Steuern sparen mit der Familie: 5 Tipps wie Sie an Ihr Geld kommen

Steuern sparen mit der Familie: 5 Tipps wie Sie an Ihr Geld kommen

Steuern sparen mit der Familie? Das geht! Hier 5 Tipps, die jeder kennen sollte, wenn er sich Geld vom Finanzamt zurückholen will.

Fast 120.000 Euro kostet ein Kind bis zum 18. Lebensjahr. Eltern müssen also monatlich tief in die Tasche greifen um Kleidung, Betreuung und Lebensmittel der „Kleinen“ zu finanzieren. Missen wollen wir sie aber trotzdem nicht, stimmt’s? Den Großteil dieser Ausgaben müssen Sie allein stemmen, aber mit ein paar kleinen Tricks können Sie sich einen Teil über die Steuererklärung zurückholen. Selbst das Kindergeld muss mit 18 nicht zwangsläufig enden. Unter bestimmten Voraussetzungen werden diese Leistungen bis zum 25. Lebensjahr gezahlt.

1. Kinderbetreuungskosten absetzen

Wenn sich die Großeltern, eine Freundin, eine Tagesmutter, der Kindergarten oder ein Hort um die lieben Kleinen kümmern, können Sie sich einen Teil der Kosten über die Steuererklärung vom Staat zurückholen:

  • Sie dürfen 2/3 Ihrer Kosten abziehen, maximal 4.000 Euro je Kind.
  • Für den Abzug müssen Sie gegenüber dem Finanzamt einen Antrag stellen.
  • Dies geschieht bei der Einkommensteuererklärung auf der „Anlage Kind“. Für jedes Kind muss eine eigene Anlage ausgefüllt werden.

2. Patchwork-Familie: Meine, deine, unsere Kinder

Wenn die Eltern sich getrennt haben, stellen sich steuerlich neue Fragen: Wer hat Anspruch auf Freibeträge und Kindergeld? Wer bekommt das Kindergeld, wenn das Kind mal beim Vater und mal bei der Mutter lebt? Was passiert, wenn sich geschiedene Partner mit Kindern in Patchwork-Familien wieder zusammenfinden?

  • Hier ist es nicht egal, wer das Kindergeld beantragt, da der Gesetzgeber in Zählkinder und Zahlkinder unterscheidet.
  • So kann selbst ein Kind, für das ausschließlich der ehemalige Ehepartner das Kindergeld bekommt, die Höhe des Kindergeldes in der neuen Partnerschaft beeinflussen (Quelle: steuertipps.de).

3. Kindergeld für volljährige Kinder ohne Ausbildungsplatz

Ab dem 18. Geburtstag gilt: Nur unter bestimmten Voraussetzungen wird weiterhin Kindergeld gezahlt. Wenn Ihr Kind keinen Ausbildungsplatz findet, kann es bei Ihnen berücksichtigt werden, wenn

  • es noch nicht das 25. Lebensjahr vollendet hat,
  • die Ausbildung, die Ihr Kind absolvieren möchte, für Ihr Kind möglich ist und
  • Ihr Kind sich um einen Ausbildungsplatz bemüht.

Selbst wenn Ihr Kind die Voraussetzungen nur an einem einzigen Tag im Monat erfüllt, kann es für diesen Monat bereits berücksichtigt werden! Die Agentur für Arbeit hält für diesen Fall einen Vordruck „Mitteilung über ein Kind ohne Ausbildungs- oder Arbeitsplatz (KG11a)“ bereit.

4. Pendlerpauschale für alle Berufstätigen

Wenn beide Elternteile berufstätig sind und gemeinsam im Auto zur Arbeit fahren, dann kann jeder für seine Strecke zur Arbeit Werbungskosten geltend machen! Abziehbar ist die Entfernungspauschale, das sind 30 Cent für jeden Kilometer, die die Arbeitsstelle von zuhause entfernt liegt (also die einfache Strecke). Umwegfahrten dürfen nicht geltend gemacht werden. Am einfachsten prüfen Sie mit einem Routenplaner oder Google Maps, wie groß die Entfernung ist.

5. Straßenspenden geltend machen

Wenn auf der Straße Spenden gesammelt werden und Sie oder Ihre Kinder ein paar Münzen in die Spendendose werfen, dann gibt es dafür natürlich keine Spendenquittung. Trotzdem honoriert der Staat die gute Tat. Geben Sie einfach in der nächsten Steuererklärung im entsprechenden Bereich (Sonderausgaben) an: „Straßenspende für Verein xy am (Datum) in Höhe von x Euro.“


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