Gehen jeden Tag Millionen von Gehirnzellen verloren?

Gehen jeden Tag Millionen von Gehirnzellen verloren?

Viele Menschen behaupten, dass uns jeden Tag Millionen von Gehirnzellen verloren gehen. Stimmt das wirklich oder ist diese Aussage vollkommener Quatsch?

90.000 Gehirnzellen gehen im Durchschnitt verloren
Es ist in der Tat so, dass uns jeden Tag eine große Menge an Gehirnzellen verloren geht. Es handelt sich jedoch dabei nicht um Millionen von Gehirnzellen, sondern es sind zwischen 80.000 und 90.000 Gehirnzellen im Durchschnitt. Diese Gehirnzellen sind aber dann wirklich verloren, denn sie werden auch nicht wieder neu gebildet.

Durch Alkohol steigt die Zahl
Wenn jemand nun regelmäßig größere Mengen Alkohol zu sich nimmt, dann steigt diese Zahl noch ganz bedeutend. Doch bei Alkoholikern sterben nicht nur mehr Gehirnzellen ab, sondern es wird auch die Übertragung der wichtigen Botenstoffe in ganz erheblichem Maße gestört. Diese sind jedoch besonders wichtig, denn sie ermöglichen erst eine Kommunikation der einzelnen Gehirnzellen untereinander.

Vermehrtes Absterben der Gehirnzellen
Wenn ein Mensch einen Schlaganfall erleidet, können die Querverbindungen, die Synapsen, welche die einzelnen Hirnzellen miteinander verbinden, verkümmern. Die Gehirnzellen können ihre Funktion nicht mehr optimal erfüllen und sterben dann mit der Zeit ab. Auch bei Alzheimer-Patienten liegt ein vermehrtes Absterben von Gehirnzellen vor, deshalb wird ihr Gedächtnis mit der Zeit auch immer schlechter.

Hirnzellen werden nicht neu gebildet
Gehirnzellen haben jedoch eine ganz besondere Fähigkeit, denn gesunde Hirnzellen können tatsächlich die Fähigkeiten von erkrankten oder abgestorbenen Zellen übernehmen. Das ist auch wichtig, denn da Hirnzellen nicht mehr neu gebildet werden, würden die Menschen ja zwangsläufig irgendwann verblöden.


Bildnachweise: © cherryandbees - Fotolia.com

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