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Wenn Kinder unglücklich sind

Eltern sollten die Signale ihres Nachwuchses richtig deuten
Wenn dicke Kindertränen kullern, sind Erwachsene meist schnell mit Trost zur Stelle. Kinder müssen aber auch mal traurig sein dürfen. Das erste Unglücklichsein biete dem Kind die Chance für einen wichtigen Reifungsschritt, berichtete vor kurzem auch eine Eltern-Zeitschrift. Denn auf diese Weise lernt es, wie Kriesen bewältigt werden können.

Mütter und Väter können bei diesem Prozess helfen, indem sie ihrem Kind nicht alle Steine aus dem Weg räumen. Sie sollten es ernst nehmen, nicht zu schnell von seinem Kummer ablenken, das Unglück aber auch nicht verharmlosen. Eingreifen sollten die Erwachsenen, wenn sie merken, dass das Kind nicht alleine mit seinem Kummer fertig wird, etwa wenn der beste Freund wegzieht. Dann vermitteln sie ihm am besten die Botschaft, dass es immer noch erlaubt ist, sich über andere Dinge zu freuen.



Über kindliche Ängste sollten Eltern sich ebenfalls im Klaren sein. Diese manifestieren sich oft in Fantasiegestalten, etwa dem Monster im Bettkasten. Um solche Ängste zu mindern, sollten Mama und Papa ihren Sprösslingen das Gefühl von Halt und Geborgenheit geben. Denn die Kleinen vergewissern sich permanent, ob sie im Falle eines kritischen Ereignisses elterlichen Beistand haben. Experten raten darüber hinaus, die Ängste des Kindes nicht mit Kommentaren wie "Gespenster gibt es nicht" zu bagatellisieren. Für die Kleinen sind die Spukgestalten real und somit ein ernst zu nehmendes Problem.

Derartige Ängste können mit Monsterritualen und Räubergeschichten aufgelöst werden. Es hilft auch, wenn die Kleinen die Spukgestalten aufmalen oder beschreiben. Nicht selten verstecken sich dahinter Gefühle, die auf Angst vor Trennung, Verlassenwerden und Ausgeliefertsein hindeuten. Eltern sollten das Erzählte dann weiterspinnen und die Geschichte möglichst angenehm enden lassen.

Vielen Kindern, die vor dem Einschlafen unter nächtlichen Spukgestalten leiden, hilft ein so genanntes "Zauberspray", rät etwa ein Erziehungsportal im Internet. Eltern überreichen ihrem Nachwuchs ein solches imaginäres Spray und erklären ihm, dass damit die Monster und Gespenster verscheucht werden können.

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