Küchenplanung: Tipps und Ideen für die perfekte Küche

Küchenplanung: Tipps und Ideen für die perfekte Küche

Die Küche ist das Herzstück eines jeden Zuhause. Die perfekte Planung ist also enorm wichtig. Mit einfachen Tipps und den richtigen Ideen steht der neuen Traumküche nichts mehr im Weg.

Ob Singlehaushalt oder Großfamilie – die Küche ist nicht nur ein Ort an dem gekocht wird. Vielmehr ist die Küche oft der Mittelpunkt des Hauses. Hier treffen Sie sich mit Freunden, Familienmitgliedern und Bekannten in geselliger Runde und genießen die gemeinsame Zeit.

Mit der Zeit wachsen natürlich auch die eigenen Ansprüche an eine Küche. Die Küche sollte genügend Stauraum bieten, praktisch sein, gut aussehen und dann natürlich kein halbes Vermögen kosten. Viele Punkte, die erst einmal untergebracht werden müssen.

Ob Sie nun umziehen und eine neue Küche benötigen oder Ihre alte Küche einfach erneuern möchten, bei der Planung gibt es allerhand zu bedenken und zu beachten. Eine Küche kostet schließlich viel Geld und soll dementsprechend natürlich auch eine ganze Weile halten. Ärgerlich, wenn Sie sich dann schon nach wenigen Jahren ärgern und denken, hätte ich es mal so oder so gemacht.

9 Tipps für Ihre neue Traumküche

✎ Tipp 1: Küche genau Maß nehmen

Bevor Sie anfangen die Schränke in Gedanken anzuordnen, sollten Sie erst einmal genau ausmessen, wie viel Platz Ihnen zur Verfügung steht. Seien Sie hierbei absolut genau. Ein kleiner Messfehler kann zum Verschieben der ganzen Küche führen.

Auch Fenster, Türen, vorhandene Steckdosen, Heizkörper, Winkel, Ecken und eventuelle Schrägen sollten bereits in den Grundriss mit aufgenommen werden. Das Aufmaß können Sie ganz einfach mit einem Zollstock aufnehmen. Viel praktischer messen Sie Ihre Küche mit einem Laser-Entfernungsmesser. Diese Geräte haben den Vorteil, dass Sie deutlich präziser messen als Sie es mit einem Zollstock machen können. Gerade, wenn Sie dabei sind ein Haus zu bauen, lohnt sich eine solche Anschaffung in jedem Fall. Eine erstklassige Auswahl in verschiedenen Preissegmenten finden Sie hier.

➣ Extra-Tipp: Wenn Sie einen Esstisch in der Küche wünschen, sollten Sie auch diesen unbedingt bei der Planung bedenken. (Lesetipp: Kleine Küche einrichten – 9 Einrichtungstipps für mehr Platz)

» Hier finden Sie unverzichtbare Tipps zum Messen der Küche

✎ Tipp 2: Welche Elektrogeräte sollen vorhanden sein?

Machen Sie sich schon im Vorfeld Gedanken welche Elektrogeräte Sie in Ihrer Küche unterbringen wollen. Ganz wichtig sind natürlich Kühlschrank, Herd und Backofen. Auch ein Geschirrspüler darf in einer modernen Küche nicht fehlen.

Mittlerweile ist die Technik soweit, dass Sie auch eine Mikrowelle mit in die Küche integrieren können. Das ist aber eher eine Preisfrage. Wer das Geld nicht unbedingt ausgeben möchte, kann sich seine normale Mikrowelle auch hinter seinen Schrank planen lassen. So verschwindet sie ebenfalls aus dem Sichtfeld und nimmt keine größere Fläche der Arbeitsplatte in Gebrauch.

» Hier finden Sie mögliche Einbaugeräte vorgestellt

✎ Tipp 3: Anordnung der Elektrogeräte

Die Anordnung der Elektrogeräte ist nicht nur wichtig, um sich unnötige Laufwege zu ersparen, sondern auch um den Stromverbrauch so gering wie möglich zu halten. Ganz wichtig ist hierbei, dass Kühlschrank und Herd weit entfernt voneinander stehen. (Lesetipp: Kühlschrank richtig aufstellen – So wird’s gemacht)

So können beide Geräte auch effizient genutzt werden. Der Herd neben dem Kühlschrank sorgt dafür, dass der Kühlschrank deutlich mehr leisten muss, um die kühle Temperatur zu halten. Das bedeutet wiederum, dass der Stromverbrauch in die Höhe schießt.

Neben der Anordnung der einzelnen Geräte ist auch die Energieeffizienz der Küchenelektrogeräte für den Stromverbrauch verantwortlich. Probieren Sie nicht alte Stromfresser in die Planung mit einzubringen, sondern investieren Sie lieber in sparsames Gerät. Hier lassen sich bis zu 70 Prozent sparen.

» Hier finden Sie mehr Informationen zu den Energieeffizienzklassen

Einmal jährlich den Stromanbieter zu vergleichen spart bares Geld. Websites wie Strompreis.org ermitteln recht unkompliziert die günstigsten Stromtarife:
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✎ Tipp 4: Genügend Arbeitsfläche

Gerade wenn Sie gern zusammen kochen, ist es enorm wichtig, dass Sie sich genügend Arbeitsfläche sichern. Nichts ist nerviger als ständig alles zu türmen oder von A nach B zu räumen, weil der Platz einfach nicht ausreicht.

Zum anderen sollte die Anordnung der Arbeitsfläche richtig gewählt werden, um den Arbeitsfluss nicht zu beeinflussen.

Die richtige Anordnung sieht folgendermaßen aus:
Zuerst kommt der Kühlschrank, indem die Lebensmittel gelagert werden, im Anschluss daran die Spüle, um das Gemüse gleich waschen zu können. Jetzt folgt eine etwas größere Arbeitsfläche, um Gemüse, Fleisch und andere Lebensmittel schälen, putzen und zerkleinern zu können. Im nächsten Schritt wartet der Herd mit Backofen. Hier werden die Lebensmittel zubereitet. Mit dieser Reihenfolge bieten Sie einen harmonischen Arbeitsweg, bei dem Sie nicht hin und her rennen müssen.

Die Anordnung ist natürlich kein Muss. Sie können Ihre Schränke auch wie gewohnt aufstellen. Hauptsache ist, dass Sie damit klarkommen.

» Hier finden Sie mehr Informationen zur Anordnung der einzelnen Bereiche

✎ Tipp 5: Stauraum schaffen

Mit das wichtigste in einer Küche, gerade in einem Mehrpersonenhaushalt, ist der Stauraum. Hier haben Sie mehrere Möglichkeiten zur Auswahl. Ob Hänge-, Unter-, Eck- oder Hochschränke – hier bekommen Sie einiges unter.

Sehr beliebt sind derzeit aber Auszüge, sprich Schubladen in verschiedenen Breiten und Längen. So gerät auch in der hintersten Ecke nichts in Vergessenheit. Besonders geschätzt sind die Auszüge wegen dem rückenfreundlichen Selbsteinzug und der automatischen Anschlagsdämpfung. So macht das Arbeiten in der Küche jetzt sogar Spaß.

Auch Apothekerschränke bieten eine große Fläche um Lebensmittel unterzubringen. Diese sind zwar etwas teurer, sind aber besonders in kleinen Küchen mit wenig Stellfläche äußerst beliebt und praktisch.

» Hier finden Sie verschiedene Stauraum-Modelle vorgestellt

✎ Tipp 6: Die richtige Arbeitshöhe

Die Arbeitshöhe kann von zu Person zu Person unterschiedlich sein. Daher ist es zuerst einmal wichtig, dass Sie darüber nachdenken, wer am häufigsten von Ihnen in der Küche tätig ist. Sollten Sie beide mit Eifer Kochen und Backen, sollten Sie sich in der Mitte treffen. Küchenarbeiten können schrecklich sein, wenn man sich entweder zu stark strecken und bücken muss. Zum einen macht Kochen so keinen Spaß und zum anderen sind Sie früher oder später von Rückenproblemen geplagt. (Lesetipp: Rückenschonende Hausarbeit – So beugen Sie Rückenschmerzen vor)

Die richtige Arbeitshöhe ermitteln Sie folgendermaßen:
Winkeln Sie Ihre Arme an und messen Sie die Strecke vom Fußboden bis zur Elle (Unterseite der Arme). Ziehen Sie davon ungefähr 10 bis 15 Zentimeter ab. Dann haben Sie das Maß, was Sie als optimale Arbeitshöhe gebrauchen.

» Hier eine Tabelle mit empfohlenen Arbeitshöhen bis 2,00 Meter Körpergröße

✎ Tipp 7: Die richtige Beleuchtung

Ohne die richtige Beleuchtung klappt in der Küche nichts, zumindest wenn es draußen anfängt schummrig zu werden. Besonders im Bereich der Arbeitsfläche sollten Sie immer genug Licht haben. Achten Sie darauf, dass die Beleuchtung keine Schatten wirft. Bei Rechtshändern sollte der Lichtstrahl immer von links und bei Linkshändern von rechts kommen.

In der Küche sollte eine ausreichend gute Grundbeleuchtung vorhanden sein. Spezielle Bereiche der Arbeitsfläche sollten zudem viel Helligkeit zum Arbeiten bieten und keine Schatten werfen. Sehr zu empfehlen sind praktische Unterbauleuchten für die Küchenschränke, die es beispielsweise hier bei Amazon gibt. Einfach zu montieren und deutlich günstiger, als wenn Sie solche Lichtobjekte in einem Küchenstudio dazubuchen.

➣ Extra-Tipp: Kleine Lichthighlights an den Unter- oder Oberschränken verwandeln die Küche in eine Wohlfühloase.

» Hier eine Checkliste für die Beleuchtungs-Planung kostenlos herunterladen

✎ Tipp 8: Ausreichend Steckdosen einplanen

Ein großes leidiges Thema bei vielen Hausfrauen sind die Steckdosen. Irgendwie sind doch nie ausreichend Steckdosen vorhanden.

Kaffeemaschine, Toaster, Wasserkocher, Mikrowelle – alle diese Geräte sind ständig in Gebrauch und benötigen Strom. Wenn dann noch der Mixer zum Einsatz kommen soll, geht das Problem schon los.

Gerade wenn Sie neu bauen, sollten Sie genügend Steckdosen in der Küche einplanen. Ungefähr 10 Steckdosen dürfen es in einer Küche schon sein.

» Hier finden Sie die Mindestanzahl an Steckdosen in Wohngebäuden als pdf-Datei

✎ Tipp 9: Anregungen holen

Es gibt in Ihrer näheren Umgebung sicher einige Küchenstudios mit einer kleinen Ausstellungsfläche. Solche Besuche können ungemein bei der Planung helfen. Oft wissen wir Laien gar nicht welche verschiedenen Möglichkeiten es gibt und wie man eventuelle Platzengpässe geschickt kaschieren kann. Schnappen Sie sich also Ihren Partner oder Partnerin und schauen Sie sich ruhig die ein oder andere Küche an und lassen Sie sich insperieren.

» Hier finden Sie die 220 besten Küchenstudios in Deutschland


Bildnachweise: © Iriana Shiyan - Fotolia.com

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