Ordnung im Keller schaffen & halten: Mit diesem 10-Punkte-Plan klappt’s!

Ordnung im Keller schaffen & halten: Mit diesem 10-Punkte-Plan klappt’s!

Kartons stapeln sich, die Tür geht kaum noch auf. Chaos im Keller macht diesen völlig nutzlos. Kein hoffnungsloser Fall, wenn Sie wirklich Ordnung schaffen wollen.

Ein Genie beherrscht das Chaos, nur die Dummen halten Ordnung – haha! Als Einstein das gesagt hat, wusste er noch nicht, dass sich Jahrzehnte später ganze Fernsehsendungen mit Messihaushalten beschäftigen werden. Okay, zugegeben, wer einmal nicht aufräumt, versinkt nicht gleich im Dreck. Aber mal ehrlich, haben Sie sich nicht auch schon unzählige Male gefragt, wo Sie jetzt dieses oder jenes Teil finden? Oder besser noch, wie Sie endlich System in Ihren Haushalt bringen?

Viele Familien nutzen den Keller als Abstell- und Aufbewahrungsraum. Dagegen ist auch nichts einzuwenden, wenn da nur nicht diese „das ist unser Möhlzimmer“-Mentatalität wäre. Irgendeinen Raum muss man ja haben, wo man alles verstauen kann, was ansonsten nur im Weg herum steht. Falsch gedacht! Abstellraum ja, Rumpelkammer nein! Wenn Sie den Keller endlich sinnvoll nutzen, Ordnung schaffen und auch halten wollten, dann lesen Sie meinen 10-Punkte-Plan.

❏ Phase 1 – Ausmisten

In der ersten Phase des Ordnungsschaffens geht es einzig und allein darum, Platz zu schaffen.

➤ Punkt 1: Zuerst den Müll raus

Es klingt vielleicht brutal, aber wer nicht lernt Dinge wegzuschmeißen, der wird auf der Strecke bleiben. Fangen wir mit dem Einfachsten an: Entsorgen Sie alles, was zur Kategorie Müll gezählt werden kann. Alte Zeitungen, Kartons, leere Gläser und Flaschen kommen in die entsprechenden Container. Pfandflaschen bringen Sie zum Supermarkt.

➤ Punkt 2: Kaputte Dinge braucht man nicht

Im Keller finden sich oft Geräte, die man irgendwann mal wieder gebrauchen kann. Ist das wirklich so? Überprüfen Sie Küchenmaschine, Fernseher, Staubsauger, Bohrmaschine und auch alte Fahrräder, ob diese überhaupt noch funktionieren. Wenn all diese Dinge Ewigkeiten im Keller verbracht haben, dann lohnt sich eine Reparatur nur selten. Also ab damit zur städtischen Abfallentsorgung, wo Sie neben Elektroschrott auch Sondermüll (wie Farben und Lacke) loswerden. Eine entsprechende Mülldeponie in Ihrer Stadt, finden Sie über das Branchenbuch Gelbe Seiten oder auf meinestadt.de.

➤ Punkt 3: Vermeintliche Schätze als  Platzkiller entlarven

Um überhaupt Ordnung im Keller schaffen zu können, brauchen Sie Platz. Ist der gröbste Müll entsorgt, geht es an die Dinge, die wirklich zur Aufbewahrung im Keller gelandet sind. Sie werden sich wundern, wie oft Sie etwas in die Hand nehmen und sagen: Achja, das habe ich ja auch noch. Sie haben es also nicht vermisst! Das sollte Anlass genug sein, sich von Taschen, Sprudelgeräten für die Füße, Gemüsehobeln oder was sich sonst noch alles für Schätze in Ihrem Keller befinden, zu trennen. Meine Devise: Was ich ein Jahr nicht in der Hand hatte, werde ich auch in Zukunft nicht brauchen.

➤ Punkt 4: Abschied nehmen, auch wenn’s schwer fällt

Es gibt Dinge, die landen nicht im Keller weil wir sie noch brauchen, sondern weil wir emotional daran hängen. Das können Erbstücke sein, Spielzeug aus den eigenen Kindertagen oder Kleidung, in die wir gerne wieder hineinpassen würden. Ich rate Ihnen nicht, nun alles komplett zu entsorgen. Machen Sie sich am besten kleine Haufen, nach dem Motto:

  • Ist mir besonders wichtig – muss bleiben
  • Ist mir nicht mehr ganz so wichtig – kann eventuell weg
  • Brauche ich definitiv nicht mehr

Stopp! Fallen Sie jetzt bloß  nicht in alte Muster zurück, indem Sie alles auf den ersten Stapel legen. Bei Erinnerungsstücken sprechen Sie sich mit der Familie ab. Manche Argumente helfen, dem Herzen die Entscheidung nicht all zu schwer zu machen. Gut erhaltene Sachen müssen auch nicht in den Müll. Im Internet findet sich vielleicht noch ein Liebhaber, oder Sie nehmen sich die Zeit und stellen sich einen Tag auf den Flohmarkt (siehe auch: Erfolgreich auf dem Flohmarkt verkaufen).

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➤ Punkt 5: Für ausreichend Licht sorgen

Im Dunkeln ist gut munkeln, aber keine Ordnung. Wenn Sie in den Keller kommen und die Beleuchtung nur spärlich ist, verleitet dies schnell, Dinge irgendwo abzulegen, wo Sie gar nicht hingehören. Gleiches gilt, wenn Sie etwas suchen. Je mehr Lichtquellen Sie also schaffen, desto besser. Keine Angst, Sie müssen nicht anfangen neue Leitungen zu legen! Für solche Zwecke eignen sich am besten kabellose LED-Leuchten mit integrierten Hängehaken. Diese kommen dann immer da zum Einsatz, wo von Ihnen das meiste Licht gebraucht wird.

❏ Phase 2 – Ordnung schaffen mit System

Auch wenn Sie durch das Ausmisten jede Menge Platz gewonnen haben, sollten Sie den Rest nicht wahllos im Keller verstauen. Wenn Sie jetzt kein durchdachtes System haben, bleibt die neue Ordnung nur von kurzer Dauer.

➤ Punkt 6: Mit Hängeschränken mehr Stauraum schaffen

Die Platzkapazität von Kellerräumen ist meist nicht besonders hoch. Umso wichtiger ist es, dass Sie nun (fast) jeden Quadratmeter ausnutzen. Mit Hängeschränken schaffen Sie nicht nur zusätzlichen Stauraum, Sie können auch sicher aufbewahren. Desinfektionsmittel, scharfe Reiniger, Farbdosen und ähnliches, bleiben so für Kinder unzugänglich. Sparen Sie Geld und nutzen Sie ausrangierte Hängeschränke, die Sie entweder selbst haben oder von Freunden bekommen.

➤ Punkt 7: Simpel aber effektiv – Haken als Ordnungssystem

Prangen an der einen Mauer die Hängeschränke, muss die gegenüberliegende Wand nicht leer bleiben. Bringen Sie Haken so an, dass große Gegenstände wie Ski oder Fahrräder optimal aufgehängt werden können. Was häufiger genutzt wird, wie die Räder, kommt natürlich weiter nach vorn.

➤ Punkt 8: Wasser- und schimmelfreie Aufbewahrung

Kellerräume, besonders in Mietshäusern, sind meist etwas feucht. Natürlich rieselt das Wasser nicht von den Wänden. Für wichtige Dokumente, Fotos oder hochwertige Kleidung kann aber schon die Bodenfeuchtigkeit und ständige Staubeinwirkung unersetzbaren Schaden anrichten.

Um obendrein noch Platz zu sparen, benutzen Sie für dessen Aufbewahrung am besten stapelbare Behälter. Wenn diese Kisten dann auch noch rundum dicht sind, gesehen im Aluboxen Shop, dann ist dies der optimale Schutz, für alles was länger im Keller verweilen muss.

➤ Punkt 9: Ordnung im Regal

Regale sind die meist genutzten, und auch praktischsten Möbel, um Ordnung im Keller zu schaffen. Aber auch hier gehen Sie beim Einräumen wieder mit System vor. Alles was nicht so häufig gebraucht wird, kommt in die oberste Etage. Das kann zum Beispiel Urlaubszubehör, wie Koffer, das Schlauchboot oder der Sonnenschirm sein. Dinge, die wiederholt genutzt werden, kommen in greifbare Höhe. Häufig sind dies Haushaltsutensilien, wie Toilettenpapier, Geschirrspültabs oder Staubsaugerbeutel.

➤ Punkt 10: Was Sie beschriften, finden Sie leichter wieder

Ob Weihnachtsdeko, Osterschmuck oder die Blumenkästen für den Balkon, manche Dinge braucht man nur zu einer bestimmten Zeit im Jahr. Alle Kleinteile gehören deshalb in eine Kiste oder einen Karton. Um später dann alles wieder zu finden, empfehle ich die entsprechenden Kartons zu beschriften. Damit muss man diese nicht erst aus dem Regal holen, um zu wissen, was drin ist.

Fazit:
Ordnung im Keller zu schaffen ist kein Wunderwerk. Wenn Sie nach einem gewissen System vorgehen und stetig am Ball bleiben um dieses einzuhalten, dann wird das Wort Chaos mit Ihrem Keller nie wieder im Zusammenhang stehen.


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