Schimmelpilzallergie – Welchen Formen gibt es?

Schimmelpilzallergie – Welchen Formen gibt es?

Die Schimmelpilzallergie hat in ihrer Häufigkeit sowohl die Hausstaubmilben als auch die Pollenallergie längst überholt. Wie Sie damit umgehen und was Ihnen Linderung verschaffen kann, verraten Ihnen unsere 10 Tipps.

Krank durch Schimmel

Das Schimmel Gesundheit und Wohlbefinden beeinträchtigt ist kein Geheimnis. Schimmelpilzallergie Symptome zeigen sich durch eine überempfindliche Reaktion auf die Schimmelpilzsporen. Der Kontakt mit menschlicher Schleimhaut veranlasst die Sporen, bestimmte Substanzen freizugeben. Diese können bei Allergikern ähnlich wie beim Heuschnupfen zu Allergie Symptomen und durch Schimmel verursachte Krankheiten wie Husten durch Schimmel, lang anhaltenden Niesanfällen, fließendem Schnupfen, Hautausschlägen oder sogar asthmatischen Anfällen führen. Besonders häufige und intensive allergische Reaktionen lösen die Schimmelarten Aspergillus, Cladosproium sowie Alternaria aus.

Warum ist die Schimmelpilzallergie so riskant?

Tatsache ist, dass sich Schimmelpilze im gesamten menschlichen Umfeld befinden. Gehäuft treten sie jedoch dort auf, wo warme und feuchte Bedingungen herrschen und wo zudem organische Stoffe zur Ernährung der Schimmelpilze zu finden sind. So sind Schimmelpilze sowohl auf Lebensmitteln, auf Tapeten, Papier, auf Stoff oder sogar auf Pflanzen, die sich im Keller, in der Küche oder im Bad befinden, vorhanden. Schimmel in der Wohnung und speziell Schimmel an der Wand und Schimmel im Schlafzimmer verlangen eine sofortige Schimmelbeseitigung, wenn Sie Schimmel Krankheiten vermeiden wollen. Und auch der Kühlschrank bleibt von Schimmelpilzen nicht verschont, die dann auch schnell auf die Lebensmittel übergehen. Die Aufnahme der Sporen, die der Fortpflanzung der Schimmelpilze dienen, findet dann über das Einatmen oder sogar die Nahrungsaufnahme statt. Im schlimmsten Falle geschieht dies in gehäufter Form, was die Schimmel Allergie und asthmatische Reaktionen letztlich mit auslösen kann. Es können durch Schimmel Gesundheitsschäden entstehen und das Thema sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden.

Bei Allergikern führen selbst kleinste Mengen von Schimmelsporen in der Luft und schon leichter Schimmelgeruch zu intensiven allergischen Reaktionen bis hin zum Allergieschock.

Die Diagnose der Schimmelpilzallergie ist schwierig

Schimmel in Wohnungen ist der häufigste Auslöser für eine Schimmelpilzallergie. Es ist jedoch nicht leicht, dies wirklich nachzuweisen. Wichtig ist zunächst die Eigenbeobachtung des Patienten. Bei welchen Gelegenheiten treten Niesanfälle, tränende Augen, Atembeschwerden oder andere Allergie Symptome auf? Besonders intensive Belastungen durch Schimmelsporen sind generell zwischen Mai und Oktober vorhanden. Darüber hinaus ist eine Unterscheidung zwischen nächtlichen und am Tage auftretenden Beschwerden zu treffen. Es gibt nämlich sowohl tag- als auch nachtaktive Schimmelpilze, die eben zu diesen Zeiten ihre Sporen freisetzen. Oftmals wird bei Schimmel Allergie Symptomen die Schimmelpilzallergie mit einem einfachen Heuschnupfen oder einer Lebensmittelallergie verwechselt. Wie können Sie nun krank durch Schimmel nachweisen? Im Zweifelsfall hilft hier nur ein Allergietest beim Allergologen.

Info
Häufig wird die Schimmelpilzallergien ausgelöst, wenn die Sporen von Schimmel eingeatmet werden.

Wie wird die Schimmelpilzallergie ausgelöst?

Oft werden absichtlich durch Schimmelpilze Lebensmittel hergestellt, was häufig produktionstechnische Hintergründe hat. So können allergische Menschen schon beim Genuss von Bier oder aber einem schimmelhaltigen Käse wie Camembert häufig schon Beschwerden bekommen. Neben den genannten Symptomen sind auch noch Bauchschmerzen und Durchfall und Erbrechen oder auch Migräneanfälle häufig die Symptome, die auf eine Schimmelpilzallergie hinweisen können und die nicht selten nach dem Genuss von schimmelpilzhaltigen Lebensmitteln auftreten.

Therapien gegen Schimmelpilzallergien

Wird von einem Allergologen nach einem Allergietest die Schimmelpilzallergie diagnostiziert, stehen zahlreiche spezielle Behandlungsmöglichkeiten für die Therapie zur Auswahl. Grundsätzlich ist die Medikamentierung von einem absoluten Kontaktverbot zu Schimmelpilzen und Allergenen begleitet. Sie müssen also soweit es geht aus Ihrem Leben sämtlichen Schimmel entfernen und vor allem in ihrer Wohnung auftretenden Schimmel beseitigen. Auch auf Lebensmitteln, die mit an sich unschädlichen Schimmelpilzen hergestellt werden, muss dann unbedingt wie bei einer Lebensmittelallergie verzichtet werden. Neben der Medikamentengabe für die Behandlung akuter Symptome wird häufig auch eine Diät verordnet. Hier werden allergieverdächtige Nahrungsmittel komplett vom Speiseplan gestrichen. Die konsequente Durchführung der Diät ist aber sehr schwierig, denn grundsätzlich sind erst einmal alle Nahrungsmittel häufig mit Schimmelpilzallergenen befallen, die einfach nur nicht sichtbar sind. Wichtig ist, dass Allergiker Obst und Gemüse nur gewaschen und auch geschält oder aber abgekocht verzehren. Langfristig kann eine Hyposensibilisierung die Schimmelpilz-Allergie bessern bzw. ganz verschwinden lassen.

Tipp 1: Regelmäßiges Lüften

Um dem Schimmel zu trotzen und Schimmelpilz Symptomen keine Chance zu lassen, sollten Sie unbedingt regelmäßig die Wohnung lüften. Nur so können Sie die Feuchtigkeit bekämpfen, die eine perfekte Lebensgrundlage für Schimmelpilze ist.

Tipp 2: Keine Luftbefeuchter verwenden

Wichtig ist auch, dass Sie alle Luftbefeuchter aus Ihren Wohnräumen entfernen. Diese werden vor allem im Winter gern verwendetet, wenn Heizungswärme die Feuchtigkeit aus der Luft zieht. Viele Menschen bekommen davon trockene Haut. Luftbefeuchter können dem zwar entgegen wirken, stellen allerdings perfekte Lebensräume für Schimmelpilze dar.

Tipp 3: Schimmelflecken sofort entfernen

Stockflecken sind typische Schimmel Symptome. In Bad und Küche sollten Sie diese umgehend entfernen. Schimmel in der Wohnung, Schimmel an der Wand und Schimmel im Schlafzimmer sind Gift für jeden Allergiker. Generell sollten Sie versuchen, Wasserschäden und Kondenswasserbildung im Haus zu vermieden und so schnell es geht auftretenden Schimmel entfernen. Hierfür gibt es im Fachhandel verschiedene Schimmelentferner. Bearbeiten Sie zum Schimmel entfernen Wand und betroffene Stellen großflächig, Schimmel breitet sich auch unter der sichtbaren Oberfläche aus und ist nicht immer exakt zu lokalisieren.

Tipp 4: Holzverkleidung vermeiden

Vermeiden Sie in Ihrem Wohnräumen so weit es geht Holzverkleidungen und Kacheln. Sie bieten für Schimmelpilze die besten Lebensgrundlagen und machen Ihnen als Allergiker das Leben schwer. Wenn Schimmel Wohnungen befällt ist Schimmel auf Holz meist der Ausgangspunkt für eine weitere Verbreitung des Schimmelbefalls. Bei Schimmel in der Mietwohnung sollten Sie sich an Ihren Vermieter wenden. In den meisten Fällen ist er für die Beseitigung des Schadens verantwortlich.

Tipp 5: Zimmerpflanzen entfernen

Allergiker sollten Zimmerpflanzen aus dem Haus verbannen. Besonders Hydrokulturen sind für Allergiker echtes Gift.

Tipp 6: Abfälle entsorgen

Wenn Sie unter einer Schimmelpilzallergie leiden, sollten Sie anfallende Küchenabfälle nicht lange im Haus behalten. Auch sie können Schimmel bilden und Ihre Allergie nur noch verschlimmern. Die Schimmelentfernung in der Küche sollte unverzüglich geschehen.

Tipp 7: Obst und Gemüse im Kühlschrank lagern

Die Obst– und Gemüselagerung sollten ausschließlich im Kühlschrank stattfinden. Der Kühlschrank sollte dabei etwa alle 2 Wochen mit Essigwasser ausgewaschen werden, damit der Schimmel Lebensmittel nicht befallen kann.

Tipp 8: Kompostkontakt vermeiden

Allergiker sollten Gartenarbeiten, die mit Kompostkontakten oder der Berührung von abgeschnittenen Planzenteilen in Zusammenhang stehen, absolut vermeiden.

Tipp 9: Rasenmähen vermeiden

Auch das Rasenmähen ist für Allergiker der Schimmelpilzallergie tabu. Die Sporen werden auf der Wiese nämlich durch das Mähen aufgewirbelt und so direkt vom Allergiker eingeatmet.

Tipp 10: Fliesenfugen regelmäßig reinigen

Auch Fugen von Boden- oder Wandfliesen in Küche und Bad sollten regelmäßig auf Schimmelbildung untersucht und bei Schimmel im Bad gegebenenfalls mit speziellen Schimmelentfernern entfernt werden. Regelmäßige Ausbesserung der Fugen ist für Allergiker Pflicht, damit Risse in den Fliesenfugen den Schimmelpilzen keinen Lebensraum bieten können. Genauso gehen Sie bei Schimmel am Fenster vor. Schimmel im Bad ist ein häufig auftretendes Phänomen und die Schimmelbeseitigung sollte demensprechend ganz oben auf ihrer Prioritätenliste stehen. Schimmelpilz Symptome sollten Sie frühzeitig erkennen und bekämpfen.

Krankheiten durch Schimmel sind kein Spaß. Die Schimmelpilzallergie ist schon allein deshalb eine so komplizierte Allergie, da Schimmelpilze zum Lebensumfeld des Menschen dazu gehören und somit in praktisch allen Bereichen zu finden sind. Selbst harmloser Schimmel in Wohnungen oder Sporen in nur geringer Ausbreitung können bei Allergikern schließlich zu Beschwerden führen und Schimmel in der Wohnung Krankheiten auslösen. Neben einer aufwendigen Hyposensibilisierung können Sie eine Menge bei der Schimmelbekämpfung tun, um den Auslöser für die allergische Reaktionen im Haushalt zu bekämpfen und so für Linderung zu sorgen.


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