Elektrische Zahnbürsten im Test – Testsieger kommt von Braun

Testsieger: Braun Oral B Triumph 5000
Elektrische Zahnbürsten sind sehr bequem zu bedienen. Stiftung Warentest hat 10 solche Zahnbürsten einmal genauer unter die Lupe genommen. Welche elektrische Zahnbürste im Test am besten abgeschnitten hat, lesen Sie hier.
Sind Sie eher ein Putzmuffel oder putzen Sie sehr engagiert jeden einzelnen Zahn? Putzmuffel empfehlen Zahnärzte immer wieder eine elektrische Zahnbürste, da diese sehr bequem zu bedienen ist. Es gibt nicht viele Menschen, die genug Ausdauer und Geschicklichkeit aufbringen, um die Zähne auch ohne elektrische Helferlein sauber zu bekommen. Aus diesem Grund sind heute schon in fast jedem zweiten Haushalt elektrische Zahnbürsten zu finden. Stiftung Warentest hat nun zehn exemplarisch ausgewählte elektrische Zahnbürsten getestet. Darunter neun Akkuzahnbürsten und eine Batteriezahnbürste.
Was für elektrische Zahnbürsten gibt es?
Grundsätzlich lassen sich zwei Systeme bei elektrischen Zahnbürsten unterscheiden: Elektrozahnbürsten mit runden Bürstenköpfen und schallaktive bzw. Sonic-Zahnbürsten. Als Einstiegsmodell für das elektrische Putzen der Zähne können Sie batteriebetriebene Handzahnbürsten ansehen. Aber worin unterscheiden sich diese drei Zahnbürsten-Arten nun genau?
» Rundkopfbürsten:
Bei den Rundkopfzahnbürsten schwingt der Rundkopf rotierend hin und her. Bei manchen Modellen pulsiert der Rundkopf zusätzlich auch noch. 4 400 Schwingungen pro Minute sind bei solch einer Zahnbürste durchaus möglich. Sind Sie geduldig genug, die Bürste an jedem einzelnen Zahn entlang zu führen, d.h. wenn Sie ein sehr putzeifriger Mensch sind, dann ist eine Rundkopfbürste genau das Richtige für Sie.
» Schallaktive Zahnbürsten/Sonic-Zahnbürsten:
Bei solch einer Zahnbürste reinigt nicht der Schalldruck, sondern die Vibrationen des Bürstenkopfes die Zähne. Schallaktive Zahnbürsten besitzen einen länglichen und recht großen Bürstenkopf, der in der gleichen Zeit mehr Zähne reinigt als eine Rundkopfbürste. 15 000 bis 21 000 Schwingungen pro Minute sind bei einer schallaktiven Zahnbürste keine Seltenheit. Da solch eine Zahnbürste nicht sehr genau über die Zähne geführt werden muss ist eine schallaktive Zahnbürste genau das Richtige für Putzmuffel.
» Batteriebetriebene Handzahnbürsten:
Solche Bürsten reinigen die Zähne nicht sehr gründlich. Außerdem sind sie nicht gerade umweltfreundlich, denn nach circa einem Vierteljahr muss diese Zahnbürste komplett entsorgt werden, da der Bürstenkopf nicht auswechselbar ist.
Teure Zahnbürsten reinigen nicht immer gut
Der Test hat gezeigt, dass nicht immer die teuersten Modelle auch die besten sind. Denn teure Modelle wie beispielsweise die elektrischen Zahnbürsten von Panasonic und Waterpik für 130 Euro bzw. 149 Euro reinigen die Zähne nur befriedigend. Wenn Sie eine gut reinigende Zahnbürste suchen, dann sollten Sie nicht gleich auf die teuersten Geräte zurückgreifen. Und ohnehin: Ohne persönlichen Einsatz wird selbst die beste elektrische Zahnbürste nicht viel bewirken können. Sie müssen schon mithelfen, damit die Zahnbürste ihre volle Reinigungsleistung entfalten kann.
Sechsjährige Benutzung wurde simuliert
Alle elektrischen Zahnbürsten wurden mit Hilfe einer Putzmaschine auf Herz und Nieren überprüft. Unter genau definierten Bedingungen musste jede Zahnbürste Beläge von Modellzähnen entfernen. In der Dauerprüfung wurde eine sechsjährige Benutzung simuliert. Weiterhin bewertete Stiftung Warentest auch die Handhabung der elektrischen Zahnbürsten. Fast jede zweite Zahnbürste liegt gut in der Hand und lässt sich unkompliziert bedienen. Zudem erreicht auch fast jede zweite Zahnbürste die hinteren Zähne ohne Probleme. Trotz alledem sollten Sie zusätzlich eine Interdentalbürste und Zahnseide benutzen.
Technische Details
Besonders teure elektrische Zahnbürsten sind mit vielen technischen Details ausgestattet. So lassen sich bei vielen Modellen z.B. unterschiedliche Geschwindigkeitsstufen einstellen. Einige Zahnbürsten signalisieren auch, dass die Putzzeit vorbei ist. Solch eine Funktion ist eine tolle Sache für Familien mit Kindern. Diese gewöhnen sich so nämlich viel leichter an die gründliche Zahnreinigung. Über den Stromverbrauch einer elektrischen Zahnbürste brauchen Sie sich keine Sorgen machen. Der Stromverbrauch ist nämlich recht niedrig und beträgt gerade einmal 5 Euro pro Jahr.
Testsieger kommt von Braun
Unter den neun getesteten Akkuzahnbürsten konnte sich die Braun Oral B Triumph 5000 den ersten Platz schnappen. Als einzige Akkuzahnbürste erhielt sie das Qualitätsurteil SEHR GUT (1,5). Mit 120 Euro gehört sie aber auch zu den teuersten Modellen im Test. Bei der Braun Oral B Triumph 5000 handelt es sich um eine Rundkopfbürste.
Deutlich preiswerter und sehr gut, was die Zahnreinigung angeht, sind die Braun Oral B Professional Care 500 und die Philips Sonicare CleanCare mit einem Preis von 30 Euro bzw. 41,50 Euro. Bei der Braun Oral B Professional Care 500 handelt es sich um eine Rundkopfzahnbürste, bei der Philips Sonicare CleanCare um eine Schallzahnbürste. Beide Zahnbürsten erhielten das Qualitätsurteil GUT (1,7).
Stiftung Warentest hat auch eine Batteriezahnbürste getestet. Dabei handelt es sich um die Colgate 360° SonicEnergy Medium. Sie ist mit 5,55 Euro zwar sehr günstig, aber im Test schnitt diese Zahnbürste nur mit dem Qualitätsurteil AUSREICHEND (4,0) ab.
Fazit:
Für welche Zahnbürste Sie sich entscheiden sollten, dass hängt ganz davon ab, ob Sie ein Putzmuffel sind oder nicht. Batteriebetriebene Handzahnbürsten sind allerdings grundsätzlich nur etwas für Einsteiger, die sich langsam an elektrische Zahnbürsten gewöhnen möchten.
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