Kredit aufnehmen - ja oder nein?

Ihr habt gute Tipps wie man im Haushalt den einen oder anderen Euro sparen kann? Dann bitte sofort in dieses Forum posten.

Moderator: sunny

Kredit aufnehmen - ja oder nein?

Beitragvon Kräuterhexe » 04.04.2007, 17:44

Zugegeben, manchmal geht es nicht anders und eine größere Anschaffung, die dringend fällig ist, muss über Kredit finanziert werden.

Wenn es aber nur um ein "nice to have" geht, das nicht unbedingt nötig ist, kann man einmal Folgendes versuchen:
Man lässt sich von seiner Hausbank ein seriöses Angebot unterbreiten und legt einmal ein halbes Jahr lang die monatliche Ratenzahlung für den Kredit auf die Seite.
Wenn man dann kaum merkt, dass Geld fehlt, kann man den Kredit ruhigen Gewissens aufnehmen - und sich freuen, dass man sogar schon etwas angespart hat!
Macht es aber Monat für Monat große Mühe, das Geld zurück zu legen - Hände weg vom Kredit!
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Beitragvon Mona » 05.04.2007, 18:33

Bildwas ein Kredit angeht bin ich kein Freund davon,meine Devise ist,spare in der Zeit,hast du in der Not,dann lege ich doch lieber immer Monat für Monat was zur Seite und nicht erst dann wenn eine größere Anschaffung bevorsteht und tut dann auch nicht weh.
BildWir hoffen immer auf den nächsten Tag,wahrscheinlich erhofft sich der nächste Tag einiges von uns.
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Beitragvon Kräuterhexe » 05.04.2007, 19:14

Ja, so machen wir das auch.
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Beitragvon thyvsisa » 06.04.2007, 15:54

Wie macht man das wenn man kein Geld hat das man zur Seite legen kann?

Als ich habe zwar bei der Sparkasse diese PS- Lose jedoch komme ich da erst zum Nicolaustag ran, also spich meine Waschmaschiene dürfte erst nach dem Nicolaus kaputt gehen. Weiteres Geld bei Seite zu schaffen ist da einfach nicht möglich.
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Beitragvon sunny » 06.04.2007, 19:55

Wohl dem, der was zur Seite legen kann. Bei uns ist nichts da, um was zur Seite zu legen. :? Es reicht so schon kaum hinten und vorne. Kaputt gehen darf da auch nichts.
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Beitragvon Kräuterhexe » 06.04.2007, 20:20

Nicht falsch verstehen!
Wer von vorneherein weiß, dass er sich nichts zurücklegen kann, wird für irgendeinen Unsinn auch keinen Kredit aufnehmen, es sei denn, es ist eine unumgängliche Anschaffung zu tätigen.
Ich kenne jedoch etliche, meist junge Leute, die sich sagen: Ach, es sind doch nur 30 Euro im Monat! Für irgend einen meist elektronischen Schnickschnack. Und wenn sie dann mal versuchen, diese 30 EUR im Monat anzusparen, klappts nicht! Oder Leute, die überlegt haben, ein Haus zu kaufen, für "nur" 300 EUR mehr, als sie ohnehin schon an Mitete zahlen. Als die versucht haben, mit 300 Eiern im monat weniger auszukommen, haben sie gemerkt, dass sie sich NICHTS mehr außer der reihe leisten konnten! Dieser Preis, über Jahre gezahlt, war ihnen dann doch zu hoch für die eigenen vier Wände...
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Beitragvon Ringo » 06.04.2007, 20:32

Find ich einen wirklich guten Tipp für alle Kreditwilligen.

Ich halte es da aber auch eher wie Mona: Ich bin kreditfrei und kaufe mir nur was ich mir leisten kann. Das muß schon wirklich ein großer Notfall sein wenn ich mir einen Kredit nehme.

Möchte jemand dennoch einen Kredit nehmen, kann ich einen seriösen Kreditvermittler empfehlen. Der vergleicht die Angebote vieler namhafter Banken, legt sie einem vor und der Kunde entscheidet. Kostenlos! Das Angebot der Hausbank kann man dann natürlich in den Vergleich miteinbeziehen.
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Beitragvon sunny » 07.04.2007, 11:42

Ich habe dich schon richtig verstanden, kräuterhexe. :D Ich kenne auch welche, die haben sich einen Kredit genommen, um in Urlaub in die Karibik zu fahren. Wenn ich keine Geld habe, kann ich nicht Urlaub machen, zumindest nicht in der Karibik.
Geht ein Haushaltgerät kaputt, bieten ja auch verschiedene Kaufhäuser Ratenzahlung an.
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Beitragvon Martina » 07.04.2007, 19:37

Ich sehe das auch so wie ihr!

Mein Mann und ich leben eigentlich ganz gut, müssen nicht jeden Cent umdrehen, aber das ist auch nur deswegen so, weil wir darauf achten, was wir kaufen.
Und wir haben auch schon größere Anschaffungen gehabt (Küche zB), aber da hat das Möbelhaus zinsenlose Raten angeboten.
Wir würden NIE, NIE einen Kredit für etwas Unnötiges aufnehmen. Die Zinsen sind ungerechtfertigt hoch (im Gegensatz zu dem, was man bekommt, wenn man Geld auf die Bank legt!).

Wir hätten zwar gerne ein Haus mit Garten, aber bei den momentanen Gründstückspreisen könnten wir uns das nur so leisten, dass wir dann jeden Cent zweimal umdrehen müssten.
Dann hätten wir zwar das Haus, müssten aber von Kartoffeln und Rüben leben. Und dann hätten wir keine Rücklagen mehr - wenn dann etwas passiert, stehen wir auf der Straße.

Und wir wollen unserem Kind doch auch ein bisschen was bieten - und damit meine ich nicht einen tollen Urlaub.
Aber wir denken da an die Ausbildung, die leider sozial gestaffelt ist: Wer Geld hat, bekommt eine bessere Ausbildung. Allgemeine Kindergärten sind überfüllt, Förderung des Einzelnen ist da nicht mehr drin; Schule: Wer zahlt, kann sich eine Schule leisten, die kleinere Klassen hat und sich mehr engagiert. Und so geht das weiter. Schlimm!!!

Das Gleiche beim Gesundheitssystem! Wer die bessere Kasse hat, kriegt einen Termin beim Spezialisten - die anderen warten ein Jahr. Dafür zahlt man aber die höheren Beiträge.

Es ist traurig, es ist ärgerlich, aber momentan sehe ich da keinen Ausweg.
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Beitragvon Kräuterhexe » 07.04.2007, 19:44

Ja, uns geht es genauso.
Wir wohnen auch zur Miete - supergünstig, muss ich sagen, aber eben "nur" drei Zimmer ohne großen Komfort.
Aber wir können Auto fahren, wenn unsere Kinder etwas brauchen oder ein haushaltsgerät den Geist aufgibt, ist Geld für die Neuanschaffung da und ich muss nicht zwingend arbeiten gehen, wenn der Kleine etwas größer ist.
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Beitragvon Martina » 07.04.2007, 19:46

Genau. Da meine Eltern auch immer sehr aufs Geld schauen mussten, weiß ich, wie schlimm es sein kann, wenn man nicht weiß, wie man die kaputte Waschmaschine ersetzen soll.
Ich möchte einfach ein paar Reserven haben, dann schlafe ich besser.
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Beitragvon Kräuterhexe » 07.04.2007, 19:48

Ja, ich kenne solche Zeiten auch noch... *schauder* und will nie wieder arm sein!
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Beitragvon Martina » 07.04.2007, 19:50

Das wünsche ich dir! .... das wünsche ich uns allen....
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Beitragvon Kräuterhexe » 07.04.2007, 19:56

Ja, das wünsche ich auch allen...

Weißt, meine Eltern waren Geschäftsleute und hatten es eigentlich nicht schlecht getroffen. Meine Kindheit und Jugend war geradezu luxuriös. Aber dann sind sie pleite gegangen, haben quasi über Nacht alles verloren. Meine Schwester und ich wollten helfen, haben uns fürs Geschäft verschuldet, aber es war schon zu spät. Zehn Jahre haben wir an den Schxxx-Schulden abgetragen, die noch net mal unsere eigenen waren in dem Sinne... Nun, wir haben draus gelernt...
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Beitragvon Martina » 07.04.2007, 20:04

Ja, bei meinen Eltern war das ähnlich. Die haben sich mühsam was aufgebaut, und dann hat der feine Geschäftspartner meines Vaters sich aus dem Staub gemacht mit dem Geld.
Und meine Eltern haben 20 Jahre lang die Schulden abbezahlt, die er hinterlassen hat...
So etwas ist immer schlimm. Aber du hast Recht - man lernt daraus. Man darf dann allerdings nicht ZU misstrauisch werden und sich denken, dass alle Menschen so falsch sind. Aber man wird vorsichtiger.
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