Palmenpflege: Anleitung zum Düngen von Palmen

Palmenpflege: Anleitung zum Düngen von Palmen

Erst verfärben sich die Blätter, dann vertrocknen sie und fallen schließlich nur noch ab. Durch richtiges Düngen können Sie vermeiden, dass Ihre Palme eingeht.

Pflanzen bedürfen ausgiebiger Pflege

Es ist schon verrückt! Wir Deutschen geben rund 50 Millionen Euro jährlich für Zimmerpflanzen aus und werfen durchschnittlich 2,5 Grünpflanzen davon wieder auf den Müll – einfach weil sie eingegangen sind. Manche argumentieren dann mit dem nicht vorhandenen grünen Daumen, andere beteuern, alles für die Blumenpflege getan zu haben. Welches auch immer der Grund ist, es ist einfach ärgerlich, wenn man sich Monate- oder Jahrelang Mühe gibt und die geliebte Orchidee oder der Ficus wechseln trotzdem plötzlich vom satten Grün ins aschfahle Grau.

Beliebteste Zimmerpflanze – Die Palme

Am häufigsten in deutschen Wohnzimmern vorzufinden, und damit auf Platz 1 der beliebtesten Zimmerpflanzen, sind die Palmen. Vielleicht ist es das mediterrane Flair oder ein Hauch von Urlaub, den wir uns mit Palmengewächsen ins Haus holen wollen. Damit dieses Feeling aber auch lange bleibt, bedarf es der richtigen Palmenpflege. Diese Pflanzen sind Exoten, das sollte man nie vergessen!

Palmen sind ein anderes Klima gewohnt und müssen deshalb nicht nur entsprechend der Sorte gegossen, sondern auch regelmäßig gedüngt werden.

Palmendünger – Welcher ist geeignet?

Die meisten Palmen im hiesigen Raum werden in Kübeln und Töpfen innerhalb der Wohnung aufbewahrt. Und genau um diese soll es hier auch gehen. Ebenso wie es verschiedene Palmensorten gibt, gibt es im Handel auch den entsprechenden Dünger dazu. Meist wird dieser als spezieller Palmendünger ausgepriesen, was aber nicht zwingend für das passende Produkt sprechen muss.

3 Tipps, wie Sie Palmen richtig düngen

Je natürlicher Sie Ihre Palme düngen, desto mehr werden Sie von ihr haben. Im besten Fall verwenden Sie also Rinderdung oder Pferdemist. Letzterer ist weniger geruchsintensiv, aber auch nichts für empfindliche Nasen. Palmen, die in einem Wintergarten oder einem Raum stehen, der nicht täglich genutzt wird, können aber getrost mit dem Naturdünger versorgt werden.

Tipp 1: Chloridarmen Dünger verwenden

Achten Sie beim Kauf darauf, dass der Palmendünger chloridarm ist. Chlorid ist nämlich bereits im Substrat bzw. der Kübelerde vorhanden. Eine Überdosierung durch das Düngen schadet der Palme.

Tipp 2: Was sollte der Palmendünger enthalten

Die ideale Zusammensetzung für den Palmendünger gibt es nicht. Allerdings kann man von ein paar Regeln ausgehen, die den Kauf erleichtern, weil alle Inhaltsstoffe auf der Verpackung deklariert sein müssen. Enthalten sein soll:

  • Phosphor
  • Kalium
  • Magnesium
  • Stickstoff

Achten Sie darauf, dass der Phosphoranteil am geringsten ist. Das Verhältnis könnte dann wie folgt lauten:
✅ Phosphor 6%, ✅ Kalium 12%, ✅ Magnesium 5%, ✅ Stickstoff 16%.

Wichtig
Im Winter legen Palmen eine Ruhephase (Wachstumspause) ein und dürfen nicht gedüngt werden.

Tipp 3: Verwenden Sie Langzeitdünger

Viele Palmenliebhaber meinen, Sie müssten dem Substrat im Kübel Unmengen an Dünger zuführen, damit das geliebte Grün auch wirklich prächtig wächst und gedeiht. Damit erreichen Sie aber nur das Gegenteil. Sie überdüngen die Palme, die dann eingeht (Lesetipp: Was tun bei Überdüngung?). Wer auf Nummer sicher gehen will, verwendet am besten Langzeitdünger. Dieser wird nur einmal, nämlich im Frühjahr, aufgetragen.

Mit Blaukorn düngen – Warum Sie dies besser lassen sollten

Fällt das Wort Dünger, kommt im selben Atemzug meist das Wort „Blaukorn“ hinterher. Es scheint fast so, als hätten sich die blauen Kügelchen zu einer Art Volksdünger etabliert. Wer seine Zimmerpalmen aber nicht vollends ruinieren will, sollte auf Blaukorn komplett verzichten. Blaukorn ist ein Kunstdünger, der nur für die Verwendung im Freien gedacht ist. Außerdem hat dieser hinsichtlich gesundheitlicher Aspekte nicht den besten Ruf (siehe Beitrag: Wie giftig ist Blaukorn Dünger für Menschen und Tiere?). Von der Anwendung in Kübeln und Töpfen sollten Sie daher tunlichst Abstand nehmen, da sonst auch die Gefahr droht, dass Ihre Palmen regelrecht versalzen.


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