Altkleidersammlungen – Schaden sie der Dritten Welt?

Altkleidersammlungen – Schaden sie der Dritten Welt?

Man hat bereits häufig gehört, dass die traditionellen Altkleidersammlungen den Textilmarkt in der Dritten Welt kaputt machen würden. Stimmt das wirklich?

In vielen Entwicklungsländern gibt es keine Textilindustrie
Heutzutage kann man dieses frühere Argument nicht mehr gelten lassen, so dass Sie alte Kleidungsstücke beruhigt zur Altkleidersammlung geben können. Es ist nämlich so, dass es in vielen Entwicklungsländern gar keine eigene Textilindustrie mehr gibt, zum Beispiel in vielen Ländern Afrikas ist dies ganz gravierend. Dort hat sich inzwischen ein ganz neuer Markt aufgetan, dort wird nämlich mit gebrauchter Kleidung Handel betrieben.

Kleidung wird vor Ort ausgebessert
Die Kleidung aus den Altkleidersammlungen wird vor Ort ausgebessert und teilweise auch aufgepeppt. Auf diese Weise entstehen besondere Kleidungsstücke, die dann an die einheimische Bevölkerung verkauft werden. Wenn Organisationen eine Kleidersammlung durchführen, dann werden diese Wäschestücke natürlich auch ausgeführt. Kleidung, die man nicht mehr in den Second-Hand-Geschäften in Westeuropa verkaufen kann, wird dann in arme Länder exportiert.

Organisation sollte seriös sein
Wenn Sie allerdings Kleidungsstücke zur Altkleidersammlung geben, dann sollten Sie unbedingt darauf achten, dass die Organisation auch seriös ist. Diese lassen die Kleidung den kleinen Händlern in diesen armen Ländern zukommen, damit reichere Großhändler nicht noch Profit daraus schlagen. Das was gar nicht mehr tragbar ist, wird auch ökologisch entsorgt und die Gewinne werden bei den gemeinnützigen Organisationen auch sinnvoll eingesetzt.


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