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Schimmelpilzuntersuchung durch den Fachmann

Schimmelpiluntersuchung Wenn der Schimmelpilz im eigenen Wohnumfeld entdeckt wurde oder wenn unerklärliche Erkrankungen von Bewohnern auftreten, für die es auf den ersten Blick keine Erklärung gibt, kann die Schimmelpilzuntersuchung durch den Fachmann sinnvoll sein.

Schimmelpilze sind im Alltag ständig präsent. Der Mensch und die Mikroorganismen gehören zusammen und der Schimmelpilz beeinflusst das Leben der Menschen wesentlich. Inzwischen sind rund 70.000 unterschiedliche Schimmelarten bekannt, wobei die gesamte Zahl der sogenannten Fungi überhaupt auf der Welt darstellen. Von diesen gesamten Arten sind rund 400 in der Lage, im oder auf dem menschlichen Körper zu wachsen. Diese werden als Mykosen bezeichnet und stellen durch die toxischen Substanzen, die sie absondern, gesundheitliche Gefahren für den Menschen dar.


Wer untersucht die Umgebung auf Schimmelpilze?
Wenn das Haus auf Schimmelbefall untersucht werden soll, ist der Baugutachter der richtige Ansprechpartner. Er kann den Schimmelbefall diagnostizieren und gegebenenfalls weitere Fachleute hinzuziehen, um die Auswertung von Schimmelproben durchführen zu lassen. Spezialisierte Unternehmen sind sowohl in den Gelben Seiten als auch im Internet zu finden. Aufgrund der zahlreichen Schimmelarten und auch der unterschiedlichen Herkünfte und Ursachen ist die fachmännische Beratung beim Schimmelbefall im Haus und in der Wohnung unerlässlich. Die Auswertung der Proben, die im Haus genommen werden, wird in der Regel von Biologen durchgeführt, die hierfür über die richtige Gerätschaft und die erforderliche Erfahrung verfügen. Gerade bei einem geplanten Hauskauf kann beispielsweise die Beauftragung eines Baugutachters sinnvoll sein, der sich auf die Untersuchung auf Schimmelpilze durch Materialprobenentnahmen und die Durchführung von Raumluftmessungen sowie Ermittlung von Schimmelpilzkonzentrationen spezialisiert hat.

Die Verfahren der Schimmeluntersuchung
Für den konkreten Nachweis von Schimmel ist eine Materialprobe unerlässlich. Allein die Untersuchung der Umgebungsluft durch Entnahme und entsprechende Untersuchungen kann schnell zu Fehlinterpretationen und falschen Diagnosen führen. So ist die Schimmelprobe unerlässlich, um sowohl den Schimmelbefall als auch die Art des Schimmels genau bestimmten zu können. Darüber hinaus kann basierend auf diesen Informationen auch die Behandlung der Umgebung konkret abgestimmt werden.

Viele Schimmelpilzarten sind in der Luft nur sehr schwer oder überhaupt nicht nachweisbar. Um eine konkrete Diagnose über den Schimmelbefall erstellen zu können, bestehend zwei Möglichkeiten der Untersuchung. Hierbei handelt es sich zum einen um die Abklatschprobe oder aber die Kontaktprobe.

Die Abklatschprobe wird so durchgeführt, dass ein vorbereitetes Nährmedium auf eine von Schimmelpilz befallene Stelle aufgedrückt wird. Dies kann an einer konkret und offensichtlich befallenen Stelle geschehen als auch in einem Bereich, von dem die Vermutung besteht, mit Schimmelpilz befallen zu sein. Die Probe wird nun in ein spezialisiertes Labor gebracht. Dort wird sie unter festgelegten Bedingungen bebrütet und nachfolgend untersucht.

Die Klebefilmmethode oder auch Kontaktprobe wird mit einem speziellen Klebefilm durchgeführt. Hier werden die vermuteten Schimmelpilze direkt von der befallenen Stelle auf eine durchscheinende Klebefolie aufgebracht. Die Untersuchung der Klebefolie erfolgt anschließend auf mikroskopischer Basis. Auch das Wachstum der Schimmelpilze kann auf der Klebefolie nachgewiesen werden. Sinnvoll ist diese Untersuchung immer dort, wo der Pilz lokalisiert werden soll. Auch die Quellen für den Schimmelpilz können so eingegrenzt werden. Die Klebefilmmethode wird in der Regel sowohl auf der Tapete als auch auf dem Wandputz oder dem Estrich durchgeführt. Auch Dämmmaterialien oder Holzteile können die Ursache von Schimmelbildung darstellen und bieten sich hier als zu untersuchende Objekte für die Klebefilmmethode an. Bis hin zu Blumenerde reichen die Objekte, die mittels Klebefilm einen Nachweis auf Schimmelpilze erfahren können.

Die Differenzierung der Schimmelpilzarten
Für die Bewertung der Schimmelpilze im Hinblick auf die gesundheitliche Beeinträchtigung ist die Differenzierung der Schimmelpilzarten in der Umgebung von entscheidender Bedeutung. Auch der Umfang sowie die Dringlichkeit der Wohngebäudesanierung wird aufgrund dieser Ergebnisse bestimmt. Die Art des Schimmelpilzes muss schon aus dem Grund bestimmt werden, um ein sowohl toxisches oder auch infektiöses Potential auszuschließen oder nachzuweisen. Hier ist der Stachybotrys charatarum beispielsweise ein sehr gefährlicher Wohnumgebung, der eine starke gesundheitliche Beeinträchtigung darstellen kann.

Was geschieht bei der Untersuchung der Proben?
Die Materialprobe wird zunächst im Labor stark zerkleinert und anschließend mittel sogenannten Verdünnungsverfahren genau untersucht. Damit ein Vergleich verschiedener Materialproben möglich ist, macht es für das Labor Sinn, genau abgewogene Materialproben zu untersuchen. So können die Häufigkeit und die Höhe der Belastung der Wohnräume durch einzelne Schimmelspezies genau bestimmt werden. Die Konzentrationsbestimmung der einzelnen Schimmelpilze und die verschiedenen Arten der Schimmelpilze, mit denen ein Umfeld belastet ist, geben umfassenden Aufschluss über weitere Vorgehensweisen und mögliche gesundheitliche Beeinträchtigungen.

Die Untersuchung auf Schimmelpilz sollte immer dem Fachmann überlassen bleiben. Zum einen ist er die richtige Person, um weitere Untersuchungen einzuleiten. Weiterhin kann der Fachmann auch eine Gesundheitsgefährdung ausschließen, die sich durch die Entnahme von Proben durch Laien – beispielsweise durch Einatmen von Sporen – ergeben könnte.

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