Espressomaschinen Test – Filterkaffee hat ausgedient

Testsieger: Bosch VeroBar 100
Immer mehr Genießer trinken heute nicht mehr nur normalen Kaffee, sondern Espresso. Stiftung Warentest hat aus diesem Grund einen großen Espressomaschinen Test durchgeführt. Erfahren Sie hier, welche Espressomaschine am besten abgeschnitten hat.
Immer weniger Leute haben heute nur noch eine normale Kaffeemaschine zu Hause zu stehen. Häufiger sieht man in vielen Haushalten heute schon eher eine Espressokanne, die man auf den Herd stellt, oder aber auch vollautomatische Espressomaschinen. Der kleine Schwarze erfreut sich großer Beliebtheit, denn schließlich liefert er die Basis für viele leckere Getränke wie z.B. Cappuccino oder Latte macchiato. Mit einer vollautomatischen Espressomaschine kann man sich das italienische Flair nach Hause holen. Das Problem ist nur, dass viele Espressomaschinen wirklich sehr teuer sind. Teilweise sind sie sogar teurer als eine Waschmaschine. Dafür liefern sie aber auch perfekten Espresso, Latte macchiato und Cappuccino auf Knopfdruck.
Wie funktioniert eine Espressomaschine?
Ein richtiger italienischer Café, also Espresso, wird meist mit einer Espressomaschine zubereitet, die mit hohem Druck arbeitet. Bei vollautomatischen Espressomaschinen braucht man meist nur auf einen Knopf drücken und schon läuft heißes Wasser druckvoll durch ein Sieb voller Kaffeepulver. Für das frisch gemahlene Espressopulver sorgt die eingebaute Mühle. Für einige Geräte braucht man jedoch Espressokapseln. Den nötigen Druck erzeugt eine eingebaute Pumpe. Bei jeder einzelnen Tasse Espresso saugt die Espressomaschine das frische Wasser aus einem Tank. Anschließend im Brühvorgang wird das heiße Wasser durch das Espressopulver gedrückt. Die Ausgabedauer für einen Espresso sollte dabei ungefähr zwischen 25 und 30 Sekunden liegen. Nur so wird gewährleistet, dass auch wirklich die Geschmacksstoffe und Aromastoffe in den Espresso gelangen und nicht die Bitterstoffe.
Vorteile der Espressomaschinen
Der Vorteil vieler Espressomaschinen liegt darin, dass sie wirklich sehr guten Espresso zubereiten – und das alles auf Knopfdruck, denn dank eines Frischwasserbehälters und der Bereitschaftsfunktion sind die meisten Geräte wirklich schnell betriebsbereit. Man muss sie auch meist nicht einmal selber reinigen. Das Spülen, Reinigen und Entkalken wird meist automatisch durchgeführt. Die Vorteile solcher Espressomaschinen liegen also klar auf der Hand. Das einzige Problem ist nur, dass Espressomaschinen wirklich sehr teuer sind. Die Geräte im Test hatten einen Preis zwischen 600 und 1700 Euro.
Zubereitung eines perfekten Espresso
- Wasser: Das Wasser ist ein wichtiges Kriterium für die Zubereitung. Es sollte nicht zu sehr kalkhaltig sein. Komplett kalkfrei sollte es aber auch nicht sein, denn der Kalk trägt entscheidend zum Geschmack des Espresso bei. Die Wassertemperatur sollte bei 92°C liegen.
- Mahlgrad: Ideal ist nicht zu feines aber auch nicht zu grobes Kaffeepulver. Wenn das Kaffeepulver zu fein ist, dann wird es von dem Wasser aufgeschwemmt was dazu führt, dass sich das Pulver zusammenballt und nicht mehr komplett durchfeuchtet wird. Ist das Kaffeepulver zu grob, dann können meist die vielen löslichen Stoffe in der kurzen Brühzeit nicht herausgelöst werden.
- Mahlmenge: Die perfekte Mahlmenge liegt bei etwa 6 bis 7 Gramm.
- Crema: Einen wirklich gelungenen Espresso erkennt man an dem braunen Schaumhäubchen. Die Konsistenz der Crema sollte so fest sein, dass aufgestreuter Zucker nicht sofort versinkt. Besonders gut ist die Crema, wenn sie trotz Umrühren erhalten bleibt und sich die Schaumoberfläche wieder schließt.
- Tasse: Die Tasse sollte für einen Espresso stets vorgewärmt sein. Um den Geschmack nicht zu verfälschen sollten Sie am besten ein Gefäß aus Glas, Porzellan oder Keramik verwenden.
Testablauf
Insgesamt hat Stiftung Warentest 12 Espressovollautomaten einmal genauer unter die Lupe genommen. Bei diesem Test haben acht Verkoster tagelang frisch gebrühten Espresso aus Lavazza-Bohnen getrunken. Die Verkoster prüften die einzelnen Getränke dabei auf Geschmack, Geruch, Mundgefühl und Nachgeschmack. Natürlich überprüften Sie auch die Crema (Schaum). Erstaunlicherweise schmeckte ihnen so ziemlicher jeder einzelne Espresso relativ gut. Den besten und somit aromatischsten Espresso lieferte jedoch die De´Longhi ECAM und die Saeco Syntia. Der Cappuccino sah bei diesen Geräten jedoch nicht so schön aus, weil die Schaumschicht meist nicht stabil genug oder zu weich war. Insgesamt brühte Stiftung Warentest 4000 Mal Getränke mit jeder einzelnen Maschine auf. Da die Espressomaschinen sich wenig beeindruckt zeigten führte Stiftung Warentest weitere 2000 Brühungen durch. Alle Geräte hielten der Belastung stand.
Testsieger: Bosch VeroBar 100
Unter den 12 getesteten Espressovollautomaten hat die Espressomaschine Bosch VeroBar 100 am besten abgeschnitten. Als einzige Espressomaschine erhielt sie das Qualitätsurteil GUT (1,8). Sie bereitet Getränke angenehm leise zu und heizt auch schnell auf. Sie macht sowohl auf Knopfdruck sehr guten Espresso, Latte macchiato als auch Cappuccino. Mit einem Preis von ca. 1.000 Euro gehört sie aber auch zu den teuren Geräten im Test. Den besten Espresso brühen jedoch die De Longhi ECAM für 695 Euro und die Saeco Syntia für 585 Euro. Den besten Cappuccino bereitet die Jura Impressa C9 für 1.200 Euro zu.
Fazit
Wie der Espressomaschinen Test zeigt, sind teure Espressovollautomaten viel bequemer als die billigeren Geräte. Bei den teuren Geräten wird die Milch für die Crema entweder über einen Saugschlauch direkt aus der Tüte oder aus einem Milchbehälter gezogen. Bei den billigeren Geräten muss man den Milchschaum meist auf manuelle Art zubereiten. Diese Art der Zubereitung braucht viel Zeit und auch Übung.
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