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Bleaching - Professionell die Zähne bleichen
Weiße Zähne kann jetzt jeder haben - auch ohne Zahnarzt
Ganz entgegen dem Ausspruch „Wer schön sein will muss leiden“ wollen zwar die meisten schön sein, aber leiden oder sich gar schaden möchte niemand.
Vielleicht ist gerade dadurch die Vorsicht und / oder Ablehnung gegenüber dem Thema „Zähne bleichen“ zu erklären.
Hartnäckig hält sich das Vorurteil, dass durch die Bleichmittel der Zahnschmelz angegriffen wird. Und wie die Folgen von geschädigtem Zahnschmelz aussehen, erfahren wir tagtäglich in der Werbung. Zahlreiche wissenschaftliche Studien in Deutschland und den USA belegen, dass das Bleichen die Zähne nicht angreift.
Bleaching, wie das Bleichen der Zähne im englischsprachigen Raum genannt wird, kannten bereits die Römer. Im alten Rom verwendete man Harnstoff und im Mittelalter ein Gemisch aus Harnstoff und Salpetersäure um die Zähne aufzuhellen. Die heute verwendeten Mittel (Wasserstoffperoxid oder das modernere und am meisten gebräuchliche Carbamidperoxid) bleichen die Zähne auf eine schonende Art und Weise ohne den Zahnschmelz anzugreifen.
Die Wirkung des Carbamidperoxid entdeckte man eigentlich eher zufällig, da dieses Mittel zur Behandlung hartnäckiger Zahnfleischerkrankungen eingesetzt wurde. Durch die eintretende Sauerstoffreaktion werden die farbgebenden Moleküle im Zahn verändert und aufgespalten. Die Aufspaltung verändert die Lichtbrechung, es wird mehr Licht von den Zähnen reflektiert und diese erscheinen heller.
Und zwar werden nicht nur die äußeren Verfärbungen durch Nahrungs- und Genussmittel (z. B.: Tee, Kaffee, Rotwein, Tabakrauch), sondern auch die unterhalb der Zahnoberfläche liegenden Verfärbungen (z. B. Farbstoffe, die sich während der Zahnentwicklung eingelagert haben, Wurzelfüllungen, Medikamente: Antibiotikum Tetrazyklin) beseitigt. Dieser Effekt hält in der Regel 1 – 3 Jahre lang an. Die Behandlung kann danach problemlos wiederholt werden.
Selbstverständlich kann die Wirkung nur auf echten Zähnen einsetzen. Zahnersatz, Füllungen und Kronen werden nicht angegriffen. Vor der Selbstbehandlung mit auf dem freien Markt erhältlichen Gelen sollten die Zähne frei von Karies und Zahnstein sein.
Eine leicht gesteigerte Sensibilität im Zahnhalsbereich (vor allem bei Menschen mit Zahnfleischrückgang und freiliegenden Wurzelanteilen) kann auftreten. Diese verschwindet normalerweise kurz nach der Behandlung wieder. Bei stärkeren oder anhaltenden Beschwerden sollten Sie die Behandlung abbrechen und auf jeden Fall einen Zahnarzt konsultieren.
Dahingegen treten bei handelsüblichen Zahnpasten die mit der Aufhellung von Zähnen werben, sehr häufig Schädigungen des Zahnschmelzes auf. Diese Pasten enthalten sehr viel mehr Schleifpartikel als „normale“ Zahnpasten und entfernen lediglich die äußeren Verfärbungen des Zahnes. Von ihrem Gebrauch ist aus medizinischer Sicht abzuraten.
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