Sind Vogelbeeren giftig?

Sind Vogelbeeren giftig?

Dass Vogelbeeren giftig sind, das wissen schon viele kleine Kinder. Doch stimmt diese Behauptung überhaupt oder kann man Vogelbeeren sogar essen?

Vogelbeeren enthalten Parasorbinsäure
Es ist richtig, dass die rohen Vogelbeeren so genannte Parasorbinsäure enthalten. Wenn man diese dem Körper zuführt, dann kann das bei größeren Mengen durchaus zu Problemen in Magen-Darm-Bereich führen. Meistens kommt es dann zu Übelkeit, Erbrechen und Durchfall, im Grunde also nichts lebensbedrohliches. Allerdings schmecken die rohen Vogelbeeren auch recht bitter, sodass davon auszugehen ist, dass niemand freiwillig größere Mengen davon verzehren würde.

Gekochte Vogelbeeren sind nicht giftig
Ganz anders sieht dies allerdings aus, wenn man die Vogelbeeren kocht und zum Beispiel eine Marmelade daraus macht. Vogelbeeren enthalten Parasorbinsäure in Form eines Glycosids (Parasorbosid), das beim Kochen weitgehend zerstört wird. Dann sind die schwarzen Beeren sogar sehr gesund, denn sie enthalten große Mengen an Vitamin C und Vitamin A. Auch kann man aus der Eberesche, wie sie eigentlich heißt, einen leckeren Likör oder einen Obstbrand herstellen.

Marmelade aus Vogelbeeren machen
Wenn man vor hat, Marmelade aus den Vogelbeeren zu machen, dann sollte man am besten den ersten Frost abwarten, bevor man die Früchte erntet. Dann werden die Beeren erst richtig süß und ergeben eine äußerst leckere und besondere Marmelade, deren Aroma sich so leicht keiner entziehen kann. Da die rohen Vogelbeeren ja sehr bitter schmecken muss man die Eberesche auch nicht unbedingt aus dem Garten verbannen, wenn man kleine Kinder hat. Keinem Kind würden die Vogelbeeren so gut schmecken, dass es davon mehr wie eine isst – und diese schadet nun wirklich nicht.


Bildnachweise: © schmaddl - Fotolia.com

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