Erstarren Kaninchen aus Angst vor einer Schlange?

Erstarren Kaninchen aus Angst vor einer Schlange?

Es wird oft behauptet, dass Kaninchen aus Angst vor einer Schlange erstarren. Stimmt das wirklich oder ist es völliger Unfug?

Kaninchen erstarren wirklich aus Angst
Ja, es stimmt wirklich. Wenn ein Kaninchen eine Schlange sieht, dann erstarrt es. Es handelt sich dabei um einen angeborenen Reflex, der das Kaninchen vor den Angriffen von Schlangen schützen soll. Es ist nämlich so, dass das Sehvermögen von Schlangen äußerst schlecht ist. Um ihr potentielles Opfer aufzuspüren, benutzen sie ein so genanntes Wärmebild. Dabei orientieren sie sich nicht nur an der Körperwärme des jeweiligen Tieres, sondern auch an dessen Bewegungen. Wenn ein Kaninchen nun komplett starr ist, dann kann es auch nicht von einer Schlange wahrgenommen werden, so dass es dieser nicht zum Opfer fällt.

Kaninchen erstarren auch, wenn sie sich erschrecken
Wenn man sich also sprichwörtlich wie ein Kaninchen vor einer Schlange benimmt, dann bedeutet dies eigentlich, dass man sich unsichtbar macht, und nicht, dass man vor lauter Angst erstarrt. Kaninchen erstarren übrigens auch, wenn sie sich erschrecken, das erleben auch viele Kaninchenhalter. Es sitzt dann vollkommen bewegungslos da, hat jedoch die Augen weit aufgerissen, die Ohren ganz steil nach oben gerichtet und eine extreme Flankenatmung.

Das Kaninchen hofft, dass es nicht entdeckt wird
Kaninchen sind ja eigentlich Fluchttiere, so dass sie bei Gefahr ganz schnell das Weite suchen würden. Diese Starre tritt deshalb nur ein, wenn sie sich ganz plötzlich erschrecken, so dass keine Zeit mehr zum Flüchten bleibt. Bei Heimtieren ist dies auch oft der Fall, wenn das Kaninchen in eine Ecke des Raumes gedrängt wird, von wo es nicht mehr flüchten kann. Im Grunde hofft das Kaninchen, dass es so nicht entdeckt wird.


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