicht näher eingehen werde.

Ich darf schon einmal vorweg nehmen, dass mein Favorit letztendlich doch ein professioneller Edelstahlreiniger geworden ist. Warum? Ganz einfach, weil er mich überzeugt hat und ich keine Lust mehr auf Experimente hatte. Ausschlaggebend dafür, dass ich den Edelstahlreiniger überhaupt gekauft habe, war dieses Video.

Ob Sie letztendlich doch lieber auf altbewährte Hausmittel zurückgreifen, ist Ihnen überlassen. Nehmen Sie meine Erkenntnisse als Anregung und nutzen Sie gern die Kommentarfunktion am Ende des Beitrages, um uns Ihre eigenen Erfahrungen mitzuteilen.

❶ Mineralwasser – eher schlecht als recht

Bevor ich überhaupt anfing, die Außenseite meines Edelstahlwasserkochers zu reinigen, war ich schon skeptisch. Wie soll denn bitte schön eine Mischung aus Kalk, Fett und Flecken mit einfachem Mineralwasser abgehen?

Das Ganze funktionierte, wie vermutet, nicht. Der „Belag“ der sich zwischenzeitlich auf der Edelstahloberfläche gebildet hatte, blieb da wo er war. Ich schmierte mit meiner Putzaktion alles richtig breit. Mineralwasser fiel also bei meinem Test durch.

Wenn sich allerdings nur wenige Schlieren auf dem Wasserkocher befinden, lassen sich diese gut mit Sprudelwasser entfernen. Die kleinen Bläschen binden den Schmutz, wie bei einem chemischen Prozess. Mit einem weichen Tuch nachpoliert und alles glänzt wieder.

❷ Essig – Der Alleskönner

Ist Ihnen auch schon einmal aufgefallen, dass Essig die ultimative Putz-Lösung zu sein scheint? Egal wen man fragt oder wo man sich beliest, Essig taucht immer wieder auf.

Ehrlich gesagt, mag ich Essig nur in meiner Linsensuppe, zum Putzen verwende ich ihn höchstens in der Toilette. Ich mag den üblen sauren Geruch überhaupt nicht, muss aber gestehen, dass die Reinigungswirkung recht ordentlich ist.

Für meinen Test habe ich nur wenige Tropfen auf ein Putztuch gegeben und die Oberfläche des Edelstahlwasserkochers damit abgerieben. Wenn Sie ein helles Tuch benutzen, sehen Sie wunderbar wie viel Dreck sich damit entfernen lässt. Um den Geruch und die Restsäure loszuwerden, sollte mit klarem warmem Wasser nachgespült werden.

Essigkraft am Beispiel einer Edelstahlspüle

Auch die unschönen Kalkränder, die sich zwischen dem Plastikdeckel und dem Edelstahlgehäuse bilden, lassen sich mit Essig lösen. Das Non plus Ultra wäre gewesen, wenn ich den gesamten Wasserkocher in ein Wasser-Essig-Gemisch eingelegt hätte. Denn: Je länger die Säure einwirken kann, desto besser der Effekt. Um keinen Kurzschluss durch Restnässe zu fabrizieren, habe ich es dann aber gelassen. 😉

❸ Verdünnter Glasreiniger: perfekt zum Polieren

Sicher nicht ganz so umweltfreundlich wie Essig, dafür aber mindestens genauso effektiv ist eine Mischung aus 25% Glasreiniger und 75% Wasser. Um dem gereinigten Edelstahlwasserkocher wieder schönen Glanz zu geben, wirklich eine perfekte Methode.

Das Gemisch wird auf einem Lappen verteilt und der gesamte Korpus aus Edelstahl damit abgerieben. Anschließend mit einem separaten weichem Tuch (10er Pack Mikrofaser nur 13,95 Euro) trocken gerieben.

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Extratipp:

Beim Polieren immer nur in eine Richtung wischen, das verhindert unschöne Streifen.
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❹ Babyöl gegen fiese Fingerabdrücke

Der Vergleich hinkt vielleicht etwas, aber haben Sie schon einmal gefärbte Ostereier mit Speck eingerieben? Dieser alte Hausfrauentrick zaubert einen wunderschönen Glanz auf die Eier, ähnlich tut es Öl auf Edelstahl. Nach meinem Test (ich habe den Wasserkocher vorher natürlich gereinigt), waren wirklich alle Fingerabdrücke verschwunden.

Zum Einsatz kam ein Rest Babyöl, den ich noch zu Hause hatte. Man kann vielleicht auch Salatöl verwenden, aber das duftet natürlich nicht so schön und Babyöl lässt sich besser verteilen. Das Öl auf einen sauberen Lappen geben und damit den gesamten Edelstahlkorpus abreiben. Jetzt kommt das Knifflige: Sie brauchen mehrere Streifen Küchenkrepp um das überschüssige Öl wieder abzutragen.

Das Ergebnis sieht zwar gut aus, ich werde diese Methode am Wasserkocher aber nicht mehr anwenden, weil es mir einfach zu ölig ist. Auf Oberflächen die man nicht so oft anfasst, wie die Dunstabzugshaube (aus Edelstahl!), ist es sicher eine feine Sache.


Bildnachweise: © OlegDoroshin - Fotolia.com

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