Wände streichen – Schritt für Schritt Anleitung

Wände streichen – Schritt für Schritt Anleitung

Ist es bei Ihnen längst mal wieder an der Zeit, dass Sie Ihre Wohnung streichen? Dann ran an die Farbe und los geht’s. Hier finden Sie wertvolle Tipps und eine ausführliche Schritt für Schritt Anleitung zum Wände streichen.

Veränderung mithilfe einer neuen Wandfarbe

Sie wollen Veränderungen in Ihrer Wohnung schaffen? Nicht immer müssen Sie da gleich zu Tapete und Kleister greifen. Stattdessen sollten Sie einfach mal wieder Ihre Wände streichen. Farbliche Akzente und moderne Wandfarben peppen Ihre Wohnung nämlich wunderbar auf und verleihen ihr ein wohnliches Gefühl. Ob das Streichen bei Auszug nun Pflichtprogramm ist oder eher die gestalterische Veränderung im Vordergrund liegt – irgendwann kommt jeder einmal in den Genuss einer neuen Wandgestaltung. Wenn Sie ein paar Grundregeln beim Malern beachten, können selbst ungeübte Gelegenheits-Handwerker sehr gute Ergebnisse erzielen. Aus diesem Grund haben wir eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für Sie zusammengestellt, die Ihnen zeigt, wie Sie Ihre Räume richtig streichen und dabei optimal Ihre Wände gestalten.

Schritt 1: Die Planung

Ein Raum wirkt so lebendig oder erdrückend wie seine Decken– und Wandgestaltung. Haben Sie hohe Räume? Dann sollten Sie die Decke streichen – und zwar einen 10 cm breiten Streifen am Wandanschluss, in einem dunkleren Farbton. So kommt die Decke optisch ein bisschen herunter. Wollen Sie Ihre Räume hingegen höher wirken lassen, kommt ein hellerer Farbton für die Decke in Frage. Bei mehrfarbigen Wänden können Sie diesen streckenden Effekt durch vertikale Streifen noch verstärken. Wie Sie die richtige Wandgestaltung wählen und was Sie bei einzelnen Zimmern beachten sollten, erfahren Sie unter www.heimhelden.de.

Tipp
Achten Sie darauf, dass die Farbnummer auf dem Farbeimer oder der Rechnung vermerkt ist, falls Sie nachträglich nochmals Farbe benötigen.

Schritt 2: Der Einkauf

Wenn Sie Ihre Wände gestalten und streichen wollen, lassen sich Marken-Dispersionsfarben am einfachsten verarbeiten. Achten Sie dabei auf Qualität! Billigfarben benötigen nämlich meist einen Anstrich mehr. Damit rechnet sich der etwas höhere Preis der Markenfarbe. Lassen Sie sich im Baumarkt, Fachmarkt oder im Malergroßhandel am besten Farbtabellen zeigen. Auf diese Weise finden Sie Farbnuancen, die Ihren Wänden den richtigen Pfiff geben.

Die besten Produkte finden Sie im Fachhandel. Gegen alle Vermutung sind sie dort kaum teurer als im Baumarkt.

Wenn Sie die pefekten Wandfarben nun gefunden haben, lassen Sie sich die entsprechend Ihrer Quadratmeter benötigte Farbe maschinell mischen.

Zum Streichen benötigen Sie außerdem:

  • einen kleinen Flachpinsel
  • einen größeren Flachpinsel
  • einen Farbeoller mit Textilbelag und Teleskopstiel
  • ein Abstreichgitter

Schritt 3: Die Vorbereitung

Sie ersparen sich viel Mühe und Arbeit bei der abschließenden Reinigung, wenn Sie vor dem Zimmer streichen den Fußboden mit einem Vlies oder Folie auslegen (Tipp: alte Bettlaken verwenden). Kleben Sie diese Abdeckung an den Sockelleisten mit Malerkrepp fest. Genauso verfahren Sie mit Fenstern und Türen, indem Sie alle Flächen und Kanten abkleben, die nicht von Farbspritzern verunreinigt werden sollen. Wenn Sie dabei die Kanten exakt mit Malerkrepp abkleben, dient das gleichzeitig als sauberer Abschluss beim Streichen. So erzielen Sie besonders gerade Linien.

Schritt 4: Das Säubern der Wände

Überstreichen Sie keine alten Tapeten, denn damit erhalten Sie keine glatten Wände. Außerdem können sich diese Beläge beim Malern lösen. Beseitigen Sie diese deshalb genauso wie alte Anstriche. Die praktikabelste Lösung ist nach wie vor das „Abwaschen“ mit lauwarmem Wasser und einem breiten Malerquast.

Wenn die gesäuberten Wände getrocknet sind, nehmen Sie einen Wischtest vor. Wischen Sie mit einem sauberen Tuch an verschiedenen Stellen über die Wandflächen. Wenn immer noch Staub oder Farbreste haften bleiben, benötigt diese Wand nach dem nochmaligen, gründlichen Abkehren eine Grundierung mit einem Grundiermittel.

Wenn Sie ihre Wände streichen, benötigen Sie glatte Flächen. Die Wandfarbe lässt Unebenheiten viel deutlicher erkennen als eine Tapete. Bessern Sie deshalb Löcher und Risse mit Gips oder Feinspachtel aus und schleifen Sie die Stellen nach dem Trocknen. Wiederholen Sie diese Prozedur solange, bis Sie eine völlig glatte Fläche erzielt haben. Erst dann können Sie Ihre Wände richtig streichen.

Schritt 5: Was tun bei dunklen Untergründen?

Wände in Altbauten bestehen oft aus Kalkputz oder wurden früher dunkel gestrichen. Trotz aller Versprechen der Farbhersteller bezüglich der hohen Deckkraft ihrer Anstrichstoffe erzielt keine Farbe auf einem solchen Untergrund eine hochwertige Farbbrillanz. Deshalb sollten Sie dunkle Untergründe immer vorher mit einem weißen Anstrich versehen. Dazu eignet sich sogar eine einfache Dispersionsfarbe vom Baumarkt.

Schritt 6: Der Anstrich

Wenn Sie Wände und Decke streichen wollen, sollten Sie mit der Decke anfangen. Spritzer von der Decke auf der frisch gestrichenen Wand wären ja auch mehr als ärgerlich. Die Farbspritzer sollten Sie aber dennoch sofort abwischen. Streichen Sie zuerst mit einem Flachpinsel die Randkonturen an den abgeklebten Fenstern, Türen und Schaltern. Streichen Sie jedoch nur die Bereiche, die Sie gleich im Anschluss bei noch nasser Farbe vollflächig mit dem Farbroller anstreichen können. Nun sind die großen Flächen an der Reihe. Arbeiten Sie mit dem Roller anfangs kreuz und quer. Erst im letzten Arbeitsgang wird die noch nasse Farbe gleichmäßig in senkrechten Bahnen geglättet. Solange der Anstrich noch nicht völlig durchgetrockenet ist, sollten Sie die Abklebungen entfernen.

Wenn Sie sich hier zu lange Zeit lassen, reißen Sie die Farbe mit dem Klebeband wieder ab. Gerade bei gemalerten Streifen oder Mustern kann das ganz schön ärgerlich sein.

Wie Sie sehen, ist das Zimmer streichen mit unseren Tipps gar kein Problem. Achten Sie jedoch immer darauf, den Boden und die umliegenden Wände vor ungewünschten Farbklecksen zu schützen. Ist das bedacht, steht einer frischen, neuen Wandfarbe nun nichts mehr im Weg.


Bildnachweise: © Svenni - Fotolia.com, © geargodz - Fotolia.com

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