Beim Lüften darauf achten, dass die Zimmerpflanzen nicht in kalte oder gar eisige Zugluft geraten.
Vor dem Gießen erst prüfen, ob die Pflanze auch wirklich Wasser braucht. Sommer- Gießgewohnheiten führen in der lichtarmen Zeit nicht selten zum Vernässen und damit zu Wurzelschäden.
Die Pflanzen sollten nicht zu eng aneinander stehen, damit die Luft zirkulieren kann.
Verdorrte Blätter, Stängel... sollten schnellstens entfernt werden, ebenso Moos oder Kalkablagerungen.
Das Gewebe der Pflanzen kann man mit einer kieselsäurehaltigen Schachtelhalmbrühe oder einer Messerspitze Heilerde im Gießwasser stärken.
Während die Heizungswärme für sich – abgesehen von fehlender Luftfeuchte – im Winter kaum ein Problem darstellt, kann sie in Kombination mit Lichtmangel das Pflanzengewebe schwächen und zu Krankheiten und Schädlingsbefall führen.
Um es nicht erst soweit kommen zu lassen, gibt es Vorbeugungsmaßnahmen:
Man sollte die Pflanzen im Winter etwas genauer unter die Lupe nehmen, besonders die Unterseiten der Blätter.
Hilft dies alles nicht und die Pflanzen sind von Schädlingen befallen worden, helfen diese Tipps:
Pflanzen, die leicht an Pilzinfektionen erkrankt sind, kann man eine geschälte Knoblauchzehe in die Erde drücken. Soll auch gegen Blattläuse helfen. Der klebrige Belag, den Blattläuse erzeugen, kann durch Abbrausen mit lauwarmen Wasser entfernt werden.
Bei Befall mit weißer Fliege stellt man die Pflanzen kühler, bei Befall mit Trauermücken trockener. Hier hat sich auch das Aufstellen gelber Leimtafeln (in Gartenmärkten erhältlich) bewährt.
Spinnmilben bilden Gespinste unter Blättern. Hier hilft auch das Abbrausen mit lauwarmen Wasser, die Erhöhung der Luftfeuchte sowie die Pflanzensauna. Dazu die abgebrauste Pflanze in einen großen, lichtdurchlässigen Plastikbeutel stecken, zubinden und 1-3 Tage stehen lassen. Pflanzen mit empfindlichen Blätter nicht abbrausen, sondern gut gießen und dann ab in die Tüte.
Im Gartenfachhandel gibt es auch Kombistäbchen (z.Bsp. Lizetan-Kombi-Stäbchen). Das sind Sticks, die Nährstoffe und Schädlingsmittel enthalten und in die Erde gesteckt werden. Das ist auch eine Möglichkeit, den Schädlingsbefall zu stoppen.
In den Wintermonaten bekommen die Pflanzen durch die trockene Zimmerluft erst gelbliche und dann vertrocknete Blattspitzen. Abhilfe kann man mit flachen Wasserschalen, die man auf die Heizung stellt, schaffen oder spezielle Luftbefeuchter. Auch der Blumensprüher kommt zum Einsatz (wenn möglich nicht auf Blüten sprühen).
Wenn nur die Blattspitzen vertrocknet sind, schneidet man die braunen Spitzen ganz einfach ab. Aber Vorsicht, nicht ins gesunde (grüne) Gewebe schneiden, sonst geht das Eintrocknen weiter.
Für manche Zimmerpflanzen gibt es differenzierte Überwinterungstemperaturen. Aber wer hat schon so viel Platz die Pflanzen im Winter in kühlen oder dunklen Räume aufzustellen. Dort stehen meist schon die Kübelpflanzen aus dem Garten. Außerdem möchte man ja Zimmerpflanzen im Zimmer haben und sich dort an ihnen erfreuen. Das die Pflanzen in den Wintermonaten mit großem Lichtmangel zurecht kommen müssen, habe ich schon geschrieben. Die Tage werden nicht nur kürzer sondern auch dunkler. Deshalb legen alle Zimmerpflanzen eine Ruhepause ein. Das bedeutet aber nicht, dass sie nun kein Wasser mehr benötigen. Sie müssen weiterhin gegossen werden, manchmal sogar etwas mehr als in den anderen Monaten, weil durch die trockene Heizungsluft mehr Wasser verdunstet wird. Nur Pflanzen die in kalten Räumen stehen, sollten wenig Wasser bekommen. Jede Pflanzen kann die aus dem Erdreich aufgenommenen Nährstoffe nur mit Hilfe von Licht verarbeiten, doch weil ja genau das jetzt fehlt, wird bis Anfang/Mitte März auf Düngergaben verzichtet.
Dann drück ich mal die Daumen, dass eure und meine Zimmerpflanze gut über den Winter kommen (sollte es noch mal Winter werden.)



