Katzen füttern – 8 Regeln

Katzen füttern – 8 Regeln

Wie viel Nahrung eine Katze braucht, hängt vom Körpergewicht ab. Wenn Sie ihre Katzen richtig füttern möchten, sollten Sie sich an die folgenden Regeln halten.

Katzen sind Fleischfresser
Katzen sind wahre Fleischfresser. Deshalb verdauen sie auch proteinreiche und fetthaltige Kost besonders gut. Stärkehaltige Kost (Reis, Kartoffel, Mais) können sie dagegen eher schwer verdauen. Ein Kater, der von Natur aus kräftiger ist, wird ein wenig mehr Futter brauchen, als eine kleine, zierliche Katze. Die genaue Portionierung können Sie mit Ihrem Tierarzt besprechen. Dieser kann Ihnen auch ein Katzenfutter empfehlen, wobei das angebotene Futter, das es im Handel zu kaufen gibt, für Stubentiger eigentlich ideal ist – zumindest für gesunde. Denn wenn ein Tier krank ist, braucht es auch eine andere, eine spezielle Nahrung.

Katzen vertragen kein Hundefutter
Eine Katze sollte über die Nahrung unbedingt essentielle Aminosäuren (Taurin), Aminosäure (Arginin), essentielle Fettsäuren und Vitamin A und Niacin zu sich nehmen. Bei Niacin handelt es sich um ein Vitamin der B-Gruppe. Aufgrund dieser Tatsache sollten Sie Ihre Katze niemals mit Hundefutter füttern, da dieses zu proteinreich und stärkereich ist. Zudem enthält es zu wenig Fett und außerdem fehlen im Hundefutter die für Katzen lebensnotwendigen Aminosäuren. Wenn Sie also einen Hund und eine Katze zu Hause haben, dann sollten Sie auch für jedes Tier spezielles Futter kaufen. Ein Mangel an Taurin kann bei einer Katze nämlich zur Erblindung und zu Herzerkrankungen führen. Ein Mangel an Arginin kann sogar tödlich sein.

Katzen füttern – 8 Regeln

  1. Geben Sie Ihrer Katze zweimal bis dreimal am Tag eine Portion Nassfutter und das wenn möglich auch immer zur gleichen Tageszeit. Das reicht in der Regel für den ganzen Tag aus. Zusätzlich können Sie noch Trockenfutter bereitstellen, das Sie entweder in einer Schüssel frei zugänglich aufstellen oder es nur ab und zu geben. Es kommt ganz darauf an, ob Ihre Katze eher dick oder dünn ist.
  2. Wie viel Sie Ihrer Katze zu fressen geben müssen, können Sie auf der Verpackung des Katzenfutters ablesen. Es kommt aber auch hier immer darauf an, ob ihre Katze dick oder dünn ist. Wenn Sie beim Streicheln Ihrer Katze die Rippen fühlen, dann ist das perfekt. Wenn nicht, dann müssen Sie die Futtermenge auf jeden Fall verringern.
  3. Wenn Sie das Katzenfutter im Kühlschrank oder an einem anderen kühlen Ort lagern, dann sollten Sie es aufwärmen, bevor Sie es Ihrer Katze zu fressen geben. Zu kaltes Futter kann nämlich die Magenschleimhaut reizen, was dann zum Erbrechen führen kann.
  4. Nach dem Fressen sollten Sie nicht gleich mit Ihrer Katze toben. Sie braucht nun erst einmal etwas Ruhe.
  5. Auch Leckerli sind nicht verkehrt, wenn sie in Maßen gegeben werden. Was Sie nicht tun sollten, ist die Gabe von eigenem Essen. Mal ein Stück Wurst, das macht nichts aus, aber bitte keinen Kuchen, keine Süßigkeiten oder dergleichen, das schadet Ihrem Tier.
  6. Zusätzlich zum Futter sollte Ihre Katze auch zu jeder Zeit Wasser zu sich nehmen können. Verteilen Sie am besten mehrere Wassernäpfe im Haus.
  7. Wenn Ihre Katze dass Nassfutter nicht aufgefressen hat, dann sollten Sie es wegstellen und den Futternapf reinigen.
  8. Wenn Sie auf ein anderes Katzenfutter umsteigen möchten, dann sollten Sie wissen, dass ein abrupter Futterwechsel die Verdauung Ihrer Katze durcheinander bringen kann. Es ist besser, wenn Sie bei einer Marke bleiben und lediglich die verschiedenen Geschmacksrichtungen ausprobieren. Wenn Sie auf ein komplett anderes Futter umsteigen möchten, dann sollten Sie das neue Futter in einem immer größer werdenden Anteil in das alte Futter mischen.


Bildnachweise: © Africa Studio - Fotolia.com

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Maiwald am 01.06.2016

Ich finde die Tipps rund um die Katzen (in diesem Fall) sehr hilfreich! Allerdings habe ich eine Katze, die überhaupt kein Nassfutter mag (nur Trockenfutter). Ich dachte bisher, dass sie nicht jeden Tag das gleiche Futter zu sich nehmen sollte u. habe daher verschiedene GUTE Sorten gegeben. Betty (meine Katze) hat dies bisher auch nicht gestört (gesundheitlich usw.). Aber es scheint die falsche Fütterungsweise zu sein, wenn ich richtig die Tipps verstanden habe. Was kann ich aber machen, wenn Betty absolut nicht an Nassfutter geht (weder mit Gelee noch Soße)??? Für das eventuelle Feedback bedanke ich mich vorab. Frdl. Gruß, Frau Maiwald

Maggie am 17.08.2016

Hallo Frau Maiwald, hoffentlich haben sie ihre Katze dazu gebracht Nassfutter zu fressen. Nur Trockenfutter ist für Katzen sehr schädlich. Bei uns wird es wie Schmeckerlis zwischendurch gefüttert aber auch nicht regelmäßig. Trockenfutter für die Katzen ist wie täglich McDonald´s Essen für uns Menschen - auch nicht optimal. Vielleicht mischen sie das Trockenfutter mit dem Nassfutter damit sie auf den Geschmack kommt und verringern das Trockenfutter immer mehr. Katzen brauchen Futter mit hohem Fleischanteil. Ab 70 % ist optimal. Nicht jede Katze reagiert sensibel auf Futterumstellungen. Unsere sind es gewöhnt ab und zu mal eine andere Futtermarke zu fressen und sie vertragen es sehr gut.

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