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Übergewicht nur durch Gendefekt?

Da schlägt man sich selber mühsam von einer viel versprechenden Diät zur nächsten und sieht trotzdem keinen Erfolg. Während andere dagegen lustvoll schlemmen können, ohne auch nur das Geringste zuzunehmen.

In so einem Fall fühlt man sich schon einmal benachteiligt. Wenn man Schleckereien und Fettes nur anzusehen braucht, um unweigerlich an Pfunden zu gewinnen. Und im Restaurant sitzt der sprichwörtliche Spargeltarzan direkt am Nebentisch und bestellt gar eine zweite Portion.

Das Leben scheint sich dann mitsamt allen dünnen Personen gegen einen verschworen zu haben. Vielleicht nur um einen persönlich zu ärgern.

Das Bild scheint immer dasselbe zu sein: Dünne Menschen können nach Lust und Laune essen, während wohlbeleibte ständig mit ihrem Gewicht zu kämpfen haben und sich in den Fitness-Studios die Füße auf den Laufbändern wund laufen.

Bekannt ist, laut medizinischer Seite, dass es Menschen gibt, die eine ausgeprägte Veranlagung zur Einlagerung von Fetten haben und andere sich glücklicher und schlanker schätzen dürfen.

Also doch eine naturgegebene Ungerechtigkeit. Doch nicht jeder der dick ist, muss das bleiben oder sich in eine absurde Ausrede, wie etwa die seltene Elefantenkrankheit, retten. Es gibt schließlich genügend Beispiele, in denen das Abnehmen hervorragend funktioniert hat.

Diese Menschen sind aber höchstwahrscheinlich mit den Jahren oder auch plötzlich dicker geworden und waren ursprünglich mal sehr schlank. Das ist dann in der Regel eine berechenbare Erscheinung, die entweder mit zunehmendem Alter oder einem drastischen Lebenswandel zusammenhängt.

Eine kleine Aufmunterung kommt dieser Tage aus der Universität Essen-Duisburg. Johannes Hebebrand, von Beruf Humangenetiker, sagt, dass mindestens die Hälfte aller Übergewichtigen eine Art „Gen-Defekt“ besitzt.

Dabei liegt der eigentliche Defekt eher bei denjenigen, die trotz maßlosem Essen nicht zunehmen. Die Evolutionsgeschichte liefert die Antwort. In längst zurückliegender Vergangenheit war es von Vorteil, wenn man im Winter eine schützende Fettschicht vorzeigen konnte.

Zudem waren bei der Partnersuche auch dickere Frauen bevorzugt, da die „Männchen“ davon ausgingen, dass sie einen harten Winter überlebten und die Kinder gebären und versorgen konnten.

Mittlerweile sind etwa zehn Gene entdeckt worden, die für Übergewicht verantwortlich seien. Nun können diese allerdings nicht so einfach „abgestellt“ oder isoliert werden, doch man forscht bereits fieberhaft an Möglichkeiten der Eindämmung.

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Unser Lesetipp: Die 10 besten Tipps um dauerhaft abzunehmen...





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