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Die Geschichte des Tee
Die älteste Legende über die Entdeckung des Tees als Getränk wird auf das Jahr 2727 v. Chr. datiert. Der große chinesische Kaiser Shen Nung, der aus hygienischen Gründen sein Wasser immer abgekocht trank, stand mit einer Trinkschale heißen Wassers in seinem Garten. Durch einen Windstoß wehten drei Blätter eines wild wachsenden Teestrauches in seine Schale. Dem Kaiser gefiel der angenehme Duft, den die Teeblätter verbreiteten und er kostete das Wasser. Von diesem Augenblick an, wollte er nur noch Tee trinken.
Von ihm soll der folgende Ausspruch kommen:
"Tee weckt den guten Geist und weise Gedanken. Er erfrischt das Gemüt. Bist du niedergeschlagen, so wird Tee dich ermuntern."
Eine weitere Legende kommt aus Japan. Bodhidarma, buddhistischer Mönch und Sohn des indischen Königs Kaisawo, soll 519 n. Chr. mehrer Jahre vor einer Felswand in den Nächten meditiert haben. Eines Nachts jedoch überkam ihn die Müdigkeit. Vor Zorn über seine Schwäche riss er sich beide Augenlider ab und warf sie fort. Dort schlugen die Lider Wurzeln und es wuchsen zwei immergrüne Teesträucher. Bodhidarma probierte davon und fühlte sich wach und gestärkt. Noch bedeutet das Schriftzeichen „Cha“ sowohl Augenlid als auch Tee.
Um das Jahr 801 n. Chr. sollen die buddhistischen Mönche Saicho die ersten Teesamen von China nach Japan geschmuggelt haben.
Der Priester Eisai, Begründer der Zen-Sekte in Japan, brachte 1168 n. Chr. ebenfalls Teesamen aus China mit.
Der buddhistische Staatspriester Muso Kokushi soll die Regeln für die bekannte japanische Teezeremonie "Chanoyu" (=heißes Teewasser) festgelegt haben und gilt als Begründer der Teezeremonie.
Der berühmte Teemeister Rikyu hielt 1564 die Regeln fest, in dem er sie an die Wand des Warteraumes des ersten japanischen Teehauses schrieb.
Die ersten Europäer, die den Tee aus China importierten, waren die Holländer um 1610 n. Chr. Von hier aus breitete er sich schnell nach Deutschland und Frankreich aus. 1669 stiegen die Engländer in das Teegeschäft ein und hielten mit der East India Company bis 1833 n. Chr. ein Tee-Monopol.
Das Geheimnis der Tee-Fermentierung, die aus dem chinesischen grünen Tee, den in Europa beliebten schwarzen Tee macht, erhielten die Engländer durch das Einschleusen eines Botanikers. Mit diesem Wissen machte man sich von China unabhängig und gründete massiv Teeplantagen in den britischen Kolonien.
In den USA brachten die Einwanderer Ende des 17. Jahrhunderts ihren Tee mit. Besonders in den gehobenen Schichten fanden Tea-Partys statt. England suchte aufgrund einer Finanzkrise eine neue Einnahmequelle und belegte den Tee mit hohen Steuern. Das ganze Land begehrte auf und trotz der sofortigen Gegenmaßnahme der East India Company verkleideten sich am 16.12.1773 die Mitglieder der Freimaurerloge St. Andrew in Boston als Mohikaner und enterten alle Schiffe der East India Company und warfen insgesamt 342 Kisten Tee über Bord.
Dieser Tag wurde von nun an ironisch als „Boston Tea Party“ bezeichnet und markiert den Beginn der Befreiungskriege gegen die englische Vorherrschaft in den USA.
Anfang des 20. Jahrhunderts wurden Tee-Partys zur Mode. Teehäuser eröffneten und boten Tee-Partys und Teemenüs an.
Heute zählt Tee zu dem populärsten Getränk der Welt. Die Weltproduktion beläuft sich auf ca. 2.9 Mio. Tonnen Tee.
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