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Der Valentinstag - Entstehung und Bräuche
Entstehung des Valentinstages
Woher stammt aber das Fest der Liebenden? Seinen Ursprung hat der Valentinstag wie so oft in der römisch-katholischen Liturgie gefunden, in der am 14. Februar die Ankunft Jesu als himmlischer Bräutigam zur himmlischen Hochzeit gefeiert wurde. Dieser Teil der Liturgie wurde aber mit der Zeit vergessen. Da die kirchliche Liturgie oftmals auf vorchristlichen Bräuchen gründet, so gibt es auch Deutungen, die auf heidnische Feste gründet. Ein Beispiel dafür ist das römische Fest Lupercalia, das zu Ehren der Göttin Juno gefeiert wurde. Juno war unter anderem die Schutzpatronin der Ehe. Ein an diesem Tag erstelltes Liebesorakel sollte den Teilnehmenden bei der Partnerwahl helfen, außerdem gab es so eine Art „Fisch sucht Fahrrad“ Veranstaltung, in der die Namen von ledigen Frauen in ein Gefäß gegeben wurden, Männer diese Lose zogen und die entstehenden Pärchen eine Art Blind Date hatten. Männer, die verheiratet waren, schenkten ihren Frauen an Lupercalia Blumen. Die Legende von St. Valentin
Eine Legende über die Entstehung des Valentinstages rankt sich um den Bischof Valentin aus Terni. Er soll im 3. Jahrhundert willige Paare, die sich nicht an den Lupercalien beteiligen wollten, getraut haben, was dem römischen Kaiser Claudius missfiel. Denn dieser brauchte Soldaten und keine Ehemänner. Darauf hin soll der Bischof am 14. Februar enthauptet worden sein. Auch der Brauch des Blumenschenkens wird auf den Bischof zurückgeführt, da dieser angeblich verliebten, jungen Pärchen, die an seinem Klostergarten vorbeigingen, Blumen geschenkt haben soll. Die Vogelhochzeit
Die Legenden um den Bischof Valentin von Terni sind allerdings nur wenig belegt, eher lässt sich der Valentinstag mit schriftlich belegten Traditionen erschließen. Ein konkreter Hinweis ist zum Beispiel das "Parlament der Vögel" des englischen Dichters Geoffrey Chaucer. Dieses wurde zur Feier des Valentintages 1383 am Hofe König Richard II geschrieben. In diesem Gedicht wird die Vogelhochzeit beschrieben, in der jeder Vogel seinen Partner findet. Es gilt als eine Ehrung der Natur. Erhalten hat sich diese Tradition in westslawischen und einigen ostdeutschen Gebieten, in denen der Valentinstag mit dem Fest der Vogelhochzeit zusammen fällt.
Bräuche zum Valentinstag
Wenn man sich mit dem Valentinstag beschäftigt, steht natürlich auch die Frage nach den Bräuchen im Vordergrund.
In Groß Britannien und den USA werden traditionell Liebesgedichte oder Liebesbriefe, ausgetauscht. In den USA gibt es zudem so genannte Valentin-Partys. Sogar Haustiere werden in den Vereinigten Staaten von Amerika mit Valentinstaggeschenken beehrt. Da sich der Valentinstag in Deutschland erst nach dem 2. Weltkrieg mit den US-Soldaten etabliert hat, gleichen sich die Bräuche. Von Blumen bis Selbstgebasteltem reicht die Palette an Geschenken die am 14. Februar gemacht werden.
In Italien findet an diesem Tag jedes Jahr in Verona ein Wettbewerb um den schönsten Liebesbrief statt. In Finnland wird am Valentinstag die Freundschaft gefeiert. Sympathiebekundungen in Form von Karten und Geschenken erfolgen aber anonym. Auch im asiatischen Raum wird der Tag der Verliebten gefeiert. In China gibt des das Traditionelle Qixi-Fest, dass am 7. Juli gefeiert wird. An diesem Tag haben Mädchen ihre selbst gewebten Stoffe ausgestellt, damit sie von der Weberin beurteilt werden konnten. Je besser die Sachen, desto tugendhafter das Mädchen. Heutzutage tauschen Liebende nur noch kleine Geschenke. Im Zuge der Globalisierung ist der Valentinstag besonders in Großstädten ein Anlass zum Feiern. In Japan heißt der Valentintag auch White Day. Am 14. Februar schenken dabei die Frauen den Männern Schokolade. Dabei werden sowohl Freunde, als auch Kollegen und Chefs beehrt. Diese revanchieren sich dann einen Monat später mit weißer Schokolade, daher der Name.
Bild © by Helene Souza / pixelio.de
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