Schürfwunden behandeln – So wird’s gemacht

Schürfwunden behandeln – So wird’s gemacht

Unter Schürfwunden versteht man oberflächliche Wunden. Wenn man Schürfwunden behandeln möchte, dann muss man dabei auf einige wichtige Dinge achten.

Wie entstehen Schürfwunden?

Besonders Kinder sind sehr anfällig für Schürfwunden. Sie entstehen meist, wenn das Kind beim Spielen hinfällt. Betroffen sind dann häufig die Knie, die Arme und das Gesicht. Aber auch Erwachsene ziehen sich immer mal wieder eine Schürfwunde zu. Eine Schürfwunde entsteht, wenn die Haut an einer rauen Oberfläche entlang reibt. Bei Kindern handelt es sich bei dieser rauen Oberfläche meist um den Asphalt. Wenn während der Reibung auch noch große Wärme entsteht, dann besteht die Gefahr, sich auch noch eine Verbrennung zuzuziehen.

Schürfwunden sind schmerzhaft

Bei der Reibung entlang der rauen Oberfläche wird die obere Hautschicht abgetragen. Das ist meist sehr schmerzhaft, weil durch den Abrieb der oberen Hautschicht die Nervenenden freigelegt werden. Da die Oberhaut keine Blutgefäße besitzt, bluten Schürfwunden meistens nicht. Ist jedoch die darunter liegende Lederhaut auch verletzt, dann kann eine Schürfwunde stark bluten. Da es sich bei einer Schürfwunde nur um eine oberflächliche Verletzung handelt, bleibt auch meist keine Narbe zurück. Nur dann, wenn die Lederhaut mit verletzt wurde.

Wunde von Schmutz befreien

Um diese oberflächlichen Wunden schnell und effektiv zu versorgen, sollten Sie die Wunde zuerst vom Schmutz befreien. So können Sie verhindern, dass Keime in die Wunde eindringen und anschließend in die Blutbahn gelangen. Danach – ganz wichtig – müssen Sie die Wunde desinfizieren. Jod ist dafür am besten geeignet, aber auch Wunddesinfektionssprays werden heute sehr gerne dafür genommen. Diese dürfen heute in keiner Hausapotheke fehlen. Früher haben diese Mittel noch fürchterlich gebrannt, heute ist das nicht mehr der Fall. Wenn die Wunde nicht so dramatisch ist und sich an einer Stelle befindet, die nicht von einem Kleidungsstück bedeckt wird, dann können Sie die Wunde ruhig an der Luft trocknen und heilen lassen.

Wunde verbinden

Wenn die Wunde jedoch mit einem Kleidungsstück verdeckt wird, dann sollten Sie einen Pflaster drauf kleben. Blutet die Wunde sehr stark, dann sollten Sie eine Salbenkompresse oder eine Mullkompresse auf die Wunde legen und diese mit einer Gazebinde oder mit einem Schlauchverband an der Wunde fixieren. Wichtig ist, dass Sie die Wunde möglichst schnell versorgen, da sich diese sonst infizieren kann. Die Folgen sind dann meist starke Schmerzen, Hautrötungen und Schwellungen.

Zum Arzt gehen

Wenn die Schürfwunde sehr tief geht und auch verunreinigt ist, dann sollten sie auf jeden Fall zum Arzt gehen. Dieser entscheidet dann, wie die Schürfwunde am besten behandelt werden muss. Dieser kontrolliert dann auch noch einmal, ob Sie gegen Tetanusbakterien geimpft sind. Eine Tetanusimpfung ist deshalb so wichtig, weil sie Sie gegen die Erreger eines Wundstarrkrampfes schützen. Diese Erreger sorgen dafür, dass Muskelkrämpfe am ganzen Körper ausgelöst werden können. Es ist daher sehr wichtig, dass der Arzt Sie gegen diese Bakterien impft, wenn die letzte Tetanusimpfung länger als 10 Jahre zurückliegt.

Schürfwunden behandeln

Die Heilung von Schürfwunden können Sie beschleunigen, indem Sie auf die Wunde pflanzliche Mittel in Form von Salben oder Gele geben. Die Wunden heilen bei bestimmten Badezusätzen aber auch sehr schnell. Als sehr effektiv hat sich das Auftragen einer Hamamelissalbe gezeigt. Sehr gut bei solchen Verletzungen ist jedoch auch eine Ringelblumensalbe. Als antibakteriell und entzündungshemmend wirkt auch die echte Kamille und das Gel einer Aloe Vera. Diese ist als wahres Wundermittel bekannt, dass gegen so ziemlich alle Arten von Verletzungen helfen soll.


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