Gesichtscremes im Test – Naturkosmetik liegt im Trend

Immer mehr Menschen verwenden Naturkosmetik. Aus diesem Grund hat Stiftung Warentest nun 10 Feuchtigkeitscremes für das Gesicht genauer unter die Lupe genommen. Erfahren Sie hier, welche Gesichtscreme im Test am besten abgeschnitten hat.

Immer mehr Frauen, aber auch Männer, vertrauen auf die Wirkstoffe von Naturkosmetikprodukten. Kosmetik im Allgemeinen ist dazu da, um unsere Haut zu pflegen und gesund zu halten. Mit Hilfe von vielen Produkten, die auf dem Markt zu finden sind, lassen sich diese Ziele auch erreichen. Für manche Menschen ist das aber lange noch nicht genug. Sie möchten möglichst auf jegliche synthetische Konservierungsstoffe und Duftstoffe verzichten. Das ist auch vollkommen gerechtfertigt, denn heutzutage ist unsere Haut schon zu vielen vielfältigen und auch schädlichen Umwelteinflüssen ausgesetzt, sodass man wenigstens auf diese Weise die reine Natur auf der Haut spüren möchte.

Gute Pflegeeigenschaften
Besonders für Allergiker sind Naturprodukte ein wahrer Segen. Heute werben auch immer mehr Hollywood-Schönheiten mit den Vorteilen der Naturkosmetik, denn diese Produkte enthalten vor allem natürliche Substanzen von Pflanzen, Tieren und Mineralien. Selbst der Duft dieser Naturprodukte stammt aus ätherischen Ölen. Obwohl dieser für viele Menschen etwas gewöhnungsbedürftig ist. Wie Stiftung Warentest nun berichtet, liegen die Vorteile der Naturkosmetikprodukte nicht nur darin, dass sie keine synthetischen Konservierungsstoffe enthalten, sie besitzen auch meist gute Pflegeeigenschaften.

Siegel für Naturkosmetik
Insgesamt hat Stiftung Warentest 10 Gesichtcremes einmal genauer unter die Lupe genommen, die normaler Haut mehr Feuchtigkeit versprechen. Bei zwei dieser Gesichtcremes handelte es sich um Produkte für Männer. Bei allen Feuchtigkeitscremes achtete Stiftung Warentest darauf, dass sie ein Naturkosmetiksiegel tragen. In der Naturkosmetik unterscheidet man da zwischen zwei wichtige Siegel. Bei dem Siegel, das auf den meisten Produkten zu finden ist, handelt es sich um ein Naturkosmetiksiegel, das von dem Bundesverband deutscher Industrie- und Handelsunternehmen, kurz BDIH, verliehen wird. Im Test trugen alle Produkte dieses Siegel. Bei dem zweiten Siegel handelt es sich um das sogenannte NaTrue, eine Weiterentwicklung des BDIH-Zeichens. Dieses Siegel trug im Test nur die Gesichtscreme von Logona.

Naturkosmetika sollten diese Anforderungen erfüllen:

  1. In den Produkten dürfen nur natürliche Substanzen d.h. Stoffe pflanzlichen, tierischen und mineralischen Ursprungs stecken. Die Rohstoffe sollten möglichst naturbelassen und hautverträglich sein.
  2. Pflanzliche Rohstoffe müssen aus zertifiziertem ökologischem Ausgangsmaterial stammen, wenn sie aus Pflanzen gewonnen werden.
  3. Der Einsatz von Rohstoffen aus toten Wirbeltieren ist nicht gestattet.
  4. Weder in der Herstellungsphase noch bei der Prüfung der Endprodukte dürfen Tierversuche durchgeführt werden.
  5. In den Produkten dürfen keine synthetischen Substanzen wie z.B. Duftstoffe und Konservierungsstoffe, Erdölprodukte und Silikone enthalten sein.
  6. Auf der Verpackung müssen Informationen zu den Inhaltsstoffen und zum Herstellungsdatum und Verfallsdatum gegeben werden. Die Inhaltsstoffe sollten dabei immer in abnehmender Reihenfolge ihrer Konzentration notiert sein.

Testablauf
Insgesamt haben immer 30 Personen eine Gesichtscreme getestet. Das Resultat des Test : Alle Testpersonen empfanden die Pflegewirkung der Cremes als überzeugend. Ein besonderes Augenmerk legte Stiftung Warentest auf die mikrobiologische Qualität der Produkte, weil Naturkosmetik generell sehr anfällig für einen Keimbefall ist. Ist eine Gesichtscreme verunreinigt, dann kann das auf der Haut zu Reizungen führen. Wer sich also dafür entscheidet, Naturkosmetik zu benutzen, der sollte darauf achten, dass er die Creme nur mit einem sauberen Finger oder Spatel entnimmt. Besser ist es natürlich, wenn Sie Cremes aus Tuben verwenden.

Vergleichssieger: Santaverde Aloe Vera Creme medium
Unter den Naturkosmetik-Gesichtscremes hat die Gesichtscreme Santaverde Aloe Vera Creme medium als das beste Produkt abgeschnitten. Als einzige der 10 getesteten Gesichtscremes hat sie das Qualitätsurteil SEHR GUT (1,7) erhalten. Mit einem Preis pro 10 Milliliter von 7 Euro ist sie dafür aber auch die teuerste Gesichtscreme, die Stiftung Warentest getestet hat. Die preiswertere Gesichtscreme alverde Tagescreme Olive Sonnenblume von dm ist aber genauso gut für die Haut. Sie kostet gerade einmal 59 Cent pro 10 Milliliter. Die Naturkosmetik-Gesichtscremes für Männer von lavera und Weleda haben beide im Test mit dem Qualitätsurteil GUT (2,0) abgeschnitten.

Eher schlechter hat die Gesichtscreme von i+m abgeschnitten. Da dieses Produkt Mängel in der Konservierung aufzeigte, erhielt es nur das Qualitätsurteil MANGELHAFT (5,0). Es erhielt dieses Qualitätsurteil, weil sich schon im frisch geöffneten Fluid zu viele Keime tummelten.

Fazit
Wer seine Haut mit Produkten aus der Natur verwöhnen möchte, der kann das durchaus machen. Umstritten ist jedoch immer noch, ob diese Produkte nun besser sind als herkömmliche Produkte. Wer allerdings gegen ätherische Öle allergisch reagiert, für den sind die meisten Produkte nicht besonders gut geeignet. Grundsätzlich sind Naturstoffe auch Fremdstoffe für die Haut.


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