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Schwarzer Tee
Der schwarze Tee unterscheidet sich durch vielerlei Sorten, die sich wiederum durch ihre Herkunft und die Art der Blätter unterscheiden. Der schwarze Tee selbst ist ein Baumgewächs, welches zur Gattung der Kamelien gehört. Es ist eine immergrüne Pflanze mit gezahnt dunklen lederartigen Blättern.
Zwei Ur-Teepflanzen werden unterschieden:
Chinesischer Tee (Thea Sinensis)
Diese Pflanze wächst in Zonen mit gemäßigtem Klima. Von ihr erhält man kleine, aromatische Blätter, die für hochwertigen Tee verwendet werden.
Assam-Tee (Thea Assamica)
Von dieser wild wachsenden Pflanze erhält man große, robuste Blätter, die für Tee mittlerer Qualität verarbeitet werden.
Durch Kreuzungen dieser beiden Ur-Teepflanzen erhielt man aromatische und widerstandsfähige Sorten. Das Aroma und die Tee-Güte jedoch hängen von Faktoren wie beispielsweise das Anbaugebiet, das dortige Klima, die Bodenbeschaffenheit, die Zeit der Erne und die Verarbeitung ab. Je höher die Lage, umso besser ist der Tee.
Darjeeling
Dieser Tee stammt aus dem Norden Indiens. Er zeichnet sich durch sein liebliches und dennoch intensives Aroma aus. Je nach Erntezeitpunkt ist der Tee etwas heller (Frühjahrsernte = Darjeeling First Flush), bzw. etwas dunkler (Spätere Ernte = Darjeeling second Flush, bzw. Darjeeling Autumnal = letzte Ernte von Oktober bis November).
Assam
Dieser Tee stammt aus dem gleichnamigen Gebiet, einer Hochebene in Indien. Er schmeckt würzig und kräftig und kann eine malzige Note enthalten. Dieser Tee stellt die Hauptgrundlage der bekannten Ostfriesenteemischung dar. Er harmoniert perfekt mit Zucker, Milch oder Sahne.
Ceylon
Der Tee der einstigen Kaffeeinsel zeichnet sich durch seinen besonders herb-aromatischen Geschmack mit einer leichten Zitrusnote aus. Er wächst hier in drei verschiedenen Höhenlagen.
Keemun
Ein milder schwarzer Tee mit leichtem Geschmack aus China. Durch seinen geringen Koffeingehalt und die wenigen Gerbstoffe ist er ideal für den Genuss am Abend. Dieser Tee kann in zwei verschiedenen Qualitäten erworben werden, zum einen die edle Variante „Keemun Imperial“, zum anderen die einfachere Qualität „Keemun Congou“.
Yunnan
Die erdige Note und ein volles Aroma zeichnen diesen schwarzen Tee aus der gleichnamigen Provinz in China aus. Eine weitere Variante dieses Tees zählt zu den grünen Tees und ist entsprechend der anderen grünen Tees weniger herb.
Schwarzer Tee - die Zubereitung
Doch allein guter Tee reicht nicht aus, um den besten Teegeschmack zu erreichen. Genauso wichtig, wie die Qualität des Tees sind die Qualität des Wassers, die richtige Dosierung und die entsprechende Ziehdauer. Der perfekte Teegenuss kann mit ein paar simplen Regeln leicht erreicht werden:
1. Das Aroma des Tees entfaltet sich am besten in weichem Wasser. Wer zuhause sehr kalkhaltiges Wasser hat, kann dies durch eine Kochdauer von 3-5 Minuten reduzieren. Die längere Kochdauer des Wassers wirkt sich ebenfalls positiv auf den Chlorgehalt aus. Bei sehr hartem Wasser ist für Teefreunde ein Wasserfilter absolut empfehlenswert.
2. Als Faustregel empfiehlt sich ein Teelöffel bzw. ein Teebeutel pro Tasse. Für den Aufguss sollte immer frisch kochendes Wasser verwendet werden.
3. Die Teekanne sollte aus Steingut, Porzellan oder Glas sein. Die Kanne selbst immer nur mit Wasser ausspülen und nie eine Kanne für Kaffee und Tee gemeinsam verwenden.
Die Ziehdauer ist abhängig von der gewünschten Wirkung:
Für eine anregende Wirkung sollte der Tee drei Minuten ziehen, eine beruhigende Wirkung wird bei einer Ziehdauer von 5 Minuten erreicht.
Nach mehr als 5 Minuten Ziehdauer wird der Tee bitter, die genaue Beachtung der Ziehdauer sind gut investierte Minuten des Lebens, die mit einem perfekten Teegenuss belohnt werden.
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