Immobilie kaufen und renovieren – Schritt für Schritt zum Traumhaus

Immobilie kaufen und renovieren – Schritt für Schritt zum Traumhaus

Eine Immobilie kaufen und renovieren ist eine große Entscheidung. Hier gibt es sehr viel zu beachten. Einen groben Überblick gibt es hier.

Viele Menschen hegen den Wunsch, irgendwann ein Eigenheim beziehen zu können. Doch nicht selten werden Aufwand und Risiken erheblich unterschätzt, denn zum Kauf eines Hauses gehört weit mehr als sich nur für seine Wunsch-Immobilie zu entscheiden.

Ich habe hier deshalb einmal die wichtigsten Punkte zusammengestellt, mit denen Sie Ihrem Traumhaus Schritt für Schritt immer ein bisschen näher kommen. Schließlich gibt es nicht nur beim Immobilienkauf selbst, sondern auch vor und nach dem Kauf einiges, was Sie unbedingt beachten sollten.

Schritt für Schritt zum Traumhaus

Schritt 1 – Finanzierung einer Immobilie:

Die wenigsten Menschen werden es sich wohl leisten können, ein Haus bar zahlen zu können, deshalb muss eine entsprechende Finanzierung her. Bei der Finanzierung einer Immobilie können Sie jedoch, wenn Sie nicht aufpassen, einige Fehler machen, die Ihnen anschließend mitunter teuer zu stehen kommen können. Deshalb sollten Sie unbedingt die folgenden Punkte beachten:

  • vor jedem Hauskauf oder Hausbau einen Kassensturz machen
  • bestehendes Eigenkapital einplanen
  • mehrere Darlehens-Angebote miteinander vergleichen
  • bereits im Vorfeld sämtliche anfallende Kosten bedenken und einplanen

In jedem Fall gilt: Safety first! So sollten Sie beim Kauf eines Hauses stets auf Sicherheit achten. Schließlich besagt schon ein Sprichwort: Bei Geld hört die Freundschaft auf. Darum sollten Sie darauf achten, dass die Finanzierung in keinem Fall gefährdet wird. Dies ist etwa in Form einer Restschuldversicherung möglich.

Schritt 2 – Immobilienbewertung durchführen lassen:

Als Immobilienkäufer sollten Sie sich nicht zwangsläufig auf den im Exposé ausgeschriebenen Preis verlassen. So kann es etwa sein, dass Verkäufer oder Makler erst mal den ursprünglichen Preis höher setzen als es der Marktwert wirklich ist. So können sie im Falle von Preisverhandlungen zwar den Preis mitunter deutlich senken, aber dennoch das Objekt zu einem höchstmöglichen Preis verkaufen.

Um Ihre Position zu stärken, sollten Sie vor einer Kaufentscheidung deshalb eine Immobilienbewertung durchführen. Eine sehr gute Möglichkeit, den tatsächlichen Marktwert einer Immobilie festzustellen, bietet z.B. die Immobilienbewertung auf www.immobilienscout24.de. Halten Sie erst einmal ein unabhängiges Wertgutachten in der Hand, können Sie damit Ihre Verhandlungsbasis enorm stärken.

Eine Immobilienbewertung bietet im Großen und Ganzen einige Vorteile:

  1. der Marktwert einer Immobilie lässt sich recht schnell und überaus einfach feststellen
  2. ein aktuelles Ergebnis steht sofort zur Verfügung
  3. die Immobilienbewertung über Immobilienscout24 ist deutlich günstiger als es ein herkömmliches Gutachten je sein kann
  4. Sie erhalten schnell einige gute Argumente, mit denen Sie eine Preisverhandlung zu Ihren Gunsten entscheiden können

Schritt 3 – Sanierung und Umbau:

Sind die Verhandlungen beim Hauskauf erst mal erfolgreich abgeschlossen und steht die Finanzierung auf sicheren Beinen, können Sie sich an mögliche Umbaumaßnahmen, eine Sanierung oder Renovierung heranwagen. Zwei wichtige Punkte, die Sie hierbei unbedingt im Hinterkopf haben sollten, sind Heizung und Hausdämmung.

» Heizung:

Ein überaus wichtiges Thema ist die Heizungsanlage, die in den meisten älteren Häusern doch recht zu wünschen übrig lässt, weshalb eine Modernisierung dringend anzuraten ist. Zwar ist das Heizen mit Öl oder Gas aktuell sehr weit verbreitet, doch gibt es auch noch alternative Lösungen. So ist etwa das Heizen mit Solarenergie oder erneuerbaren Energien in den letzten Jahren immer weiter auf dem Vormarsch.

» Hausdämmug:

Grundsätzlich sollten Sie wissen: Mit einem gedämmten Haus lässt sich enorm viel Energie einsparen. Schließlich ist bei einer ausreichenden Wärmedämmung deutlich weniger Energie nötig, um das gesamte Haus angenehm zu beheizen. Denken Sie also durchaus auch über eine nachträgliche Dämmung nach.

Schritt 4 – Gesundheitsrisiken erkennen und beseitigen:

Nicht selten machen glückliche neue Eigenheimbesitzer nach dem Kauf einer älteren Immobilie einige nicht sehr erfreuliche Entdeckungen, die teilweise die Gesundheit enorm belasten können. Oft verstecken sich im Wohnbereich nämlich einige Schadstoffe wie z.B. Schimmel, Weichmacher oder Asbest, die schnellstmöglich beseitigt werden müssen. Diese Schadstoffe können vor allem in Dämmmaterialien, Holzbrettern, PVC-Belägen und Tapeten vorkommen.

Das ist immer wieder ein Punkt an den die meisten nicht denken. Ich habe hier deshalb einmal notiert, wo diese Schadstoffe zu finden sind und welche gesundheitlichen Risiken sie hervorrufen können.

» Schimmel:

Wer nicht gleich an Weichmacher oder Asbest denkt, der wird aber sicherlich beim Hauskauf bzw. bei der Sanierung an das Thema Schimmel denken. Das ist nämlich momentan Thema Nummer Eins, wenn es um Schadstoffe im Haus/der Wohnung geht. Und das ist auch noch zu Recht so, denn je größer der Befall, desto höher das Gesundheitsrisiko.

Bei manchen Pilzarten reichen sogar schon wenige Sporen aus, um Allergien und Hautinfektionen auszulösen. Aber auch das Risiko an Asthma zu erkranken steigt bei einem Schimmelbefall um 50 Prozent. Wenn Sie also Schimmel in Ihrem neuen Haus entdecken, dann sollten Sie sich unbedingt an einen Fachmann wenden.

» Weichmacher PCB:

In vielen Kabeln, PVC-Böden und Folien, aber auch in zahlreichen Türprofilen und Fensterprofilen wurde der Weichmacher PCB verarbeitet. Dieser Schadstoff wird in der Regel über die Haut aufgenommen und kann als Folge eine enorme Gesundheitsbeeinträchtigung nach sich ziehen. Häufig leiden Menschen dann unter Müdigkeit oder Kopfschmerzen, oder aber Nerven und Leber werden nachhaltig geschädigt.

Aufgrund der viele Gesundheitsrisiken müssen Sie Weichmacherquellen also unbedingt vollständig auffinden und restlos entfernen. Wie hoch eine mögliche Belastung ist, können Sie übrigens über eine Messung der Raumluft feststellen lassen.

» Asbest:

Asbest zählt zu einem der gefährlichsten Stoffe überhaupt. Noch bis vor wenigen Jahren wurde Asbest gerne zur Isolierung von Häusern sowie in Backöfen und sogar in Farben verwendet, da die mineralischen Silikatfasern nicht brennbar sind, eine enorme Beständigkeit gegen Fäulnis aufweisen, elastisch sind und eine sehr geringe elektrische Leitfähigkeit aufweisen.

Asbest spaltet sich im Laufe der Jahre auf bis hin zu Staub und kann über die Atemluft bis in die Lunge vordringen. Je nach Dauer, die Sie diesem Schadstoff ausgesetzt sind, kann die gesundheitliche Belastung durch Asbest ganz unterschiedlich sein. So kann Asbest etwa Krebserkrankungen hervorrufen, welche jedoch meist erst nach mehreren Jahrzehnten zum Ausbruch kommen. Auch hier gilt es also die Gefahrenquelle zu finden und zu beseitigen.

Schritt 5 – Bodenbeläge mit Bedacht auswählen:

Sind erst alle Sanierungsarbeiten vollständig abgeschlossen, können Sie endlich mit der Renovierung beginnen und die Wände tapezieren oder streichen sowie auch neue Bodenbeläge in den einzelnen Räumen verlegen. Das klingt jetzt sicher logisch, aber das Thema Bodenbeläge nehmen viele oftmals nicht ernst genug. Schließlich wählt man diesen ja für einen langen Zeitraum aus.

Neben dem Material und dem Aussehen spielen bei den Bodenbelägen vor allem auch das Einsatzgebiet sowie der Pflegeaufwand und zu guter Letzt auch die finanziellen Möglichkeiten eine bedeutende Rolle. Wer hier zu schnell handelt und die falsche Wahl trifft, der kann sich schon nach relativ kurzer Zeit darüber grün und blau ärgern. Wählen Sie Bodenbeläge also immer mit Bedacht aus und entscheiden Sie nicht vorschnell.

» Tipp:

Der wohl beliebteste Bodenbelag ist derzeit Holz. Aber auch Laminat, Kork und Teppich sowie auch Fliesen und Parkett sind momentan sehr beliebt.

Schritt 6 – Traumhaus einrichten:

Sind die vorhergehenden Schritte erst einmal erledigt, dann haben Sie wirklich schon sehr viel geschafft. Anschließend müssen Sie sich eigentlich nur noch Ihr Haus so einrichten, wie Sie es möchten und den Traum vom eigenen Haus genießen.

Wichtig ist vorher wirklich nur, dass Sie sich viel Zeit nehmen und alles genauestens planen, durchrechnen und überprüfen lassen, damit aus Ihrem Wohntraum später kein Albtraum wird.

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