Obst und Gemüse richtig waschen – Das sollten Sie beachten

Obst und Gemüse richtig waschen – Das sollten Sie beachten

Auch wenn Rohes sauber aussieht, so ist dennoch Vorsicht vor Pestiziden geboten. Daher sollten Sie Obst und Gemüse immer richtig waschen. Wie man das macht, lesen Sie hier.

Die meisten Mineralien, Vitamine und Spurenelemente stecken beim Obst und Gemüse in der Schale. Was liegt also näher, als Äpfel, Birnen und Weintrauben so wie sie sind zu essen? Das Problem an der ganzen Sache ist jedoch, dass angebaute Lebensmittel wie Obst und Gemüse bis zur Ankunft bei uns, dem Endverbraucher, viele unterschiedliche Stationen durchlaufen und, um so lange haltbar zu bleiben, selbstverständlich auch dementsprechend nachbehandelt werden.

Darüber hinaus besteht – trotz allem ökologischen Landbau – nach wie vor der Einsatz von Pestiziden bei vielen Lebensmitteln. Diese schaden nicht zuletzt auch unserem Körper und können nur durch eine gründliche Reinigung vollständig entfernt werden. Aus diesem Grund ist es sehr wichtig, dass Sie Rohes aus dem Supermarkt gründlich waschen, bevor Sie es weiter zubereiten oder verzehren.

Doch welches sind eigentlich die besten Methoden für das Waschen von Obst und Gemüse und wie sieht es eigentlich mit Bio-Ware aus? Das alles erklären wir Ihnen hier einmal etwas genauer.

Obst und Gemüse richtig waschen – Das sollten Sie beachten

Küche: Material & Utensilien

Klar, es geht auch ohne, aber schön ist es schon wenn Sie auf die folgenden hilfreichen Utensilien zurückgreifen könnten.

» Küchenarmatur mit schwenkbarem Brausekopf (siehe Küchenarmatur)
Sehr praktisch. Denn die meisten Armaturen sind steif, unflexibel und irgendwie nie dort wo man sie gern haben möchte.

» Abtropfsieb
Verwenden Sie ein Abtropfsieb, damit das Obst und Gemüse nicht direkt in der unhygienischen Spüle oder vielleicht sogar im Abfluss liegt. Moderne Abtropfsiebe gibt es übrigens auch platzsparend als zusammenklappbares Modell.

» Gemüse & Kartoffelhandschuh (siehe hier)
Gefällt uns auch sehr gut. Hat man erstens den Dreck nicht an der Hand und zweitens lässt damit für alle „Schalen-Mitesser“ ganz fantastisch der grobe Schmutz entfernen.

Obst richtig reinigen:

» Äpfel und Birnen:

Untersuchungen haben gezeigt, dass bei Äpfeln und Birnen der Gehalt an Vitaminen und Mineralstoffen in der Schale höher ist als im Fruchtfleisch. Deshalb sollten Sie diese Obstsorten unbedingt mit Schale essen. Vorher müssen Sie diese aber gründlich unter lauwarmem Wasser waschen.

Das ist aber noch nicht alles. Äpfel besitzen nämlich meist eine gewachste Oberfläche. Diese können Sie durch das Abreiben mit Küchenkrepp aber ganz einfach entfernen.

» Zitrusfrüchte:

Es ist so, dass ziemlich alle Zitrusfrüchte aus dem Supermarkt mit Pestiziden behandelt wurden. Denn nur so können Sie auch die weite Reise zu uns nach Deutschland überstehen, ohne zu verderben. Sicherlich werden Sie jetzt denken, dass uns das eh egal sein kann, weil man ja Zitrusfrüchte normalerweise ohne Schale isst. Doch da täuschen Sie sich, denn es gibt so viele Rezepte bei denen gerade die Schalen der Zitrusfrüchte den Geschmack ausmachen.

Möchten Sie also die Schale von Zitronen, Orangen, Grapefruits oder Mandarinen zum Kochen oder Backen nutzen, dann ist es wichtig, dass Sie diese vor dem Verzehr gründlich mit Wasser waschen.

Gemüse richtig reinigen:

Am einfachsten werden Sie natürlich jegliche Rückstände los, wenn Sie Gemüse sorgfältig schälen. Doch bei manchen Sorten wie zum Beispiel bei Kartoffeln stecken vor allem in der Schale die wichtigsten Nährstoffe. Auch geschmacklich wären Paprika oder Tomaten ohne ihre Haut doch nur halb so schmackhaft. Eine gründliche Reinigung ist deshalb unumgänglich.

Wenn Sie Gemüsesorten kochen oder erhitzen, dann gehen zwar bereits sehr viele Keime verloren, dennoch sollten Sie auf das Waschen nicht verzichten, um ganz sicher zu gehen.

» Gemüse mit glatter Schale:

Rohes sollten Sie am besten unter lauwarmem, fließendem Wasser reinigen. In der Regel reicht es, wenn Sie Gemüsesorten mit einer glatten Schale wie zum Beispiel Tomaten oder auch Zucchini einfach nur abputzen und mit einem Tuch trocken reiben.

» Gemüse mit rauer Schale:

Ist die Schale rauer, wie bei Kartoffeln oder bei Gurken, dann lohnt es sich, eine Gemüsebürste zu benutzen. Mit dieser können Sie verschiedene Gemüsesorten problemlos putzen. Sämtliche Rückstände wie Sand, Erde oder auch andere Verschmutzungen werden so einfach und schonend entfernt.

Einige Modelle sind dabei besonders praktisch, denn sie besitzen sowohl eine weiche als auch eine harte Bürstenseite. So können Sie die weiche Seite für empfindlicheres Gemüse wie beispielsweise für Pilze nutzen, während die harten Borsten ideal für Karotten geeignet sind.

Wichtig: Die Bürste müssen Sie aber unbedingt nach jeder Benutzung mit heißem Wasser reinigen, damit alle Keime abgetötet werden.

» Salat:

Sie sollten Salat grundsätzlich nicht unter fließendem Wasser waschen, da das den Vitamin-C-Gehalt ganz deutlich senkt. Besser ist es, wenn Sie die Salatköpfe in einem Wasserbad putzen. Das ist besonders leicht, wenn Sie vorher schon einzelne Blätter abgezupft haben.

Obstwaschmittel/Gemüsewaschmittel nutzen

Wenn Sie möchten, können Sie grundsätzlich auch mit einem Gemüsewaschmittel bzw. Obstwaschmittel arbeiten. Dieses ist im Fachhandel (oder auch hier) erhältlich. Solche Waschmittel werden speziell für die Reinigung von Lebensmitteln entwickelt, basieren auf giftstofffreien und geschmacksneutralen Tensiden und hinterlassen noch darüber hinaus dank ätherischer Öle einen besonders frischen Duft.

Lebensmittelwaschmittel selber herstellen:

Sie können solch ein Lebensmittelwaschmittel aber auch ganz einfach selber herstellen. Sie benötigen dazu lediglich:

  • 1 Esslöffel weißen Essig
  • 1 Esslöffel Zitronensaft
  • 1 Tasse Wasser
  • 1 Sprühflasche

Einfach alles miteinander vermischen, aufsprühen, zehn Minuten einwirken lassen und dann gründlich abspülen.

Muss Bio-Ware gewaschen werden?

Früchte und Gemüsesorten, die ökologisch angebaut wurden, sollten Sie ebenfalls gründlich säubern. Vor allem dann, wenn die Sorten sehr dicht am Boden wachsen, sind sie in den meisten Fällen auch verschmutzt. Darüber hinaus sagt das Prädikat Bio nichts über die Sauberkeit aus – auch, wenn der Landbau ökologisch ist, so kann das Feld dennoch an einer viel befahrenen Straße liegen. Das Resultat ist dann eine Ablagerung schädlicher Stoffe auf der Haut oder den Blättern der Pflanze.


Bildnachweise: © Nmedia - Fotolia.com

Weitere interessante Artikel

Kommentiere diesen Haushaltstipp

Bitte füllen Sie alle Felder aus