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Met - der Honigwein

Der Trank der alten Germanen, Met oder auch Honigwein
Es muss nicht immer ein Caipirinha sein. Bieten Sie doch einfach einmal "Met on the Rocks" oder einen eiskalten Met-Prosecco-Mix an. Das kennt bestimmt noch niemand, obwohl Met vermutlich das älteste alkoholische Getränk der Welt ist.

Die Germanen haben den Gärvorgang vermutlich bei wildem Honig entdeckt und daraus die Kunst der Met-Herstellung schon vor ca. 3000 Jahren entwickelt. Seinen guten Ruf hat Met bis heute bewahrt. Selbst der erklärte Alkoholgegner Sebastian Kneipp befand: "Met tut viel Gutes, er bewirkt einen guten Appetit, fördert die Verdauung, reinigt und stärkt den Magen, schafft ungesunde Stoffe weg."

Der klassische Metansatz besteht aus zwei Teilen Wasser und einem Teil Honig. Da Enzyme der Biene die Mehrfachzucker des Nektars bereits in Traubenzucker und Fruchtzucker gespalten haben, läuft der Gärungsprozess relativ schnell an. Beschleunigt wird er, indem man Weinhefe hinzugibt, die für die Herstellung schwerer Weine wie Madeira, Sherry oder Port genutzt wird. Welche Zutaten (etwa Zimt, Ingwer, Muskatnuss oder Nelken) die Hersteller sonst beifügen, ist Firmengeheimnis.

Auch die Art der gewählten Hefe und des Honigs beeinflussen den Geschmack. Blütenhonig ergibt eher einen lieblichen, Wald- und Kastanienhonig einen herberen Met. Statt mit Wasser kann Met auch mit frisch gekeltertem Traubensaft, Johannisbeersaft oder einer Wasser-Saft-Mischung hergestellt werden. Die Ergebnisse schmecken so unterschiedlich wie Rotwein oder Weißwein. Wie bei diesen pendelt der Alkoholgehalt zwischen 12 und 14 Prozent.


Gesunder Honig
Wie jedes echte Naturprodukt besteht Honig aus einem Gemisch der verschiedensten Stoffe, die je nach Honigtyp und Herkunft ganz unterschiedlich ausfallen können und deshalb die wissenschaftliche Bewertung so schwer machen.

Hauptsächlich besteht Honig zu ca. 80% aus Zucker und zu 16 - 20% aus Wasser. Neben den hauptsächlichen Traubenzucker und Fruchtzucker enthält er noch eine ganze Reihe weiterer Zuckerarten wie Erlose, Maltose, Isomaltose und Melizitose. Des weiteren lassen sich Enzyme, organische Säuren, Aminosäuren, Mineralstoffe, Vitamine, Inhibine, Antioxidantien, Gerb-, Farb- und Aromastoffe nachweisen.

Honig ist hygroskopisch, das heißt er zieht Feuchtigkeit aus der Luft an. Als Folge kann es zur Gärung kommen. Honig sollte daher trocken und gut verschlossen aufbewahrt werden. Was ist Blütenhonig
Die Namen einer Pflanze dürfen Blütenhonig wie Linden-, Akazien-, Heide-, Raps- oder Kleehonig nur dann tragen, wenn sie zu mehr als 50% aus dem Nektar der entsprechenden Blüten stammen.

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